Medaillen.
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Bull. 1869, 45, tav. IY) und in ihrer Ein-fachheit auch aus dem 6. oder 7. Jahrh.sein könnte. In anderen wurde auf derRückseite ein Bildniss eingravirt, so in derArt. Amulet Fig. 32 abgebildeten Medaille(de Rossi 1. c. tav. YI). Auf einer andern(de Rossi Bull. 1. c. tav. VII) trägt die
Vorderseite das Monogramm die
Rückseite den Namen VINANTII. EineMedaille des Mus. Kircher hat den Namender Person, für welche sie bestimmt war,unter dem Monogramm auf der Vorderseite:
I
P/
N, also: in Christo Leo. Der Name
LEO
oder das Bild des Trägers ist also inallen diesen M. in Beziehung gebracht zuden Monogrammen und ist ein Ausdruckdes Vorsatzes und der Mahnung, nach demGesetze Christi zu leben. Denselben Sinnhaben die Acclamationen SECVNDINE VI-VAS, ZOSIME VIVAS, SVCCESSA VI-VAS; sie sind ein Ausdruck des Wunschesund der Ermahnung des Gebers dieserZeichen des christlichen Glaubens an denEmpfänger: denn in diesen christlichenDenkmälern ist dies ,vivas‘ stets zu ergän-zen : in Deo oder in Christo. Die erstereAcclamation befand sich auf einer nichtmehr auffindbaren Medaille des Mus. Bor-gern. zu Velletri, neben dem Bilde des mitder Rechten auf seinen Stab sich stützen-den, mit der Linken die Hirtenpfeife hal-tenden guten Hirten, zu dessen Füssender Hund zu ihm aufsah, zu beiden Seitenstanden die Schafe. Die Rückseite trugdie Brustbilder der beiden Apostelfürsten j
unter dem ymit den Inschriften: PE-!
TR VS PAVLVS. Die Worte ZOSIME VI- iVAS trägt eine Medaille (de Rossi 1. c. 1tav. IV), welche auf der einen Seite das ,Bild des guten Hirten, auf der andern die Iim 4. und 5. Jahrh. so häufige Darstellung !Christi auf dem Berge zeigt, wie er den 1beiden Apostel-fürstenden Auf-trag, das Evan-gelium zu ver-kündigen, giebtund dem hl. Pe-trus , welcherdas monogram-matische Kreuzauf der Schulterträgt, die Rolledes Gesetzesüberreicht (le-gem dat, s. deReal-Encyklopadie. II.
Rossi Bull. 1868, 40); darüber finden sichdie Worte: ZOSIME VIVAS, eine Er-mahnung an den Empfänger der Medaille,nach dem Gesetze des Evangeliums treuzu leben. SVCCESSA VIVAS tragen beideSeiten der im Art. Laurentius II 286,Fig. 175, abgebildeten Medaille (de Rossi1. c. tav. VIII). Das Original in Broncebefand sich im 17. Jahrh. im Besitzedes Cardinais Franc. Barberini (Nachweisbei de Rossi 1. c. 34) und ist jetzt ver-loren. Sie wurde 1636 zu Rom in einerKatakombe gefunden. Glücklicher Weisehat sich in dem christlichen Museum desVaticans ein damals gemachter Bleiabdruck
D
erhalten. Die Form des Monogramms -
weist ebenso wie die Acclamation und dieDarstellungen auf das 4. Jahrh., spätestensauf das 5. Jahrh. hin. Die Vorderseitezeigt das Martyrium des hl. Laurentius,die Rückseite dessen Grab mit den ,can-celli ex argento purissimo 1 , mit welchenConstantin d. Gr., der auch ,argenteis clu-sam sigillis passionem ipsius* daran an-bringen liess, dasselbe zierte (Lib. pontif.in Silvestro § 34); wahrscheinlich ist dieDarstellung auf unserer Medaille eine Co-pie jener Passio. Die Medaille zeigt diesesilbernen Gitter zwischen spiralförmigenSäulen. Da Sixtus III im J. 432 Porphyr-säulen dort anbringen liess (Lib. pontif.in Xysto III, § 4), die nie spiralförmigsind, so ist die Medaille vor dieses Jahrzu setzen. Vor dem Grabe steht einePerson mit brennender Kerze, ein Ritus,wie er noch jetzt gebräuchlich ist, wennJemand sich Gott weiht (z. B. bei derTaufe, der Ordination, der Gelübdeable-gung) : ohne Zweifel ist es Successa selbstund die Medaille für sie angefertigt wor-den als Erinnerung an den Tag, wo siesich Gott an dem Grabe des hl. Märtyrersweihte. Nach der Zeichnung erscheintdiese Figur eher als eine männliche, undes wäre dann an den Vater der Successazu denken; aber es ist dies nach der Ver-muthung de Rossi’s 1. c. 51 ein Fehler des
Zeichners derAbbildung beiVettori Dissert.philol. qua non-nulla monim. s.vetust. ex mus.Vict.depromptaillustr., Romae1731, wo dieseMedaille zuerstveröffentlichtwurde. Jetzt istdieselbe so oxy-dirt, dass mati25
Fig. 219. Medaille.