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Zweiter Band. I - Z.
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Luminare.

baste, von welchem es heisst: in summa j sie ihre Füsse in diese Vertiefungen ein-parte, ubi martyres iacebant, exiguum setzten.

ibramen apparuit ( Sozom. IX 2). j Wie die Luminarien heute für die neuen

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Als die Katakomben seit dem 9. Jahrh.nicht mehr besucht wurden, haben die Land-leute, welche über denselben ihre Aeckerund Weinbergehatten, durchhinabgeworfeneSteine, Erde etc.allmälig dieGrabkammernmit ihren Lumi-narien bis obenhin angefüllt;sie haben da-durch , ohne eszu wissen, derAlterthumsfor-schung einengrossen Dienstgeleistet, indemsie so die Plün-derung geradeder berühmte-sten Grabkapel-len im 17. und

18. Jahrh. verhinderten. Sehr interessantist die Schilderung de Bossi’s, wie er beider Wiederentdeckung des Grabes derhl. Caecilia durch das Ausgraben derdurch das L. hinabgeworfenen Erdmassenallmälig immer tiefer vordrang, zunächstauf der Wand hochoben ein zwischen zweiLämmern stehendesKreuz, dann drei Hei-ligenbilder entdeckteund endlich bei derweitern Ausgrabungder Kapelle das Bild-niss der Heiligen undebenda ihr Grab fand.

Von den Luminarienzu unterscheiden sinddie sog. Pozzi oderSchachte, durch welchedie Fossores die Erdeaus den neu angeleg-ten Gängen der Kata-komben an das Tages-licht förderten. Eineder interessantestenderartigen Anlagen fin-det sich im Coemete-rium der Domitilla;ein anderer, bedeutendengerer Pozzo im Ostrianum führt auseiner Grabkammer in das darüber lie-gende Arenarium hinauf; in seine Wändesind regelmässige Vertiefungen einge-hauen , mittelst deren die Fossores hin-ab- und hinaufsteigen konnten, indem

Fig. 192. Luminare.

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Fig. 193. Luminare (nach Marchi XXIX).

Ausgrabungen der ziemlich gewisse Finger-zeig sind, dass man sich bei einem be-rühmten Martyrergrabe befinde, so geben

sie auch hin-wiederum denGängen undKammern durchdas von obenherab einfal-lende Licht ei-nen ganz beson-dern Charakter.Den Effect, dendiese Beleuch-tung auf denWanderer indem unterirdi-schen Dunkelmacht, habenschon Hierony-mus und Pauli-nus geschildert.,Hier und dadringt ein wenigLicht von oben herein, eben genügend,die Schrecken der Dunkelheit auf einenAugenblick zu mildern. Aber nicht wiedurch ein Fenster, sondern nur wie durcheine Ritze scheint das Licht einzufallen;dann schreitet man wieder vorwärts, umsich abermals in Nachtbegraben zu finden 1(raro desuper lumenadmissum h orroremtemperat tenebrarum,ut non tarn fenestram,quam foramen demissiluminis putes: rursum-que pedetentium acce-ditur et cava noctiscircumdatis etc., Hie-ran. Tn Ezecli. c. 9). —

,Indem bei unserm

Vordringen das nächt-liche Dunkel in denIrrgängen dichter unddichter zu werdenscheint, öffnen sich vonZeit zu Zeit nach obendurch die Decke gege-bene Schachte, durchwelche das helle Tages-licht hereindringt. Ob-schon die Kammern undschmalen Strassen finster sind, findet dochmancher Sonnenstrahl seinen Weg durchdie durchgegrabenen Gewölbe hinab mden Schoss des Hügels. So geniesst manvon Stock zu Stock den Schein des Son-nenlichtes* :