Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Liturgieen.

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,sanctum sacrificium, immaculatam hostiam 1zum Kanon zugeschrieben, welchen end-lich Gregor d. Gr. mit der Partikel,diesque nostros in tua pace disponas“ zumAbschluss gebracht habe. Wichtiger alsall das sind die directen Zeugnisse zweierPäpste, von denen Innocenz I (402—417)die vom Apostelfürsten erhaltene Liturgiein dem Grade als massgebend bezeichnet,dass keine Aenderung zulässig sei (quoda principe Apostolorum Petro RomanaeEcclesiae traditum est et nunc usque cu-stoditur, in Omnibus debere observari, necsuperinduci aut induci aliquid, quod aucto-i'itatem non habeat, aut aliunde acciperevideatur exemplum; Ep. ad Deeent. Eu-gub.). Papst Yigilius (540 — 554) sodannschickte dem Bischof Profuturus vonEraga eine Abschrift des römischen Ka-nons , von welchem er bezeugt, dass erapostolischer Tradition und durch dasganze Jahr unverändert derselbe sei: or-dinem quoque precum in celebritate mis-sarum nullo nos tempore, nulla festivitate,significamus habere diversum, sed sempere odem tenore oblata Deo munera con-secrare. Nach Erwähnung der veränder-lichen Einlagen fährt Yigilius fort: qua-Pyopter et ipsius canonicae precis textumnireximus subter adiectum, quam DeoPropitio

ex apostolica traditione accepi-? Us - Et ut charitas tua cognoscat, qui-cns locis aliqua festivitatibus apta (dieVeränderlichen Theile) connectes, paschalismei preces (die ganze Ostermesse) similiter^diecimus (der Brief des Yigilius in denoueiliensammlungen bei Labbe Y 311;Uardoiiin JI 1429 ).

Endlich sei hier noch erwähnt, wieregor d. Gr. die Ungereimtheit, zuge-choben werden wollte, als habe die apo-^°hsehe Consecration in der Recitationes Vaterunsers bestanden, während Gre-p-° r das Abbeten desselben nach dema^i^.urgirt und damit begründet, dassso a ( l' e Apostel (nicht beim Yaterunser,nclern) beim Oblationsgebet consecrirt‘atten (Ep. a d Ioan. Syrac. IX 12; dazu4 ° n “ ers Probst a. a. 0. 356). Es ist nachtrisf , esa gicn und den angeführten pa-dip ISC - l0 . n Zeugnissen unzweifelhaft, dasssch ^ mische Kirche ihre genau fixirtebi g a a- Liturgie hatte, deren Existenzlieh - n f dlG a P°stolische Zeit hinan erweis-lasse 18 ^ • “^ ucdl die einzelnen Bestandtheile^ach 1 S 1 C l\ 1 Tle l' r oder weniger kenntlichStande 11 " I- a g’ e g° n sind wir nahezu ausserder •'iit’ t 0 ^schichte der Entwicklungdem xr es i n gottesdienstlichen Formen zuAüsml G f bUGh des 4 - und 5. Jahrh. mitauf dipo U u? d ® s -^-utEeils, welcher jedemz ukomm? Entwicklung influirenden Factor’ auch nur in allgemeinsten Um-

rissen zu bestimmen. Probst hat das Dank-sagungsgebet der alten L. auch bei denrömischen Schriftstellern, insbesondere beiClemens, Hippolyt und Novation nachgewie-sen; der seither entdeckte Schluss desclementinischen (ersten) Korintherbriefesenthält wol den grössten Theil diesesGebetes (cap. 59—61); wann und wie esaber sich in Praefation und Kanon derrömischen Liturgie umformte, ist so un-bekannt, wie die Redactoren des Kanonselber. Statt resultatloser Untersuchungenin dieser Richtung seien darum hier nureinige Merkmale angegeben, welche dasAlter des Kanon illustriren und uns dieGewissenhaftigkeit erkennen lassen, mitder die Ueberlieferung bewahrt wurde.

a) Die Aufzählung der Apostel, derConsecrationsbericht (elevatis oculis) undsogar die Consecrationsworte entsprechendem Texte der Evangelien nicht genau.Nach der Yerbreitung der letztem hätteaber gewiss Niemand mehr eine Aende-rung gegen sie gewagt. Darum sind Con-secrationsworte wie Apostelcatalog aus derältesten apostolischen Tradition bewahrt.

b) Die Reihenfolge der im Kanon er-wähnten Päpste ist nach der griechischen,durch Hegesipp und Irenaeus bezeugtenTradition festgesetzt, während die latei-nische Kirche seit Tertullian anders zählt,oder doch mindestens nicht mehr ein-stimmig ist.

c) Die Commemoration von Confessorenund Jungfrauen fehlt ganz, was bei Re-daction des Kanons nach Silvester gewissnicht mehr statt hätte.

d) Das Segensformular über Früchte vordem Pater noster ist beibelialten, obgleichdiese Segnung selbst durch den uraltenapostolischen Kanon 3 (und Papst Euty-chian 275—283) beschränkt wurde.

e) Zahlreiche eigenthümliclie Ausdrücke(vota sua statt preces, — communicanteset memoriam venerantes, — meritis pre-cibusque, — quam oblationem . . . ratio-nabilem — servi tui, sed et plebs tuasancta — hostia — dormiunt in somnopacis u. s. w.), welche mit offenbaren Allu-sionen an die Ausdrücke der ältesten Yä-ter auch auf die älteste Zeit mahnen.

Fragen wir nun nach den schrift-lichen Monumenten der römischenLiturgie, so wird für den Kanon eineälteste Recension in dem von Binterim(IY 3, S. 12 ff.) erwähnten vaticanischenCodex vorliegen, welcher ausser demselbendie jetzige Praefatio communis und eineIlomilie Leo’s d. Gr. enthält. Dieser Ka-non hat zweimal, beim ersten Mementound bei der Oration Supplices, Bitten fürden Celebranten selbst, die später weg-fielen, ausserdem besondere Gebete für