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Zweiter Band. I - Z.
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Mansus ecclesiastieus — Mappa.

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tom. I. Ianuar. 259, an anderen Stellenmuss es als identisch mit Custos ange-sehen werden. Ygl. Bingham II 72 undDucanye i. v.

Verwandt mit, wenn nicht dasselbewie Aedituus und M., ist der Custosmartyrum oder der Martyrarius, dessenAnsehen zu Anfang des 4. Jahrh. nochsehr gross gewesen sein muss, da ihnPapst Sylvester über die Subdiakonenstellt: constituit ut si quis desideraret inecclesia militare, . . . ut esset prius ostia-rius, deinde lector et postea exorcista pertempora quae episcopus statuerit, deindeacolythus annis quinque, subdiaconus an-nis quinque, custos martyrum annis quin-que, presbyter annis tribus etc. et sic adordinem episcopatus ascendere. Ygl. Wei-teres I 341.

Der Prunus m. bekleidete in der römi-schen Kirche eine hohe Würde; er er-scheint im Ordo Born, als Custos domi-nicalis vestiarii, untergeordnete hiessenIuniores. Der vecixopoc, dem nach Paul.Silent, die Schlüssel der Sophienkirche an-vertraut waren, ist wol = Paramonarius.Vgl. de llossi R. S. III 524. 530 f. kraus.

MAJfSUS ECCLESIASTICUS ist der An-theil am (Gemeinde-) Acker, welcher derKirche selbst oder dem sie bedienendenGeistlichen sammt den nöthigen Hörigen,frei von allen Lasten, seit dem frühenMA. zuerkannt wird. Die classiselie De-finition ist die des Chron. Wormat. beiLudioig Iteliq. Mss. II 26 ex Glossa indecr.: mansus appellatur unde percipiturfrumentum et vinum ad eucharistiam con-secrandam. Vel mansum appellat dotemecclesiae, quia dos talis esse debet, utecclesiae possit inde sufficere et sustentariabsque servitio, et non debet ei dari portioonerosa. Ducange-Henschel IY 243 hatdie weiteren Beiege aus mittelalterlichenSchriftstellern beigebracht; aus dem christ-lichen Alterthum ist nichts Aehnlichesbekannt. kraus.

MAPPA (ein punisches Wort, ursprüng-lich a) ein Tuch, Stück Zeug zu verschie-denem Gebrauche, insbesondere b) dieServiette) kommt einmal in liturgischerHinsicht als Altarbedeckung in Betracht.Die ersten Christen, schon in apostolischerZeit, bedienten sich der Tische als Altäreund bedeckten diese nach jüdischer Sittemit einem Tischtuche. Die Altarbedeckungwurde schon in alter Zeit für so noth-wendig und wesentlich angesehen, dasseine Nudatio oder Denudatio altarium fürein schweres Verbrechen angesehen wurde.Vgl. Conc. Tötet. XIII (683), c. 7. Dieseerste Bedeckung, welche sich über den

ganzen Altar ausbreitete, hiess Palla oderM., dann Pallia, Palliae oder kurz Lin-teamina; erst über die M. oder Pallawurde das Corporale (s. d. Art. Palla)gelegt. Die ersteren hingen über die Al-täre herab und waren bisweilen sehr gross,so dass sich nach Vict. Vit. De persecut.Vand. I 12 die räuberischen VandalenHemden und Beinkleider davon machenlassen konnten. Der Stoff der Mappae oderPallae war Leinwand, und wenn BinterimDenkw. IV, 1, 135 schreibt, dass diesePallae oder Pallia auch von Seide oderanderm kostbarem Stoff sein konnten, soberuht dies auf einem Missverständniss dervon ihm angezogenen Stelle bei Gregor.Turon. Hist. Fr. VII 22, wo unter palliumsericum nicht die M. und nicht das Cor-porale, sondern die in der gallischen Kircheübliche Bedeckung des sacramentalen Bro-des und Kelches zu verstehen ist. Vgl.Germanus, episc. Par., Expos, missae beiMartern Anecdot. V 95. Der Name M.kommt übrigens bei den ältesten Kirchen-vätern sehr selten vor; statt M. (mappula)gebrauchen sie das Wort palla. Der Grundhierfür mag der sein, dass man von einemso ehrwürdigen Gegenstände die profaneVorstellung von einem gemeinen, gewöhn-lichen Tischtuch fernhalten wollte. Hierund da findet man den Gebrauch der M.als eine Anordnung der Päpste Sylvesterd. Hl. oder Bonifatius III erwähnt; aberbei dem historisch gesicherten hohen Alterdieses Gebrauches (,quis fidelium nescit,in peragendis mysteriis ipsa ligna [altaria]linteamine cooperiri?* Optat. Milev. Deschism. Donat. VI 1) kann jene Angabenur etwa die Bedeutung haben, dass diegenannten Päpste den traditionellen Ge-brauch der Mappae oder Pallae zu einemallgemeinen Kirchengesetze gemacht haben.

Auch in Bezug auf altchristliche Kunsthat die M. eine gewisse Bedeutung. Dieeinfache M. (die Serviette) der alten Rö-mer wurde allmälig mit Verzierungenmancherlei Art, z B. mit Purpureinfas-sung, versehen, und diese letztere warbisweilen so breit, dass die zusammen-gelegte M. einem ganz rothen Tuche zugleichen schien. Diese veränderte M. er-fuhr bald noch eine andere Bestimmung.Schon vor Nero wurde sie benützt, umdamit das Zeichen zum Beginn öffentlicherWettrennen zu geben {Enn. ap. Cic. Dedivin. I 48). Nero selbst bediente sichder nächstbesten M. und Hess, da er selbstsieh im Circus Maximus öffentlich zeigenwollte, durch einen Freigelassenen (daherMapparius genannt) das Zeichen zum Be-ginn des Spiels mittelst der M. geben;sonst geschah dies durch obrigkeitlichePersonen, den Consul oder Praetor, oder