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Mensis paschalis —-.Metropolit.
Fig, 222. Eucliaristisches Messer, ehemals in Vercelli (Allegranzal.
TORI ■ FILIO • DVLCISSIMO • QVI . VI-XIT ■ ANN • XYIII • M • Viri • FABIA •SECVNDA • CONTRA ■ YOTVM • MEN-SAM • POSVIT ■ B . M.
M. heisst zuweilen auch der Ort derMarterung’, z. B. zu Carthago M. Cy-priani , weilhier nachherzur Erinne-rung eine M.errichtet wur-de : ,non quiaibi est un-quam Cypria-
nus epulatus, sed quia ibi est immolatus'(Äug. Serm. de divers. 113, 2 u. a.; auchEnarr. in Ps. 38, 80; Serm. de temp. 237).Die Begriffe Confessio und M. gehen hieroffenbar sehr in einander über.
MEJfSIS PASCHALIS, gleich mensis pri-mus, itpiÖTo; p/qv, Euseb. H. e. YII 32 undoft bei den Osterscribenten, s. Constit ap.V 13 (|xqv irpfijTOC, St iati Savffixoc = apri-lis). Macar. Hom. 5; Epiphan. Haeres.LX 5. 11. Ygl. Ideler Chronol. 11.227.326 f.
Yindelic. 1761, 310 f.). Die Abbildung,welche Allegranza a. a. 0. tab. III gab,zeigt ein ziemlich grosses M. von eigen-thümlicher Bildung der Klinge (vgl. unsereAbb. Fig. 222); der in Myrtenholz ge-schnittene Stiel weist ländliche Arbeiten
auf, vielleichtmit Bezug-nahme aufdie Bereitungder euchari-stischen Ele-mente; um denStiel standendie Verse: + NVLLYS ME POSCATQVOD PARYI SYM BENE (Frova las:sumere ) POSCAT, und: -f PESTIS POS-CENTI FIAM FELIX RETINENTI. DieDarstellungen auf dem Stiel lassen andas christliche Alterthum denken; dieVerse erlauben einen Schluss auf das 10.oder 11. Jalirh. Leider ist das Monument,wie ich mich in Vercelli selbst über-zeugte , spurlos verschwunden und Nie-mand weiss über seinen Verbleib Nach-
richt zu geben.
KRAUS.
MEXSURJiA DIVISIO, bei Cypr. Ep. 28,al. 34 die monatlich statthabende Verthei-lung der Oblationen an die Kleriker, vonwelcher der Bischof zur Strafe gewisseGeistliche ausscliliesst: eine Censur, dieunserer heutigen Suspensio a beneficio gleich-kommt. Ygl. Bingham II 264.
MESSE, s. Liturgie.
MESSGEWÄNDER, s. Kleidung, litur-gische.
MESSER, eucharistisches, cultereucharisticus, diente in der alten Kirche,ähnlich der Aoy/q der Griechen (s. d. Art.Lanze), um das auf der Mensa diaconica{Cabasut. Notit. concil. Diss. XI, § 1) de-ponirte Brod nach der Benediction zutheilen, bezw. die für die Consecrationbestimmten Partikeln abzutrennen. Viel-leicht wurden die Partikeln schon vor derConsecration mit dem M. halb zerschnitten,so dass sie nach der Consecration leichtgebrochen und vertheilt werden konnten.
Ein solcher Culter eucharisticus wurdeim vorigen Jahrhundert noch in Vercelliin der Kirche S. Andrea bewahrt. Alle-granza (Opusc. 35 f.) sagt darüber: ,exstathodie culter noster Vercellis inter veteressanctorum Reliquias, in sacrario suorumcanonicorum regularium s. Andreae. 1 Schonvor ihm hatte der Abbate Frova in einemSchreiben an Euseb. Amort über das merk-würdige Denkmal berichtet (der Brief istabgedruckt in Amort Deductio crit. inven. Thom. Kempens. Imit. Christi, Aug.
METANOIA, s. Busse I 179.
METROPOLIT. Die Metropolitanverfas-sung der Kirche erscheint auf der Synodevon Nicaea c. 4—6 als eine von Altersher bestehende Ordnung und ihre Spurenlassen sich auch an der Hand von anderenZeugnissen in eine frühere Zeit zurück-verfolgen. Die Synode von Elvira c. 58spricht von einer ,prima cathedra 1 und dieDonatisten rechtfertigten ihr Verhaltengegenüber Caecilian damit, dass der Pri-mas von Numidien nicht zu dessen Ordi-nation eingeladen worden sei {Aug. Brev.coli. III 16, n. 29). Athanasius (De sent.Dion. c. 5) spricht seinem Vorgänger Dio-nysius die Obsorge über die Pentapolisund Libyen zu, und ebenso erscheint Cy-prian mit dem Vorrang vor den übrigenafricanischen Bischöfen ausgestattet. Aelm-licli finden wir im 2. Jalirh. Irenaeus ander Spitze der gallischen '{Euseb. II. e. V23, 3), Philipp von Gortyna an der Spitzeder cretensischen (ib. IV 23, 6), Polykratesvon Ephesus an der Spitze der asiatischenBischöfe (ib. V 24, 1). TJsser De orig,episc. et metrop.; Beveredige Cod. can.vind. VI 5, n. 12; Binterim Denkw. I, 2,431; 3, 272 u. A. führen die Verfassungauf apostolische Anordnung zurück undsicherlich haben dio Apostel zu ihr we-nigstens den Grund gelegt, da z. B. PaulusII Kor. 1, 1 und Gal. 1, 2 die Gläubigender Provinzen Aehaia und Galatien alsein zusammengehöriges Ganzes behandelt.Paulus hielt sich ferner, wie die ange-