Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Lustralis collatio — Luxus.

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inde ubi progressu facili nigrescere Visa estnox obscura, loci per specus ambiguum,occurrunt caesis immissa foramina tectis,quae iaciunt claror extra super radios...attamen occisi subter cava viscera noctiscrebra terebrato fornice lux penetrat.

Sic datur absentis per subterranea soliscernere fulgorem luminibusque frui.

(.Prudent. Perist. XI.)Vgl. R. S. III 423. DE WAAL.

LUSTRALIS COLLATIO (irpcqp.crreuTix&vypoaiov, ypujapvupov, Euagr. H. e. III 39),die alle fünf Jahre von sämmtlichen Han-del- und Gewerbetreibenden zu zahlendeSteuer, mir um poenorum (August.) — eineunerträgliche Last, wie Liban. Or. XIV.c. Flor. (II 427; vgl. Vales. zu Euagr.1. c.) sie nennt, traf natürlich auch dieniederen Kleriker; doch nahmen die Kaisersie davon allmälig gänzlich oder theilweiseaus, so Constantius Cod. Theod. üb.XVI. tit. 2 de ep. et der. leg. 8 u. 15;üb. XIII. tit. 1 de lustr. coli. leg. 11.Vgl. Cod. Theod. lih. XVI. tit. 2 de ep.et der. leg. 10 u. 36 u. s. f. Die Stellenhat Bingham II 240 f. gesammelt.

LUX, s. Licht.

LUXUS. Als das Christenthum in dieWelt eintrat, stand die materielle Cultur(ui römischen Reich in höchster Blüte undUi den höheren Klassen herrschte allent-halben Ueppigkeit und Verschwendung.Den Menschen, die keine Hoffnung hattenG Thess. 4, 12), galt der Genuss als Zieldos Lebens, und ihr hauptsächlichstes“Minen und Trachten ging darum dahin,S1 °h das irdische Dasein so schön undSonussreich als möglich zu machen. DasLhristenthum trat diesem Bestreben ent-£ e gen. Mit eindringlichen Worten wiess ,® in göttlicher Stifter die Menschen auf1111 ^ödhstes und einziges Ziel hin, und°ch bestimmter sprachen sich über diesenunkt die Apostel aus. Petrus fordertie Frauen auf, nicht das Haargeflechteer Gold und schöne Kleider, sondernGn verborgenen Menschen des Herzens als‘ chrnuck zu betrachten (I Petr. 3, 3), undauius, der I Tim. 2, 9 eine ähnliche Er-uhnung giebt, beklagt diejenigen, derender Bauch ist (Phil. 3, 19). Hochj 1 er on Ermahnungen begegnen wir injj r uaehapostolischen Zeit. Clemens Alex.soin Ser ^ uioht bloss gegen die zusuobT , * verbreitete Putz- und Schmu ck-»,.■ "(if Frauen und Männer im Allge-S en (P l ae<1 ^- m ’ c - 2- 3 >- sondern erda« eingehend auseinander, wie

Nahm 61 ^ 1 * 1 i Gn . es Christen in Bezug aufrichtm?^i ^GGdung und häusliche Ein-zug beschaffen sein solle (Paedag. II,

c. 1—4; c. 10—12), und er empfiehlt inallen diesen Dingen äusserste Einfachheitund Beschränkung auf das Nothwendigste.Auf Brauchbarkeit, nicht auf Schönheit,Pracht u. dgl. sei zu sehen; das Nützlichesei das Bessere, und das Geringere undWohlfeilere sei dem Theuren und Kostbarenvorzuziehen. Vgl. Tüb. Theo!. Quartalschr.1871, 446; 1876, 368. Diese Grundsätzedürfen im Wesentlichen als die des christ-lichen Alterthums überhaupt bezeichnetwerden, und zu ihrem richtigen Verständ-nis ist noch Folgendes beizufügen. Sosehr auch der L. missbilligt ward, so wurdeer doch nie im eigentlichen Sinne verboten,und es konnte das nicht geschehen, dasonst der Begriff des Eigenthums ange-tastet werden musste und dieser von denVätern stets respectirt wurde. Auf Grundvon Matth. 19, 2 und ähnlichen Stellenwurde allerdings die Hingabe der irdischenGüter und die Beschränkung auf dasAeusserste angerathen. Aber Besitz undReichthum werden anderseits an sich nichtfür sündhaft erklärt, Putz und Schmuckwerden in angemessenen Grenzen sogarausdrücklich zugestanden, wenn sie höhereInteressen zu fördern geeignet sind ( Clem.Alex. Paedag. III, c. 11. 57. ed. Potter.287 sq.), und nur die Losreissung desHerzens von den Gütern dieser Erde unddie Zügelung der Begierde wird verlangt(Clem. Alex. ib. c. 11. 53. p. 284; vgl. d.Art. Güter). Bloss einzelne Formen desL. wurden strenger beurteilt, und hierhergehörte insbesondere das gänzliche Ent-fernen des Barthaares (Clem. Al. Paedag.III, c. 3), das Schminken der Wangenund Bemalen der Augen (ib. III, c. 2. 5),das Tragen von Ohrringen (ib. c. 11. 56.p. 287), das Färben der Haare und dasTragen von fremden oder falschen Haaren(ib. c. 11. 63. p. 291), das Bekränzen desHauptes (ib. II, c. 8; Tertidl. De coron.).Man verwarf diese Arten von Putz undSchmuck, theils weil sie ein Unrecht gegeni die Natur oder den Schöpfer involvirten,

: gleichsam als wäre dessen Werk nichti genügend und als müsste es durch die; Hand des Menschen verbessert werden,theils weil sie meist bei sittlich anrüchigenPersonen gesehen wurden und im Dienstedes Lasters zu stehen schienen, theilsweil man ihnen, namentlich den letztem,einen religiös-heidnischen Charakter zu-erkannte. Die bezüglichen Grundsätzewurden zwar nicht allgemein befolgt und: wahrscheinlich aucli nicht von Allen für: richtig gehalten. Aber sie drangen im-i merhin so weit in das Leben ein, dassi auch die Heidenwelt davon Kenntniss nahm,, und die Entsagung, welche die Christen■ in dieser Beziehung übten, zog ihnen den