Meer.
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ein blinder, schwacher Greis von einemMann und einem Jünglinge, wol seinemSohne und Enkel, gestützt und fortgeführtwird. Während endlich auf den meistenDarstellungen der Untergang der Aegypterden grossem Theil der Bildfläche ein-nimmt, erscheint auf zwei Sarkophagender Zug der Israeliten und der Wachtel-fang als die Hauptsache, und da erinnernin letzterer Beziehung die am Boden dieVögel auffangenden Knaben lebhaft andie auf heidnischem Bildwerk so oft wie-derkehrende Scene, wo Putti die Kampf-hähne gegen einander loslassen. Der Manna-regen kommt auf keiner der Darstellungenvor; überhaupt findet er sich nur ein ein-ziges Mal, auf einem Wandgemälde imCoemeterium der Cyriaca, abgebildet.
Neben der historischen Bedeutung hattedie Darstellung des Durchgangs durch dasr. M., der Untergang Pharao’s und dieFührung des israelitischen Volkes in derWüste auch ihre allegorische Bedeutung.Der Apostel Paulus hatte sie schon inseinem ersten Korintherbriefe (10, 2) ge-geben für die Taufe: ,omnes in Moysebaptizati sunt in nube et in mari‘. DieseBeziehung auf die Taufe ist denn auchdiejenige, welche von den Vätern am häu-figsten betont wird: ,per mare transitusbaptismus est‘, sagt Augustinus (Serm. 352). jDie daran sich anschliessende Speisungdes auserwählten Volkes durch die vomHimmel gesendete Nahrung und den Trank,der ihm aus dem Felsen wunderbar er-öffnet wurde, war dann der Hinweis aufdie Eucharistie, die geistige Nahrung inder Wüste dieses Lebens für diejenigen,welche durch die Taufe aus der Knecht-schaft Satans befreit sind. Denn in derKettung aus der Botmässigkeit Pharao’serkannten die Christen den Hinweis aufihre Erlösung aus der Gewalt Satans;Pharao symbolisirte ihnen den bösen Feind,welcher den Christen auf dem Wege desHeiles aufzuhalten sucht (vgl. Gregor. Nyss.Horn. 3 in Cant.; Chrysostomus Ilom. adneophyt.; Augustinus Serm. 90 de temp.u. a.). [Dass aber der Gegenstand als einBild des Ausgangs des Christen aus die-sem Leben aufzufassen, hat Le Blant Sar-coph. d’Arles XXX 51 aus der betreffen-den Formel des Sacramentar. Gelasian.nachgewiesen. K. |
Nicht auf dem Triumphbogen von MariaH <a ögi°re, wie Martigny mit Unrecht be-hauptet (Martigny scheint das Bild in derzweitenKeihe rechts zu meinen. Eine andere,ebenso unrichtige Deutung geben von die-ser Scene Garrucci und ältere Erklärer. Es [ist nicht die Disputation im Tempel, sondernvielmehr die in den Apokryphen so reich'ausgemalte Ankunft Christi und seiner!
Eltern in Aegypten, wo sie von den Be-’wohnern des Landes freundlich empfangenund begrüsst werden. An der Spitze derihnen entgegenkommenden Sehaar stehtdas Oberhaupt der Stadt, durch reicheGewandung und Stirnband ausgezeichnet;neben ihm steht ein Mann im Philosophen-kleide, beide miteinander die Macht unddie Weisheit Aegyptens sinnbildend [ Gar-
rucci tav. CCXIV]), sondern unter denwahrscheinlich zur Zeit des Papstes Libe-rius ausgeführten Seitenbildern daselbst istder Durchgang durch das r. M. in einemMosaik in einer sehr lebhaften Scene zurDarstellung gelangt. Aus den Thoren einerStadt sprengt die ägyptische Reiterei her-an; andere Krieger stürzen in die Wogendes Meeres, dessen Oberfläche mit Schil-