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Medaillen.
kaum noch Spuren der Figuren sieht. Naheverwandt mit dieser Medaille ist eine an-dere aus derselben Zeit, von de Bossi (1. c.tav. Y) zuerst publicirte (s. uns. Fig. 219).Dieselbe zeigt auf der einen Seite einenVater, der einen Kelch darbringt, mit sei-nem kleinen Sohn, auf der andern dasOpfer Abrahams, und ist eine Erinnerungdaran, dass Rusticus seinen Sohn Gau-dentianus Gott und dem hl. Laurentiusgeweiht hatte. Wir haben dieselbe bereitsin dem Art. Abraham (I 51) näher be-schrieben. Eine andere (de Bossi Bull.1. c. tav. III) ist nur auf einer Seite gra-virt und zeigt ebenfalls das Opfer Abra-hams; die vorhergehende macht wahrschein-lich, dass auch sie ein Erinnerungszeichenan eine ähnliche Oblation eines Kindes war.
Ein Zeichen nicht nur des christlichenGlaubens, sondern auch einer besondern iVerehrung zu bestimmten römischen Mär-tyrern ist ivol die bei de Bossi 1. c. tav. II |abgebildete. Sie zeigt auf der einen Seite;zwei Figuren, darunter eine weibliche, jauf der andern drei; über den beiden er- j
sten steht das Monogramm welches j
die Medaille der Zeit nach Constantin zu-weist. Höchst wahrscheinlich ist hier einezu Rom sehr verehrte Martyrerfamilie dar-gestellt, nämlich die hl. Felicitas mit ihrenvier Söhnen; auf der VOrderseite Felicitasund Silvanus, die zusammen im Coemete-rium des Maximus an der Via Salaria, aufder Rückseite Martialis, Vitalis und Ale-xander, welche ebenfalls zusammen imCoemeterium lordanorum an derselbenStrasse begraben wurden.
Dem 5. oder spätestens 6. Jahrh. ge-hört auch eine Bleimedaille von roher Ar-beit an, welche Graf Tyszkiewicz zu Romerwarb und dem christlichen Museum dervaticanisclien Bibliothek schenkte (de BossiBull. 1871, 150—153, tav. IX 2 ). Aehnlichwie in den Mosaiken derselben Zeit er-scheint hier Christus mit Nimbus, die eineHand wie redend erhoben, in der Linkenein Buch, zwischen den Palmen des himm-lischen Gartens; auf einer der letzterensitzt ein Phönix, das Bild der Unsterblich-keit; der Rand ist mit einem Lorbeerkranzumgeben. Die andere Seite enthält das
Monogramm
de Bossi Bull. 1869, tav. IX und X; 44,tav. V abgebildete M. gehören dieser Klassean. Die beiden ersten finden sich, wiealle auf jener Tavola, in dem christlichenMuseum der vaticanisclien Bibliothek, diedritte besass im 16. Jahrh. Pasqualini, siekam dann ins Mus. Kircher (MarangoniStoria del S. S. 227) und ist jetzt ver-schwunden. Alle drei zeigen auf der Rück-seite die hl. drei Könige, dem Jesuskindauf dem Schosse seiner Mutter ihre Gabendarbringend. In der des Pasqualini, welchenach einer Zeichnung des 17. Jahrh. vonde Bossi (1. c. 44 n. 5) veröffentlicht wurde,hat nur der Erlöser den Nimbus: dies,sowie die beiden Vögel am untern Endedeuten auf das 5. oder 6. Jahrh., dagegender kreuzförmige Nimbus des Brustbildesdes Erlösers auf der Vorderseite auf dieEinflüsse der byzantinischen Kunst, alsoauf den Anfang des 6. Jahrh. Neben die-sem Brustbilde steht: EMMANVHL. Ganzirrthümlich hat man diese Medaille wegendieses Brustbildes den Münzen des Johan-nes Tzimisces (969—976) angereiht. Sieheden Nachweis bei de Bossi 1. c. 52—54.Auf der vaticanisclien Medaille bei de Bossi1. c. tav. IX sieht man auf der Rückseitebei der Anbetung der hl. drei Könige überdem Jesuskinde, welches den Nimbus hat,
ein geradliniges Kreuz
-. Auf der
D
In diese Zeit und zu
diesen M. gehört auch wol eine rundeBronce mit Ring zum Anhängen, welcheeine Laubverzierung in Form eines Kreu-zes zeigt; dieselbe wurde zu Chiusi ge-funden (de Bossi Bull. 1881, 81).
HI. M. mit Spuren der byzanti-nischen Kunstrichtung. Drei von
Vorderseite erscheint in Brustbild mit Nim-bus Christus am gestirnten Himmel übereinem ornamentalen Kreuze, zwei zu des-sen Seiten stehende Heilige krönend. DieHeiligen tragen ebenfalls ein Kreuz aufder Schulter: neben dem grossen Kreuzesteht A und H, hinter dem Heiligen zurLinken ein Kind, eine brennende Kerzeauf einem Leuchter tragend. Die Seitensind, wie vielfach in den Mosaiken derAbsiden, durch Vela abgeschlossen. DasKind mit der brennenden Kerze zeigt,dass wir auch hier ein Erinnerungszeicheneiner Oblatio an Gott und zwei Heiligehaben. Vielleicht sind die dargestelltenHeiligen die hl. Märtyrer Trimus und Fe-licianus, welche Papst Theodor I 645 vonNomentum nach Rom transferirte: dasMosaik der Absis der Kirche des hl. Ste-phanus auf dem Coelius, welches jenerPapst damals unfertigen Hess, erinnert inseiner Composition, namentlich im Mittel-stücke, an unsere Medaille (Ciampini Vet.mon. II 111, tab. XXXII); diese gehörtjedenfalls dem 6. oder 7. Jahrh. an. Aufder Medaille bei de Bossi 1. c. tav. X er-scheint auf der Rückseite bei der Anbe-tung der hl. drei Königo auch Maria mitdem Nimbus: hinter ihrem Sessel stehteine Palme. Auf der Vorderseite steht