Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Matroneum.

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Architettura 42) hat nachgewiesen, dass j waren-zuweilen auch von kostbarem Mar-schon in den grösseren der Katakomben -1 mor, so in der Basilic^ des hl. Clemens

kapellen, z. B. in einer im CoemeteriumS. Agnese, die aus dem 2. Jahrli. stammt,die Geschlechter getrennte Plätze hatten.Ein besonderes Cubiculum für den Bischofund das Presbyterium und daranstossendein grösseres, für die Männer bestimmt,befinden sich auf der einen Seite einerIlauptgallorie, ein anderes dagegen aufder gegenüberliegenden Seite, mit eigenerTreppe und eigenem Eingang versehen,für die Frauen. De Rossi (B. S. II 297)

zu Rom, erbaut unter Papst Siricius (deRossi Bull. 1870, 148). Im Pontificalbucliwird das M. mehrmals erwähnt: PapstSymmachus erbaute ein solches in derBasilika des hl. Paulus, P. Gregor IY ads. Mariam trans Tiberim (presbyteriumconstruxit, cui ex septentrionali plaga la-pidibus circumseptum matroneum adpo-suit). In der Sophienkirche und wol invielen Kirchen des Orients ( Gregor. Naz.Somn. de templo Anastas.) waren für die

hat im Coemeterium Callisti ähnliche Ein- Frauen eigene Emporhallen (o-sptöa, so

laria, porticus superiores) eingebaut (Evagr.Hist. IY 31; Paul. Silent. Descript. s. So-phiae I, v. 256). Diese Räume heissen

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Fig. 210. Bronce-Lampe (früher Coli. Basilewski, jetztSt. Petersburg).

richtungen aus dem 3. Jahrli. vorgefun-den. Die Constit. apost. (3. Jahrli.) spre-chen von der Trennung, wie von einerbereits herkömmlichen Sache: ai fWMxe; iy.syiopiapevui; y.at auxcut xahs£Eohtoaav (II 57),!und ebenso (ib.) von der Bewachung der;besonderen Eingänge: oi psv nuXcopol efexdc sia66oot xcöv dvopüiv tpuXdaaovxsj auxd?, jat 6 e Sidxovoi di xac x<üv yuvaixuiv. Aehn- ilieh ib. YIII 20. Solcher Absonderung der !

Geschlechter thun Erwähnung Cyrill vonJerusalem (praefat. in Catecli. YIII), Au-gustinus (De civ. Dei II 28, XXII 8). ,DieFrauen sollen in der Kirche einen eigenen,den Männern unzugänglichen Platz haben*,heisst es in Gan. s. Ilippolyti 17. Paulinus, auch zuweilen xaxy|yoüpsva oder Catechu-der Diakon und Notar des hl. Ambrosius, menia, nicht weil dort die Katecliumenenerwähnt (Yita Ambr.) die Frauenabthei- j sich einfan-lung (partem mulierum) der Kirche von , den, sondernSirmium. Socrates (I 17) lobt Constantins weil daselbstMutter Helena, weil sie sich der kirch-j die Frauenliehen Ordnung so sehr gefügt, dass sie dem Gesängein der Frauenabtheilung mit den anderen der Priestergebetet habe (<bc xal auvsoysaflai Iv xöi xcöv und Sängeryovatxüiv xclypaxi). In den Basiliken ober zuhorchtender Erde befand sich das M. im linken (Ducange C.

Schiffe, also in den orientirten Kirchen, in Paul. Si-die im Abendlande Regel waren ( Constit. lent.). Auchapost. II 57), auf der Nordseite. Die vor- an anderendersten Plätze, dem Bema zunächst, waren ! Plätzen fandden gottgeweihten Jungfrauen Vorbehalten j sich das M.

(Orig. Tract. in Matth. 26; Ambros. Ad | in einzelnenvirg. laps. 6). Zur Zeit des Chrysostomus j Fällen, wennhatte es die sinkende Zucht nöthig er- j die gegebe-scheinen lassen, das Frauenschiff durch nen Räumehölzerne Scheidewände vom Männerschiff; eine Abwei-abzusehliessen (oavi'at Siaxetytaat), aber nicht chung vonlange vor ihm waren solche eingeführt I der Regel er-worden (axouu> x<üv ~pEjßux£po>v, Sri xö not- 1 heischten. So• a m Ta ^ Ta TerysTa, Chrys. Hom.' befandsicliin

in Matth. 74). Auch in deutschen Kirchen j der Basiliealanden sich diese Scheidewände: in Castra Liberiana,

Quintana, Fabiana, Cucullae, wie aus wieder her-mehreren Stellen des Kugippius ziemlich gestellt vonklar horvorgeht, z. B.: tune ianitor eccle- Sixtus III imsiae septa (die Scheidewände, nicht Kir- 5.Jahrli.,daschenstiihle, wie Einige gemeint haben) M. hinter derS j CU r>^ 0 P or l us * ;raus (Vit. s. Severin, c. 16,od. Kerschbaitm 39). Diese Scheidewände i dem bischöf-

Fig. 217. Grundriss der alten Basilika

von S. Cosma e Damiano (de Rossi

Bull. 18C7, 61 f.).