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Zweiter Band. I - Z.
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Liturgieen.

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den römischen, während die Ingressa (aberohne Psalm, Gloria Patri und Repetition)dem Introitus entspricht. Jetzt folgen,durch Dominus vobiscum eingeleitet, so-fort die Oratio super populum (Collecte),Gloria (ohne 'Wiederholung des Satzes:qui tollis peccata mundi, miserere nobis),und dann erst ein dreimaliges Kyrie elei-son. Immer durch Dominus vobiscum ein-geleitet , geschehen jetzt die Lesungen,drei an der Zahl: eine prophetische, zwi-schen ihr und der Epistel der Psalmellus(Graduale), nach dieser Alleluia, Yers undEvangelium, welches wieder mit dreimali-gem Kyrie geschlossen wird. Dem römi-schen Offertorium entspricht eine Anti-phona post Evangelium, worauf zwischenzwei Dominus vobiscum der Priester dasVolk mit Paeem habete grösst und AdDomino, zur Antwort erhält.

Eie Oblation beginnt mit einer derrömischen Liturgie fremden Oratio supersindonem, welche mit Collecte, Secretaund Postcommunion in Verbindung stehtund veränderlich ist. Jetzt bringen jejuyei Greise beiderlei Geschlechts, in weisse■Tücher gehüllt, Brod und Wein zum Altar.Eie Oblationsgebete des Priesters sind kür-? er , nur das Suscipe sancta Trinitas ist111 drei Orationen zerlegt, wovon die ersteund dritte sich auf den Celebranten, diezweite auf das Volk beziehen. Die Ilände-Waschung fehlt hier; ein Gesang, Offe-renda genannt, beschliesst die Oblation,Welcher das Credo nachfolgt.

Eer römischen Secreta entspricht dieuh'atio super oblata; die für jedes Pestesonders concipirte Praefation stimmt in,°rm und Anlage mit der römischen über-® m , ebenso der Kanon, mit Ausnahmeer Heiligenverzeichnisse. In jenem vorer Wandlung fehlen die Päpste Linusi; Cletus, während acht Mailänder Bei-ge eingestellt sind. Nach der Wandlungla 1 611 Matthias, Barnabas (Apostel Mai-w"b ^8 na Hus und Alexander nicht er-heb t’ aber Andreas und sechs weib-vo ■ 6 we ifer beigefügt. Unmittelbar

die TT“ ^ onsecra tion (qui pridie) findetGändewaschung statt. Nach Pamelitiaenim'' Eonsccrationsworte: hoc estf r - m eorpus meum, quod pro multis con-Und^ 6tUr — Eic est enim sanguis meus;»_ 80 e T nthiüt sie auch Ambrosiaster (De

Sa-wf 01 ) Eer Mailänder Bibliothekar

ältesf S Richtet nun freilich, selbst die!umscr ifd° enthielten die rö-uur ? ^ °Tmol; allein dies beweist dannzeiti» aSS p nan c ^ e überlieferte sehr früli-da der^ ? un ®* en der römischen verliess,erfand , ro ®i as ter seine Formel so wenigsehen n i s ‘ e ^ er Autor des Pamelius’-°dex fälschte. Die Brechung der

Hostie findet vor dem Pater noster stattmit den Worten: eorpus tuum frangitur,Christe, calix benedicitur. Sanguis tuussit nobis semper ad vitam et ad salvan-das animas, sowie einer mit dem Officiumwelchselnden Antiphon, welche Confracto-rium heisst.

Im dritten Theile der hl. Messe heisstdie Formel zum Friedenskusse: Offertevobis pacem, und die Antwort: Deo gra-tias. Das Agnus Dei wird vor der Com-munion nur in Seelenmessen gebetet, nachder Sumption aber mit der Doxologie alsDanksagungsvers dreimal wiederholt. DieGebete des Priesters vor der Sumptionsind dieselben, wie in der römischen Li-turgie ; die Communion wird mit der altenFormel ,Corpus Christi, R. Amen 1 ertheilt.Der Communio entspricht das Transito-rium; nach der Postcommunion kommtzum drittenmal ein dreifaches Kyrie elei-son. Für die Entlassung wird statt ,Itemissa est 1 gesagt: procedamus in pace.R. In nomine Christi. Das Uebrige stimmt,mit Ausnahme des eigenartigen Segens(benedicat vos divina maiestas Pater j etSpiritus sanctus f, R. Amen), mit derrömischen Liturgie überein.

Zur Litteratur (ausser den oben ge-nannten Schriften): Rationale caeremonia-rum Missae Ambros., Mediol. 1499 (beiPamelius). Das seit 1560 öfter gedruckteMissale Mediol. Beroldi Mediol. Ordo etCaeremoniale Missae Ambros, bei MuratoriAntiquit. Ital. medii aevi, t. IV. MabillonMus. Ital. I, pars 2.

Steigen wir von der Kirche des hl. Am-brosius über die Alpen, so treffen Avir inDeutschland, wie die umfassendenUntersuchungen Gevierts (Vetus Liturg.Aleman. S. Blas. 1776, und Monum. vet.Liturg. Alem. 1779) erwiesen haben, sicherdie römische Liturgie, in welcher der hl.Bonifatius geAviss eines der besten Mittelerkannte, die junge Pflanzung mit derMutterkirche zu verbinden. Anders aberim gallisch- fränkischen Lande. Dortherrscht der römische Ritus erst seit demEnde des 8. Jahrh., und es ist die GeAvaltder Karolinger geAvesen, die ihm sogründlich zum Sieg verliolfen hat, dassman der alten Liturgie Jahrhunderte langgar nicht mehr gedachte. Und doch Avirddie Verschiedenheit der römischen vonder Landes-Liturgie nicht nur von Gregord. Gr. bezeugt (Ep. XI 64: altera con-suetudo missarum est in Romana ecclesia,atque altera in Galliarum ecclesiis tene-tur), sondern es lässt sich dieselbe auchaus den Schriftstellern des Landes, Cae-sarius von Arles (f 542), Gregor von Tours(f 595), bis herab auf den Benedictiner-abt Ililduin (f 842) erweisen, der zum