Martvrerfeste.
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liic purpurantem corporisgaudet cruorem lambere.
Plerique vestem linteamstillante tingunt sanguine,tutamen ut sacrum suisdomi reservent posteris.
j talitia, Kalender). Audi die Predigten der' lxl. Yäter enthalten häufige Anspielungen,dass sie an dem Jahrestage des Todes; des Märtyrers gehalten wurden ( BinterimDenkw. V, 2, I 99 ff.). Die BedeutungS der Feier giebt der hl. Augustin (c. Faust.XX 21) an: ,populus christianus memoriasDiese Aeusserung des frommen Eifers ist ! martyrum religiosa solemnitate concelebrat,jedoch wol nur als Ausnahme zu betrach- j et ad excitandam imitationem, et ut me-ten und man hat nicht nöthig, mit Scogna- ritis eorum consocietur, atque orationibusmiglio (De phiala 61) eine besondere Ge-j adiuvetur; vgl. Ep. 29 ad Olymp.; De civ.wohnheit der spanischen Kirche anzuneh- Bei YIII 27; X 19; XXII 10. Die Feiermen; noch weniger kann man daraus mit! selbst bestand vor Allem in der Darbrin-Le Blant (La question du vase de sang, 1 gung des hl. Messopfers. Schon TertullianParis 1858) ein Argument hernehmen ge- (De coron. c. 3) bezeugt: ,oblationes progen das wirkliche Bestehen des mit den! defunctis pro natalitiis annua die faci-Anschauungen des Alterthums vollständig j mus‘, und der hl. Cyprian (Ep. 39, al. 34)übereinstimmenden Gebrauches, das ge- j schreibt bezüglich der lihl. Märtyrer Igna-sammelte Blut mit dem hl. Märtyrer zu j tius und Laurentius: ,sacrificia pro eis...begraben (Kraus Die Blutampullen 28—31;: offerimus, quoties martyrum passiones etdeRossi Bull. 1872, 13 sqq.; Boldetti Osserv.; dies anniversaria commemoratione cele-sopra i cimit. 392 sqq.). Wo manausnahms- i bramus.' Bei dieser hl. Messe wurde auchweise eine Beliquie des Märtyrers abgab,! eine Lobrede auf den Heiligen gehalten,mochte man diese eher von dem aufge-. selbst wenn mehrere solcher Feste in Einefangenen Blute als von den Gebeinen neh- ! Woche fielen ( Chrysost . Horn. 40 in luv.),men; darauf deuten der sanguis gypso j wie wir aus zahlreichen Predigten dercollectus in der oben angeführten Stelle i hl. Yäter sehen, und die Gläubigen em-des hl. Gaudentius und die nicht nur im j pfingen die hl. Communion ( Chrysost . Hom.Orient ( Basil. Hom. in XL mart.), sondern ; 59 de martyr. und Hom. 62). Das hl. Mess-auch im Abendlande erwähnten getrennten i opfer wurde natürlich nicht dem Märtyrer,Blutpartikeln ( Sirmond . Opp. od. Yenet. j sondern Gott dargebracht: ,sed quod of-I 141; Paulin. Nol. Poem. 25) hin. Diejfertur, offertur Deo, qui martyres coro-
Nachriclit des hl. Paulinus in dem Lebendes hl. Ambrosius: ,visum sanguinem mar-tyris [Nazarii] ita recentem, quasi eo dietuisset effusus', beweist, dass man dasautgefangene Blut auch fleissig in Ge-fässen m das Grab des Märtyrers setzte.S. d. Art. Phialae cruentae.
HEUSER.
MARTYRERFESTE. Der Todestag.derMärtyrer wurde als ihr Geburtstag für daswahre, ewige Leben von der Kirche seitden ersten Zeiten feierlich begangen. Soheisst es schon in dem Berichte aus demJ. 155 über das Martyrium des lil. Polycarp(c. 18): wir feiern ,xr;v xoü papTupfou auzoZfjpipav feveöXiov‘. Wenn auch zuweilen ihrFest an dem Tage der Uebertragung ihrerReliquien gefeiert wurde, so bildete diesdoch die Ausnahme ( Muratori De ss. mart.natal. gegen Pagi Critic. in Ann. Baron.ad a. 67, n. 23), die z. B. bei den imJ. 178 gemarterten hhl. Epipodius undAlexander ausdrücklich bemerkt wird(Ruinart Act. mart. ed. Hatisb. 122, n. 7).Daher auch die Sorgfalt, mit welcher mansich bemühte, (len Todestag der Märtyrergenau zu constatiren, ,ut eorum com-
navit, apud memorias eorum, quos coro-navit, ut ex ipsorum locorum admonitionemaior adfectus exsurgat ad acuendam ca-ritatem, et in illos, quos imitari possumus,et in illum, quo adiuvante possumus' (Aug.Contr. Faust. XX 21). Bei dieser Feierwurden, wenigstens in Africa (Aug. Serm.287. 322; Cod. Afric. c. 46), Gallien undSpanien, und zwar vor der Epistel ( Ma-billon De cursu Gallic. 403 sqq.), die Mar-tyreracten öffentlich verlesen (woher viel-leicht der Name Legenda für die Lebens-beschreibung der Heiligen entstanden ist);die Lobrede folgte dieser Yerlesung. Inder römischen Kirche dagegen wurden,wenigstens zur Zeit des Papstes Gelasius,dieselben zwar anerkannt, aber nach alterGewohnheit aus ,Vorsicht nicht gelesen,weil man die Namen der Verfasser nichtweiss, einzelne auch von Häretikern ver-* aS ^Tj- n( ' Un< ^ s * e bei ^ en Ungläubigenund Idioten Anstoss erregen würden' (Ge-lasii Decr. de libr. recip. 496; s. lief eieConc.-Gesch. II 597 ff.). Mabillon (1. c.n. 10) und Ruinart (Act. mart. praef. n. 5)glauben, dass die Aeusserung des Gela-sius hauptsächlich auf die Gewohnheit des
memorationem inter memorias martyrum j Lateran sich beziehe. Nach dem vom Car-celebrare possimus' ( Cypr. Ep. 37), und ! dinal Tommasi herausgegebenen Ordo Ro-die damit zusammenhängende Anlage der j manus wurden die Passiones sanctorumKirchenkalender (s. d. Artt. Natalis, Na-! vel gesta ipsorum usque ad Hadriani tem-
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