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Zweiter Band. I - Z.
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Maiestas Domini — Mandra.

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unsere Abb. Fig. 197) war 1851 eine zweitefjoena entdeckt worden, ebenfalls mit denInschriften AGAPE • MISCE • NOBIS —

IRENE • PORGE • CALDA (abgeb. Gar-rucci Tav. LVI 3 - 4 - 5 ; Bull. 1882, tav. IY;hier unsere Fig. 199). Beide Wandmale-reien charakterisiren sich durch ihre ganzeUmgebung u. s. f. als Werke der vorcon-stantinischen Zeit (Bull. 1882, 115 f.). ImJ. 1881 wurden die Ausgrabungen in dieserRegion wieder aufgenommen und weitereDarstellungen desselben Sujets blossgelegt.

Ein Bankett mit fünf Personen hat dieInschrift: AGAPE (LA CALDA, IRENEMISCE (Bull. 1868, tav. Y); ein anderes(ib. tav. YI) zeigt drei Gäste an der Tafel,vor welcher der Dreifuss mit einem Fischauf der Platte steht; der jugendliche Die-ner steht daneben, von den an den Eckendes Sigma sitzenden Dienerinnen ist nureine, welche den Becher darreicht, er-halten ; über der Scene stehen die In-schriften: AGAPE PORGE CALDA;

IREN e MISCE. Irene und agape sind aber j drücklichen Bezug auf die Eucharistie,Worte, welche auf Epitaphien manchmal j wofür auf die Artt. Eucharistie (I 437 ff.),angewendet werden, um den ewigen Frie- j Fisch (I 519) verwiesen sei. lieber dieden und die Seligkeit der Heiligen zu I Hochzeit zu Kana s. d. A. (II 92). Dazuwünschen; man findet inirene für in pace ,' Kraus R. S. 2 269 f. kraus.

aber auch mit ihm combinirt; so in der I „ , .

schönen Inschrift von Capua: CORPVS J MAIESTAS DOMIM, s. Rex gloriae.

AxinTiTcf m | MAIUMA (der Name ist aus dem syri-

r J ^ sehen ,maio‘,' Wasser, abgeleitet) war die

PACE (Mommsen C. I. L. X 4529). Agape Bezeichnung eines in der sinkenden Rö-v!??“ “«zeit sehr beliebten, lasciven Schau-

Tj-n, ^ -AGA -1 s pi e i s (meretrices nudae in aqua natantes),

p E (I«™. Papm 24 ); m einer ^ welches die Kirchenväter eifern

schnft von Praetextat: LICINIVS IYSTI- 1 tt™, Vtt ™ « 7i.

sehen sind, haben wir offenbar an diewunderbaren Brodvermehrungen des Evan-geliums zu denken als einen Typus derEucharistie (vgl. de Rossi Spie. Sol. III559). In den Banketten des Coem. ad duaslauros fehlt regelmässig das Brod; aberder allgemeine symbolische Charakter der-selben lässt de Rossi vermuthen (Bull.1882, 130), dass unter dem Fisch hiernur der IX0Y2, das Symbol Jesu, ohneBezugnahme auf die Eucharistie, gemeintsei, so dass der Sinn der Scene identischwäre mit den häufigen Acclamationen:ibjar)? Osch, vivas, vivatis in Deo, inChristo , refrigeres in pace Dei; die Gegen-wart des IX0Y2, von dem die Gäste ge-messen, ist die Quelle ihrer seligen Liebe(agape) und ihres Friedens (irene), wieein Epitaph (bei Marangoni Act. s. Yict.69) es ausdrückt: vivis in gloria Dei et inpace Domini nostri Christi.

Eine weitere Kategorie von Darstellun-gen der Mahlzeit ist die mit dem aus-

NAE || CONIYGI MERENTI

L

IN

AGP

( Chri/sost. Hom. VII in Matth, p. 71; ed.Francof. p. 85) und welches im 4. Jahrh.; seitens der kaiserlichen Regierung bald

„. D — 1 verboten, bald erlaubt wird, bis es nach

Eine von oldetti 371, Ma- achtmaliger Abänderung der betr. Bestim-mungen definitiv unter K. Arcadius unter-sagt wurde. Cod. Theodos. 1. XY. tit. 6de maiuma leg. 2. Ygl. dazu Gothofred.und Pagi zu Baron. Ann. 399, n. 5; Binq-ham YII 452 f.

ranqoni Act. s.Vict. 134, Passionei 118, 43publicirte Inschrift gab am Schluss stattin pace IN AGAPE, mit der Krone alsSinnbild der Herrlichkeit. Zu Rocca diPapa in der Casa Fondi, existirt eineInschrift SABINA IN AGAPE. Die Klei-dung unserer beiden Frauen (einfacheTunica, kein Schleier auf dem Kopfe)lässt an Jungfrauen, nicht an Matronendenken. Sie sind discumbentes, wie dieKinder der zu Tisch sitzenden Personenhohen Geschlechtes (pueri patrimi et ma-trimi) sich als geehrt ansahen, wenn sie

MAKKABiERFESTE, s. Feste I 500.

MALEREI, s. die Artt. Bilder, Bilder-verehrung, Biblische Darstellungen u. s. f.,auch Wandgemälde.

MALLEUS, s. Glockensurrogate I 553.

MANDRA (p.avopa, ovile, bei Theocrit.bei Tisch die Ihrigen bedienen durften. | Id. IV 61), Schafhürde, Viehstall. WieMan wird die stete Anwesenheit des j grex, congregatio von dem HirtenlebenFisches als Speise bemerken; sie ist aber ! hergenommen und auf geistliche Versamm-aucli auf andern als christlichen Scenen I lungen bezogen wurde, so auch der beiregelmässig (Garrucci Yetri 2 53; LeBlant Griechen und Römern nachgewiesene Aus

Gaz. archeol. 1880, 83). Hier kommt eraber auch combinirt mit dem Brod vor;

druck, mit welchem Einsiedelei, Zelle,Kloster bezeichnet wurde. Ygl. Augusti

wo eine Anzahl Körbe mit Broden zu Ildb. I 430 f.; Bingham III 4L