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Mandya — Mansionarius.
MANDYA (jxavöuac), ein nur den grie-chischen Bischöfen und Archimandriteneigener grosser und weiter Mantel vonverschiedenen Farben und Stoffen.
MANIPULUS, s. Kleidung, liturgische,II 194.
MAMA. Das (Exod. 16, 32) den Judenin der Wüste vom Himmel gesandte M.ist unzweifelhaft auf einem 1863 im Coe-meterium der hl. Cyriaca in Agro Yeranogefundenen Fresco dargestellt (de RossiBull. 1863, 76; s. uns. Abb. Fig. 200), wo
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Fig. 200. Mannaregen, Wandgemälde von S. Ciriaca.
abweichend von dem heiligen Text (a. a. 0.;Num. 11) das M. indessen nicht von derErde aufgelesen, sondern von den Israe-liten ehrfurchtsvoll mit den Kleidern auf-gefangen wird. In der Lünette über demArcosolium, welches diese Scene bietet,sind die klugen Jungfrauen dargestellt;ein Pendant, welchem Martigny 8 445 dieVermuthung nahelegt, dass hier ein eucha-ristischer Bezug, der Gedanke an die ge-heimnissvolle Speise, Welche das geistigeLeben der Jungfrauen erhält, anzunehmenist. Ausserdem glaubt Martigny a. a. O.dieselbe Scene auf mehreren bisher an-ders ausgelegten Bildwerken zu erkennen:zunächst auf den von Bottari tav. CLXIYund LYII (Garrucci Storia tav. XXIV,II 28) publicirten Fresken aus S. Pris-cilla und S. Domitilla ( Bottari: S. Callisto),wo einerseits Moses Wasser aus dem Fel-sen schlagend, ihm entsprechend eino aller-dings ähnlich gestaltete Person erscheint,welche auf vier bez. sieben mit rundenGegenständen gefüllte Körbe — den Go-mors mit dem M. ? — verweist. Bottarihatte in derselben Darstellung das Wun-der der ßrodvermehrung gesehen (II 23),Irombelli (De cultu SS. Diss. IX 241) andie Scene zwischen dem Patriarchen Jo-
seph und seinen ihn um Verzeihung bit-tenden Brüdern gedacht; ich meine Gar-rucci Recht geben zu müssen, welcherhier einen auf seine Volumina deutendenLehrer sieht. Nicht glücklicher ist Mar-tigny mit seiner Auslegung zweier Reliefsauf Marseiller Sarkophagen (Mittin Voyagedans le midi de la France, pl. XXXVIII 8 .LIX 8 ; Garrucci V 56, tav. CCCXXXII'),wo ich mit Garrucci das Wunder vonKana erkenne; Martigny mag hier wiebei den genannten Wandgemälden durchungenaue Zeichnungen getäuscht wordensein. kraus.
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MANSIONARIUS (aedituus), soviel alsGustos und ursprünglich wol identisch mitOstiarius (s. d. Art.); Paulin. Nol. Ep. 6:ipsius ordinatione in presbyteratu ordi-natus sum, fateor, invitus, non fastidioloci, nam testor ipsum, quia et ab aedituinomine et officio optavi sacram incipereservitutem. Damals zählten also die Aedi-tui noch zum Clericat. Sie wohnten inoder bei der ihrer Bewachung übergebe-nen Kirche und werden Kapapovapwi (Syu.j Const. sub Menna act. 5; VII. Syn. act. 7.c. 5; Petr. Diac. Gasin. Ilelat. de corpore[ s. Benedicti n. 2) und "poapovaptoi (Gone.
\ Chalced. c. 2; Leo Grammat. in Mich. Balbo459; Baisamon, ad Marci Patr. resp. 28;Ughelli Ital. sacr. VIII 421. 423) genannt.Der Paramonarius des Casinenser Klostersheisst Mansionarius bei Leo Ost. III 26.
! Nach Greg. M. Dial. III 24. 25 ist M. =Custos, beide sind Behüter der Kirche undheissen Excubitores bei Aldrevaldus Mirac.
; s. Bened. 1. M. erscheint übrigens lange\ vor Gregor schon in einer in damasischenCharakteren gemeisselten, also wol dem; 4. Jahrh. ungehörigen Inschrift bei Marinii (Papiri diplom. 301): LOCVS FAVSTINI| QVEM COMPARAVIT A IVLIO MAN-SIONARIO. Ueber die Functionen desM. und die Frage, ob er identisch sei mitdem griechischen Paramonarius, bestehteine Controverse. Der in can. 2 des Chal-■ cedonense erwähnte itapapovaptoj ist in deralten Uebersetzung des Dionysius Exiguus'mit M. wiedergegoben; Gregor d. Gr. nennt(Dial. III, c. 25) den M. Abundius zu-gleich custos ecclesiae und erklärt (Dial.I, c. 5) das Anziimlen der Lichter alsSache des M. Dagegen verstehen Neuereunter dem Paramonarius einen Verwalterdes kirchlichen Vermögens; Justd Bibi,iur. can. I 91 hält ihn für den villicuss. actor posscssionum, Bevereg für denrerum ecclesiasticarum administratorem,welcher Ansicht sich auch Gothofred, Cu-jacius, Suicer, Vossius anschliessen. OhneZweifel hat das Wort diese Bedeutungz. B. in der Vita s. Apollin. Syncleticao