Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Liturgieen.

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bekannten Convertiten beruht auf persön-licher Beobachtung der jetzigen Praxis undgiebt das laut zu Sprechende auch im kop-tischen Urtext. Der äthiopische Ordo mis-sae mit der Apostel-Anaphora ward 1548zu Rom als Anhang zum äthiopischen N. T.gedruckt, wo im folgenden Jahre auch einelat. Uebersetzung desselben erschien - , an-dere Uebersetzungen lieferten Renaudot,sowie Rodwell (Lond. 1864). C. Bezold hatam Schluss des Snsoinsonlschen Werkes denOrdo missae bis zu den Responsorien vor-der Praefation nach zwei Hss. in Orig, undUebers. mitgetheilt. Von den übrigen Ana-phoren sind gedruckt die des Dioscorus(durch J. M. Wansleben in Ludolfs Gramm,aethiop., Lond. 1661), die nach dem Heilandund der Mutter Gottes benannten in der rö-mischen Ausgabe (erstere auch in LudolfsOomm. ad hist, aethiop. 341), die des hl.Chrysostomus in A. Dillmanns Chrestom.aethiop., Lpz. 1866 (ohne Uebersetzung).Oas Messformular in der äthiop. Uebers. desaltern pseudo-clementin. Octateuches (inLudolfs Comm. 324) haben liturgische Di-lettanten, wie Bunsen, ohne Grund für uralt,Ja für das allerälteste gehalten, bickell.

LITURGIEEN, lateinische. Die äusserstdürftigen Nachrichten über die altrömischeLiturgie werden wenigstens einigermassendurch die Schriftsteller der africanischenKirche, deren Liturgie höchst wahrschein-hch die römische war, ergänzt.

Tertullian kennt nicht bloss Sonntags-feier (De fuga 14) und Altar (De orat. 14),Sondern bezeichnet auch die Verkündigungdes Wortes Gottes und die Darbringungdes Opfers als Inhalt der Feier (De cultuj*'™. 11), welcher die Seniores vorstehenir-poL 39) und deren Vornahme Laien und* rau en verboten ist (De virg. vel. 9; DePraescr. 41). Die Oblation findet auch fürv erstorbene statt (De exh. cast. 11; Deßionog. 10) und besteht in der Darbringungj° n ® r .°d (De praescr. 40), von welcheme r Heide nicht glaubt, es sei das, was ese isst (Ad ux. II 5), und welches der Herrcremst zu seinem Leibe gemacht hat (Adv.lieh" 0 ^ ^0). Ueber die Theile des ,gött-f'-ien 1 ®i ens tes‘ bezeugt das Apologeticumj Fürbitte für die Kaiser; b) Lesung

f 1 !-Schrift; c) Einschärfung der Gebotein pi’ ® rma hnungen und censura divina,Gpty, 0- ^ 6 we l c her ein Ausschluss von derW® a 5 d “ f t des Gebetes, der Yersamm-kanh i des re kgiösen Verkehrs stattfindentes ,V de :' als Präjudiz des Gerichtes Got-lich ö o+Lc 0lne gewöhnlich einmal monat-für a „^^dende Collecte (arcae genus ...)len !en un d um des Glaubens wil-

Lin ’ e ) ein Mahl (,Liebesmahl‘).

deres Mal werden aufgezählt (De

an. 9): scripturae leguntur, psalmi canun-tur, adlocutiones proferuntur, petitionesdelegantur. An einer dritten Stelle (Deor. 14) redet der Apologet von einer Oratiocum fratribus, der Messe der Gläubigen,auf welche der Friedenskuss als ,Siegel desGebetes 1 folge, welchen — wie uns scheint,ohne hinreichenden Grund — Probst vordie Oblation einreiht. Parallel mit Oratiocum fratribus gebraucht Tertullian die Aus-drücke: orationes sacrificiorum, sacramen-tum benedictionis (De pudic. 14), divinabenedictio (Ad ux. II 6), gratiarum actiosuper panem (Adv. Marc. I 23). Auch dasTrishagion wird erwähnt (De or. 3), wel-ches wir jedoch hienieden nur dann singendürfen, angelorum si meruerimus candi-dati, d. h. wenn wir zu den Gläubigen ge-hören. Im Zusammenhang damit wird auchdas Vaterunser alludirt. So oft auch dieCommunion erwähnt wird (De or. 14;Ad ux. II 5; De cor. 3; De idol. 7), so istüber den Ritus derselben ausser dem Amendes Empfängers (De spect. 25) den Schrif-ten Tertidlians nichts zu entnehmen. Be-merkt seien nur noch seine Zeugnisse fürdie Richtung des Betenden nach Osten(Ap. 16), für das Ausspannen der Arme(Ap. 30), das Erheben der Hände (De id. 7;De orat. 11. 13), endlich seine Doxologie(Ad ux. I 1).

Gleich seinem Vorbild bezeugt auch derhl. Cyprian viel mehr die einzelnen Theileals die Aufeinanderfolge der Liturgie sei-ner Zeit. Der angebliche Begründer desOpfercharakters der Messe bezeugt derentägliche Darbringung (Ep. 54), die Anni-versarfeier für die Seelenruhe Verstor-bener (Ep. 66), wie an den Gedächtniss-tagen der Märtyrer (Ep. 34). Der Vollzugdes ,Sacramentes‘ (Ep. 63) geschieht nachVorschrift der göttlichen und apostoli-schen Tradition (Ep. 62. 63. 68. 73). Da-bei liest ein Lector das ,EvangeliumChristi“ an einem Pulte (Ep. 33. 34). DiePredigt wird oft erwähnt (Ep. 58. 74 etc).Ungläubige, Büsser und Katechumenenwaren vom Vaterunser (und der Liturgieder Gläubigen) ausgeschlossen (De orat.Dom.); Gebete für diese sind durch dieErwähnung der Prostration angedeutet (Delaps.). Die Gläubigen sollen die Elementeder Oblation mitbringen und Niemand ei-nen Theil von dem Opfer, welches etwaein Armer darbrachte, nehmen (De op. eteleem.), noch, wenn sie in Sünden sind,einen Theil von dem Opfer des Priesters(De laps.) zu geniessen wagen. Ebensosollen auch die Oblationen der Gefallenennicht dargebracht werden (Ep. 28). DerOpferwein ist nach Vorschrift des Herrn(Ep. 63) mit Wasser zu mischen.

Zur Vorbereitung auf das ,Gebet“ dient