Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Liturgieen.

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sionem peccatorum. Hostie und Kelchwerden erhoben, letzterer mit der Be-deckung (filiola oder amiculus genannt),heidemal antwortet das Volk: Amen. Wiein Gallien folgt auch hier die (sechste isi-dorische) Oration post pridie, nach Isidorals ,confirmatio sacramenti, ut oblatio,quae Deo offertur, sanctiflcata per Spiri-tum sanctum corpori Christi et sanguiniconfirmetur'. Die Benedictionsformel desrömischen Kanons: per quem haec omniaDomine semper bona etc., findet sich immozarabischen Ritus fast wörtlich. Nachderselben erhebt der Priester die Hostieüber den Kelch, dass sie vom Volk ge-sehen werden kann, und dieses begrüsst,vom Priester aufgefordert (fidem, quamcorde credimus, ore autem dicamus), dasbacrament mit dem Glaubensbekenntnissder zweiten allgemeinen Synode von Con-stantinopel, wie dies c. 2 der dritten tole-lanischen Synode (an. 589) vorschreibt.Nach dieser überaus sinnvollen Ceremoniemlgt der eigenartigste Act unserer Liturgie.Der Priester theilt die Hostie erst in zweiHälften, dann diese, die eine in fünf, dieandere in vier Theile, welche er kreuz-weise auf der Patene ordnet:

Grusse wird der Segen genau nach galli-canischer Weise ertheilt. Sofort singt derChor eine eucharistische Antiphon (Gu-state et videte, quoniam suavis est Do-minus), der Priester aber hält Partikel 8,die grösser ist als die anderen, über denKelch, gedenkt der Verstorbenen und ge-niesst unter kurzen Gebeten die hl. Ele-mente, nachdem er sie mit dem Lobspruchgegrüsst: ave in aevum sanctissima caroChristi in perpetuum summa dulcedo —ave in aevum coelestis potus, qui mihiante omnia et super omnia dulcis es.Schlussantiphon, Collecte, priesterlicherGruss, Entlassungsformel (Solemnia com-pleta sunt in nomine Domini nostri lesuChristi etc., oder: missa acta est in no-mine etc.) und Segen (In unitate Spiritussancti benedicat vos Pater et Filius. Amen)beenden die Liturgie.

Gewiss sind zahlreiche Bestandteile desmozarabischen Messbuches Zuthaten derJahrhunderte und besonders des CardinaisXimenes, aber neben der Anordnung desGanzen weisen verschiedene Eigenthüm-lichkeiten auf ein hohes Alter, z. B. dasFehlen des Kyrie, die Oblation aller An-wesenden , an welche noch eine Rubrik

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6. 2. 7.

3. 8.

4. 9.

Jedes Theilchen führt den Namen einesMysteriums, und zwar 1. corporatio (In-carnation), 2. nativitas, 3. circumcisio,• apparitio, 5. passio, G. mors, 7. resur-ectio, 8. gloria, 9. regnum. Eine Anti-Pnon begleitet die Handlung. Nicht min-e' 6r schreibt die Rubrik jetzt

* n „ Memento für die Lebenden vor, wor-r, , oer Priester mit einem variirendenebet die letzte von Isidor erwähnte undazig unveränderliche Oration, das Vater-,i Se L einleitet. Auch hier betheiligt sichdi<f indem es auf die Anrede und

mit 6 A Ste ’ f w °tte, dritte und fünfte Bittees' ’ A ? len ‘’ au f die vierte mit ,quia Deussun ^aecliste mit der siebenten re-' Die Abfolge der nächsten Theile,Wip°i- U1 t?’ .® e S cn und Communion, hat,le tägli c ] le Recitation des Vaterunsers,c vierte toletanische Synode (an. 633,römio v." festgesetzt. Nach einer demOraf Chen • ’^bera' inhaltlich verwandtenund p Wml Part ikel 9 mit einer OrientSancti 0n l verbindenden Formel (Sanctastid j 8 eoniunctio corporis Domini no-fibus unk- i sumentibus et potan-

Praestof 18 at ? veniam et defunctis fidelibuslegt. -K J ur v a d requiem) in den Kelch ge-V°s bpnor r“ e -. Ankündigung ,humiliatebenedmtiom' und dem priesterlichena'-Encykioprulie. II.

nebst einer Benedictio panis erinnert, dieUebergabe des Symbolums an die Kate-chumenen am Palmsonntag, die Form die-ses (apostolischen) sowie des in der Messerecitirten Glaubensbekenntnisses u. A.

Es ist keinem Unbefangenen mehr zwei-felhaft, dass unsere Liturgie weder ausder römischen entstanden, noch das Re-sultat der Vermengung einer einheimischenLiturgie mit der römischen sein kann. Sieist vielmehr, wie die gallicanische, diealte Liturgie des Landes, welche darumauch von Isidor keineswegs gemacht, wolaber von ihm allenthalben als vom ApostelPetrus herrührend (De offic. eccl. I 15)vorausgesetzt wird und die er mit Hülfeder vierten toletanischen Synode aufs Neueordnete. So einflussreich auch IsidorsThätigkeit auf die Liturgie war, die manspäter ihm geradezu zueignete, ihr Ur-heber ist er so wenig, wie Gelasius oderGregor Urheber des römischen Gottes-dienstes. Damit ist auch die Behauptung,in Spanien sei ursprünglich die römischeLiturgie beobachtet worden, hinfällig.Schon die Synode von Gerunda (an. 517,c. 1) will den Gottesdienst nach der Uebungder Metropolitankirche gehalten wissen undstellt die Feier der Rogationen, abwei-chend von Gallien und Italien, in diePfingstwoche. Dem widerspricht nun aller-dings c. 4 des zweiten Concils von Braga(an. 563), welcher den von Papst Vigiliusübersandten römischen Kanon allgemeinvorschreibt (placuit, ut eodem ordine

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