Milites Christi.
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wo die auf dem Rücken der Lämmer ste-henden Mulctrae selbst mit dem Nimbusumgeben sind. Daher erhalten nun auchjene auf christlichen Sarkophagen so häu-figen Darstellungen, wo der Hirt seineSchafe oder Ziegen melkt, eine tiefereBedeutung; die Christen sahen darin mehr,als blosse Scenen aus dem Hirtenleben,ihnen waren sie sakramentale Bilder: dieEucharistie war das Unterpfand der Auf-erstehung und des ewigen Lebens.
In den Martyrerlegenden wird uns wie-derholt berichtet, dass aus der Todes-wunde statt Blut M. geflossen sei. Daserwähnt schon Tom Apostel Paulus derhl. Chrysostomus (sanguinem, lactis specie,in eius qui te percussit, tunica apparen-tem); Aehnliches wird uns von der hl. Ka-tharina, der Märtyrin Aquilina von Biblos,dem hl. Antiochus von Sebaste (15. Juli),der hl. Martina (30. Jan.), dem hl. Victor(14. Mai) u. A. berichtet (vgl. auch Pru-dentius Peristeph. X 700). Die nächst-liegende Erklärung dieser Legenden dürftenach dem Obigen wol darin liegen, dassman auch das Blut des Märtyrers, wiedas eucharistische Blut, mit dem Worte,M.‘ bezeichnete, woraus dann späteresMissverständnis wirkliche M. gemacht hat.
Es sei noch erwähnt, dass Clemens Alex.(Paedag. I 6, p. 128) die M. als Symbolder Reinigung auffasst. Das ist viel-leicht eine heidnische Reminiseenz, indemman an dem Reinigungsfeste der Luper-ealien zwei Jünglinge an der Stirne mitdem Blute der Opferziegen benetzte unddann mit Wolle, die in M. getaucht war,das Blut wieder abwischte, worauf sielachen mussten (Marquardt Hdb. d. R.-A.,Gottesd. IV 403). Vgl. zu Milchgefäss d.Art. Mulctra. de waai..
MILITES CHRISTI. Da die Christen zukämpfen haben gegen das Böse, mag eskommen aus dem eigenen Innern, von derAussenwelt oder von bösen Geistern, soverglichen sie sich gern mit Wettkämpfernoder mit dem Militär. ,Arbeite, wie einwackerer Kriegsmann Christi 4 (II Tim.2, 3; vgl. I Kor. 9, 24; I Tim. 1, 18;
wickelt finden wir sie bei den Vätern seitdem 2. Jahrh., so zwar, dass man daseucharistische Blut die M. des Lammes,die selige, die göttliche M. nannte, sie alsdie süsse Molke bezeichnete, die der guteHirt zu trinken giebt und die man mit ge-kreuzten Händen geniesst (Acta s. Perpet.).
Daher nennt Clemens Alex. (Paedag. I 6)die Christen YotXaxxocpafot, weil das ,Wort‘allegorisch ,M.‘ genannt werden könne.
Um noch einige weitere Stellen anzufüh-ren, so sagt der hl. Zeno (De duob. signisII 45): agnus vestram nuditatem vellerissui niveo candore vestivit (Taufkleid), quisuum lac beatum vagitu hiantibus vestrislabris indulgenter infundit. v Apxov auxipupoaEVspov afiov Cwoirotov yp'.xxoü J(Üp.a ’jvdj-p.Evov, d~o xrje p-oa-car]« TtaXiv xpaTtE£r]£ Xa-ßovxsc itoxrjpiov Sslov TTETrXripop.svov IttoxiCovY aXaxxoc ( Sophron. De mirac. ss. Cyr. etIoan.; Garrucci Vetri 2. ed. 62). Selbstdie doppelte Form, als flüssig und als ge-ronnen, unter welcher die M. sowol Trankals Speise ist, wurde beachtet, und wieBrod und M., so erscheinen nun auchumgekehrt Käse und Wein als Bezeich-nungen für die Eucharistie ( Ambros. Desacrif. V 3, wo er die Stelle des Hohen-liedes 5, 1: ,bibi vinum meum cum lactemeo‘ auf das hl. Mahl deutet; Vision derhl. Perpetua: ,vidi hominem in habitu pa.storis oves mulgentem ... et de caseoquod mulgebat dedit mihi quasi buccel-lam‘). War M. Symbol des hl. Blutes, sowar damit das M. -G e f ä s s Sinnbild desOpferkelches, was denn auch Theodor vonMopsuestia mit aller Deutlichkeit aus-spricht (Garrucci a. a. 0.).
Indem sich nun aus dieser Anschauungder alten Kirche eine Reihe von alten Bil-dern und Darstellungen erklärt, empfängtdamit der altchristliche eucharistischeBildercyklus eine bedeutsame Vermehrung.
Die älteste dieser Darstellungen dürfte woldie im Coemeterium Lucinae sein: aufeinem Altar, neben welchem wir zweiLämmer erblicken, steht das Milchgefässmit dem angelehnten Hirtenstabe {de RossiR. S. I 348). Kaum weniger alt sind die
Darstellungen im Coemeterium Domitillao, , , . 0 _. -- „, ^ .......
wo neben dem Widder, dem Symbole Apoc. 2, 17 u. s. w.). Dieser Kampf istChristi, die Mulctra am Hirtenstabe hängt kein körperlicher. ,Wir kämpfen nicht{Martigmy Dict. 20). Die Tafel LXXIXMJnach dem Fleische; [auch] sind die Waf-bei Garrucci Storia dell’ arte crist. zeigt fen unseres Kampfes nicht fleischlich 1 'uns in den vier Ecken eines Decken- (II Kor. 10, 3). Schon von den Vätern
gemäldes vier Lämmer mit einer nachArt des Nimbus sich um den Kopf legen-den Laubranke, auf ihrem Rücken aberdas Milchgefäss, wie ähnlich auf anderen
wurde er darum ,pugna spiritualis 1 ge-nannt {Cyrill. Alex. Horn. 15 u. 18; NilusPeristeria seu de virtut. etc. sect. X). ,FürChristus, für Gott dienen 1 war sehr häufig
Darstellungen das Lamm das aufgerichtete j der technische Ausdruck für ,Christ sein 1 .
Kreuz auf seinem Rücken trägt. Nochbedeutsamer ist die Darstellung im Coe-meterium der hhl. Petrus und Marcellinus,
,Iesu Christo regi aeterno milito\ sagteder Märtyrer Marcellus zum Praeses For-i tunatus (Act. s. Marc., bei Ruinart 343,