Liturgie.
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brnn Explication de la S. Messe IV; Nealeand Littledale The Liturgies of SS. Mark,James, Clement, Chrysostom and Basiland the Cliurck of Malabar, Lond. 1869).Nach nestorianischen Handschriften hatE. Rmaudot (Liturgiarum orientalium col-lectio, Par. 1716) die drei ostsyrischen Li-turgieen, G. P. Badger (The Nestoriansand their Rituals, Lond. 1852) den ihnengemeinsamen Messordo mit der Nestorius-Anaphora in Uebersetzung mitgetheilt.Nach diesen gedruckten Materialien undeiner Londoner Handschrift hat Bickell(per kathol. Orient 1874, 25) die Apostel-Kturgie kritisch bearbeitet; gegenwärtigbereitet derselbe eine auf dem gesummtenQuellenmateriale beruhende Entwicklungs-geschichte und Darstellung der ostsyri-schen L. vor, welche der erste Band einesa Ke Riten umfassenden Werkes werden«oll. Inzwischen vgl. man noch BadgersBebersetzung der drei nestorianischen Li-^argieen in den Occasional Papers of theLastern Church Association n. 17, London1875.
NI. Heber den westsyrischen Ritus,Welcher in den Patriarchaten von Antio-chien und Jerusalem theils griechisch,Iheils syrisch gefeiert ward, konnte manbisher nicht recht klar werden, da sich7 -wei die ganze Auffassung fälschende Vor-aussetzungen eingeschlichen hatten. Manhielt nämlich die griechische Jacobus-L.,sie sich in mittelalterlichen Hand-schriften orthodoxen Ursprungs findet, füre h altertliümlichsten und normalen Ty-P Us dieser Klasse, während dieselbe dochu gcnscheinlich durch und durch byzan-vor, S1 t, ist ( s pä* er ward sogar die schonlieh V' eo ^ or Baisamon geforderte gänz-c Vf Beseitigung der Jacobus- und Mar-i v^gie zu Gunsten der byzantinischen^gesetzt) und die ältere, unverfälschte1711 bei den Syrern (Monophysiten undau r r U , ten) S esllc ht werden muss. Aberliti ■ •* e Unterscheidung zwischen demcoV? 1SC ^ en Ligenthume der syrischen Ja-^ iten (Monophysiten) und Maronitenu ‘ r yhrch Renaudot für Nichtorientalistenhem°l^ C ^ Seinacht worden, da er in sei-i® painmelwerkc gar keinen specifisch( | ' 0T11 tisclien Ritus anerkannte, sonderni„ Warorvitischen Ordo Missae als erstenPhn° 1 * 18 ®ben abdruckte, auch die Ana-rortiV 11 Jacobus und Xystus aus raa-d Ul . j 1Sc ben Handschriften entnahm, wo-svricln 61 ( l’ e S anze Anordnung der west-widpr 611 vielfach unverständlich undsiclifi . w p ru pt’ sV °H machte (namentlich hin-cobifo»! V er Uractio, welche bei den Ja-Kanon n -u y rs P r üPglicho Stelle nach demaber .behalten hat, bei den Maroniten’ 10 auch in der griechischen Jaco-
busliturgie, nach byzantinischem Mustererst auf das Sancta Sanctis folgt).
Die Handschriften der syrischen Jaco-busliturgie reichen bis in das 8. Jahrh.zurück. Noch um ein Jahrhundert weiterrückwärts führt uns eine liturgische Ab-handlung Jacobs von Edessa (J. S. AssemaniBibi. Orient. I 479; W. Wright Catalogueof Syriac Manuscripts in the British Mu-seum I 224), welche Lectionen aus demA. und N. T. erwähnt, ferner die zu sei-ner Zeit schon längst ausser Gebrauchgekommene feierliche Entlassung der Kate-chumenen, Energumenen und Büsser (indem Texte, welchen der jacobitische Nomo-kanon Gregors Barhebraeus in A. Mai’sScriptorum vet. nova coli. X mittheilt,wird hier auch die Sedra der Hereinbrin-gung der Oblationen aufgezählt), Credo,die ,drei Orationen 1 (vor der Fax, überdie Gläubigen, und vor Hinwegnahme desVelums oder Secreta), Praefation, Kanon(Dank für Schöpfung und Erlösung, Con-seeration, Epiklesis, Memento, welche mitder Fürbitte für die Kirche von Jerusalembeginnen), Fractio und Commixtio spe-cierum, während deren der Diakon dieCatholica oder kurze Litanei vorbetete,Paternoster, Vorcommuniongebet, SanctaSanctis mit der auf die Trinität bezüg-lichen Antwort des Volkes, Communion,Postcommunio, Benediction und Entlas-sungsformel des Diakons. Der Celebrantsoll vor Praefation, Brechung und SanctaSanctis sich selbst, Klerus und Volk, beiden Einsetzungsworten, der Epiklesis undCommixtio specierum aber die Mysterienmit dem Kreuze bezeichnen.
Die Jacobiten und Maroniten haben all-mälig eine überaus grosse Anzahl vonAnaphoren verfasst ( Bickell Conspectus 65),welche aber alle der Jacobusliturgie nach-gebildet sind. In ihrer syrischen (mono-physitischen) Form enthält diese nachkritischer Vergleichung des vorliegendenQuellenmatorials (darunter auch einer unsvorliegenden handschriftlichen Erklärungder L. von Moses Bar Kefa aus dem9. Jahrh.) und mit Berücksichtigung deralterthümlicheren Abweichungen des ma-ronitischen Ritus die folgenden wesent-lichen Bestandtheile: Zubereitung der Ele-mente an der Prothesis (später am Altäre;aber in einer Handschrift des jacobitischenPontificale zu Florenz ist noch ein zweiterAltar dem Hauptaltare gegenüber gemalt);Anziehen der Messgewänder; allgemeineSedra (eine dem westsyrischen Ritus eigen-thümliche Zusammenstellung von Gebetenund rhythmischen Responsorien zur In-censation); Trishagion; alttestamontlicheLection; Zumara (Gradualo); alttestament-liche und praxapostolische Lection; Zu-
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