Medusenhaupt — Meer.
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Christus auf einem Schemel, in der Rech-ten ein grosses Kreuz, in der Linken einBuch, zu jeder Seite ein Engel, auch mitNimbus, ähnlich wie in dem 545 ausge-führten Mosaik in S. Michele zu Ravenna{Ciampini Yet. mon. II 63, tab. XVII).Die Composition wird an beiden Seiten miteiner Palme abgeschlossen. Auf Vorder-und Rückseite erscheinen zu unterst, aucheine Nachahmung der Absismosaiken, zweiHirsche an einer Quelle, welche dem my-stischen Berge entspringt, ihren Durstlöschend. Diese Medaille ist auch nichtspäter als das 7. Jahrh. Ueber eine Me-daille von elliptischer Form mit der Auf-schrift SCS PAVLVS und dessen Brust-bild ohne Nimbus s. de Rossi Bull. 1. c. 44n. 7 und 56, welcher ihr Alter dahinge-stellt sein lässt.
IV. Zweck und Gebrauch dieserM.Schon aus dem Gesagten und aus denDarstellungen besonders auf den M. derSuccessa, des Gaudentianus und der ausRer dritten Periode, wo ebenfalls ein Kindmit brennender Kerze erscheint, ergiebtsich, dass es hier nicht um allgemeineAndachtszeichen der Erinnerung an denSchutz Gottes und die Fürbitte der Hei-ligen sich handelt, wie in den anderenEnkolpien, sondern bei manchen, wennnicht bei allen, um Zeichen besondererAufopferung und Weihe an Gott vor einemberühmten Ileiligthum eines Märtyrers,•oder wenigstens um ein Andenken des beidp 1 ' hl. Taufe abgelegten feierlichen Ge-löbnisses. Es haben diese M. also eineähnliche Bedeutung wie die, welche mangegenwärtig bei der Aufnahme in eineBruderschaft oder beim Besuche einesWallfahrtsortes sich geben lässt, und soist es auch hier die Archäologie, welcheuns einen Gebrauch der Gegenwart bis indie ältesten Zeiten des Christenthums ver-folgen lässt, obgleich wir bei den Schrift-stellern nichts davon finden. Das einzigealte Zeugniss, welches wenigstens eineAndeutung über diese Bedeutung einzelnerEnkolpien enthält, ist ein Bericht aus demLeben der hl. Genofeva von Paris (Act.SS. 1. Xan. 143 ). Als diese Heilige vordp m hh Germanus von Auxerre das Ge-lübde, sich Gott in immerwährender Keusch-heit zu weihen, abgelegt hatte, hing dieserihr eine Broncemünze, auf welcher einKreuz geprägt war, um den Hals, ,quasiquoddam pignus religiosi muneris atqueut perforatus collo eius inhaereret indixit“.Ueber die Bedeutung dieser Thatsacheschreibt Stephanus Tornacensis Ep. 161:,nummum aorcum titulo crucis insignemdominus Antissiodorensis Germanus in si-gnum sponsalitiorum cum Christo locoarcharum collo eius (Genofevae) suspen-
| dit‘. Bezüglich der dem Neugetauftenj gegebenen Medaille oder Münze sprichtJ Zeno von Verona (lib. I, tr. XIY 4; lib. II,
I tr. XXXV und XLII) von einem Stipen-dium , denarius, aureum, triplicis numis-j matis unione signatum; quem (denarium)
! qui libens acceperit, acceptumque nonspreverit, sed in labore usque ad ultimumperducaverit, inaestimabiles divitias possi-debit‘. Welches auch der Sinn des dunkelnAusdruckes ,triplicis numismatis unionesignatum 1 sei, welchen de Rossi Bull. 1. c.57 von einer Darstellung der drei göttlichenTugenden verstehen möchte (vgl. MaffeiOsserv. Lett. t. VI 221; Ällegranza Opus-coli 138 ; MaHigny Art. Poisson; Triangle);jedenfalls beweist diese Stelle den Ge-brauch eines solchen Erinnerungszeichens,mit welchem man vielleicht die in Ordinesi des 12. Jahrh. erwähnte Gabe kleinerMünzen, welche der Papst den Neugetauf-ten schenkte, in Beziehung setzen könnte.Von den bis jetzt bekannten M. ist keine,auf die der Ausdruck des hl. Zeno wört-lich passte. Gleichwol liegt es nahe, sieauch als Andenken an die hl. Taufe zubetrachten, in welcher der Getaufte sichGott weiht, dem Teufel widersagt unddurch den Glauben und die Gnaden desSacramentes ein Kind Gottes wird. Dergute Hirte, das von Christus dem hl. Pe-trus gegebene Gesetz, die Hirsche an derQuelle, die auf das Leben in Christus be-züglichen Acclamationen passen alle aufden Eintritt des Ungläubigen in die HeerdeChristi und die Uebernahme des christli-chen Gesetzes durch die Taufe. lieberTaufgeschenke, sei es an den Täufling,sei es von diesem an seine Pathen u. s. w.,vgl. Greg. Naz. Orat. VIII 25, die Lampemit der Inschrift DOMINVS LEGEM DATYALERIO SEYERO EYTROPI VIVASim Museum zu Florenz ( de. Rossi Bull.1867, 27) und das geschliffene Glas mitder Taufe der ALBAwa im Monte dellaGiustizia zu Rom gefunden (de Rossi Bull.1876, 7—15; 54—57); über geprägte odergegossene mittelalterliche Andachtsmedail-len de Rossi Bull. 1869, 58.
Ueber M., welche Tliieren angehängtwurden, vgl. d. Art. Thiere. hkuser.
MEBUSENHA UPT, s. Mythologie derchristlichen Kunst.
MEER, das rothe. Die Rettung undj Befreiung des jüdischen Volkes durch| Moses, und der Untergang des Pharao; und seines Heeres in den zusammensclila-: genden Fluthen des rotlien Meeres ist auf| christlichen Gemälden nicht dargestellt(worden; der einfache Charakter der alt-' christlichen Malerei fand wol Schwierig-
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