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Melchisedech.
dern der schon ertrunkenen Feinde be-deckt ist. Pharao selber, den Schild inder Linken, ringt mit den Fluthen. Aufdem andern Ufer aber steht Moses, mitdem Stabe die Wasser berührend; an ihnschliesst sich die unzählige Menge desVolkes an, Kopf an Kopf; übrigens fehlendie besonderen Details, die wir auf dieserSeite bei den Sculpturen der Sarkophagebeobachtet haben. Die nächstfolgendenMosaikbilder zeigen den Waehtelfang unddie Tränkung des Volkes aus dem Felsen;auch hier fehlt der Mannaregen. — [Ueberdie in Arles und Metz befindlichen Dar-stellungen des Sujet auf Sarkophagens. Le Blant Sarcoph. d’Arles 16. 50. 51.54. 56. 57 und den Art. Maria, SchwesterMosis. K.] DE WAAL.
MELCHISEDECH. Das Opfer Melchise-dechs findet sich in den Mosaiken Sixtus’ IIIin Maria Maggiore (443), in denen von
ein Velum herabhängt, ein Anzeichen desvon M. vollbrachten Opfers. In dem Mo-saik in S. Vitale zu Ravenna (CiampiniV. M. II 70—72, tab. XXI) steht M. (ohneAbraham), die Hände erhoben, vor einemAltar, auf welchem man einen Kelch undBrod erblickt. Dass der priesterliche Cha-rakter Melchisedechs und der vorbildlicheOpfercharakter seiner Handlung ausge-drückt werden soll, zeigt auch seine Klei-dung: er trägt das Pallium, nicht wie beiden alten Darstellungen der Prophetenund der Apostel auf der Schulter, sondernwie bei denen der Bischöfe und Priester(Garrucci Storia lib. IV, c. IV 277), nachWeise des jetzigen Pluviale, auf der Brustzusammengefaltet. Einen fernem Beweis,dass diese Scene auf das eucharistischeOpfer des Neuen Bundes bezogen wird,giebt dieses Mosaik zu Ravenna dadurch,dass M. gegenüber an der andern Seitedes Altars Abel (s. d. Art. Abel), ebenfalls
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Fig. 221. Mosaik aus S. Vitale in Ravenna (Ciampini Vet. Mon. II, tab. XXII).
S. Vitale in Ravenna (547) und in der zuWien befindlichen illustrirten Genesis ausdem 5. Jalirh. dargestellt. In Maria Mag-giore (Ciampini V. M. I 212, tab. L *; Gar-rucci Storia vol. IV, tav. CCXIV) kommtM. Abraham entgegen (I Mos. 14, 18—20),den mit Broden gefüllten Korb in beidenHänden haltend, während das Gefäss mitWein neben ihm steht. In den Wolkenerblickt man Gott, der die geöffnete rechteHand hinabstreckt, zum Zeichen, dass erdas Opfer annimmt. In dem Bilde derWiener Handschrift der Genesis (Garrucci1. c. tav. CXIII) kommt M. ebenfalls Abra-ham entgegen, das Brod in der Rechtenoder vielmehr in den Brustfalten des Pal-liums, das Gefäss mit dem Wein in derLinken tragend. Abraham nimmt demü-thig niedergebeugt mit verhüllten Händen,zum Ausdruck der Ehrfurcht, die Opfer-gaben an. Dass Opfergaben, die Gottschon dargebracht sind, ausgedrückt wer-den sollen, zeigt der Altar mit seinem aufvier Säulen stehenden Ciborium, von dem
die Hände zum Himmel erhebend, darge-stellt ist, wie ja auch in dem Kanon derhl. Messe das Opfer ,pueri tui iusti AbePund dasjenige, ,quod tibi obtulit summussacerdos tuus Melchisedech“, mit dem hl.Messopfer in Beziehung gebracht worden.Die typische Bedeutung des Opfers Mel-chisedechs findet sich auch bei den Väternausgesprochen. ,In sacerdote Melchisedechsaerificium Domini praefiguratum vide-mus... Qui ordo utique hic est de sacri-ficio illo veniens et inde descendens, quodMelchisedech sacerdos Dei summi fuit,quod panem et vinum obtulit, quod Abra-ham benedixit. Nam quis magis sacer-dos Dei summi, quam I). N. Iesus Chri-stus, qui saerificium Deo I’atri obtulit, etobtulit hoc idem, quod Melchisedech ob-tulerat, i. e. panem et vinum, suum sci-licet corpus et sanguinem“ ( Cypr. Ep. 65ad Caecilium). ,Melchisedech ... qui tunein typo Christi panem et vinum obtulitet mysterium christianum in Salvatorissanguine et corpore dedicavit“ ( Hieron . Ep.