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Zweiter Band. I - Z.
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Missa ad corpus — Mitatorium.

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I 87; Hist. Franc. VIII 7 etc.) auch von 1 Landstrassen errichtete Herberge, ein Quar-der Anwohnung der Laien. Zweifelhaft j tier für diejenigen, welche in Amtsgeschäf-sind bei demselben Autor (De glor. mart.; ten eine Reise unternehmen mussten, ver-151; De mirac. s. Mart. I 12) die Aus- j standen hatte. Es lässt sich hier ein Zu-drücke M. revocare und M. revocata. Nach I sammenhang mit den römischen MetatoresMabillon sind sie identisch mit M. cele- j erkennen; diese waren ursprünglich einbrare und M. celebrata. Vielleicht soll j militärisches Detachement, welches einerauch die mehrmalige Darbringung resp.! Armee vorausging und bequeme Lager-Anhörung des Opfers an demselben Tage plätze aufzusuchen und abzustecken hatte

hervorgehoben werden. Ducange l. v.;Bona Rer. liturg. lib. I 1. schill.

MISSA AD CORPUS (celebrata). In derZeit der Verfolgung wurde unterschiedenzwischen der Missa publica und derjenigenad corpus. Die letztere, welche in denunterirdischen Cubicula über den Gräbernder Märtyrer gefeiert wurde, war in ge-wisser Weise privata, insofern nur einesehr kleine Zahl von Andächtigen bei-wohnen konnte. Bei ausgebrochener Ver-folgung wird sie ja, durch Gruppirungder Anwesenden in den benachbarten Cor-ridoren, eine grössere Frequenz gehabthaben; sie kann aber nicht als die Regelgelten: als letztere müssen wir die überder Erde gefeierte Messe anselien; vgl.d. Art. Basilika. Dazu de Rosst Bull. 1864,42 f.; II. S. III 493 f.

MISSALE, s. Sacramentarium.

(castra metari); später aber erscheinen dieMetatores als Beamte (Fouriere), welcheden Kaisern, angesehenen Magistratsper-sonen etc. auf ihren Reisen voraneiltenund Quartiere bestellten (Dufresne Gloss.i. v. metator). Daraus entwickelt sich fürM. der Begriff eines Ruheortes, und dieseAuffassung findet eine gewisse Bestätigungdurch Anastas. Bibi. Lib. pontif. in vitaGregor. IV. Hier heisst es: ,fecit etiamiuxta acolythi pro quiete Pontificis, ubipost örationes matutinales vel inissarumofficia eius valeant membra soporari, ho-spitium parvum, sed honeste constructum,et picturis decoravit eximiis. 1 Diese Er-klärung kann auch geltend bleiben, wennman M., Metatorium als eine eorrupteSchreibweise für Mutatorium annimmt. Indiesem Falle kommt das Mutatorium Pon-tificis dem Mutatorium Caesaris gleich;dieses Gebäude diente u. A. auch als Er-! holungsort für die Kaiser (Fr. Albertini

ap. Pitisc. Lexic. antiq. Rom.). Das Mu-MITATORIUM erscheint im christlichen tatorium Caesaris wird aber auch für einenAlterthum als eine Abtheilung eines der Ort gehalten, in welchem die Kaiser, wennkirchlichen Nebengebäude (exedrae, , sie in den Krieg zogen, die Toga mit demSpat). Der Name pu-atdipiov kommt bei j Sagum wechselten (Pitisc. 1. c.), und diesTheodor. Lect. (Anfang des 6. Jahrh.) Hist.: harmonirt mit der Meinung derjenigen,lib. II vor: ,oi Im'ßouXoi Eotpr)p.t'ou xivl u~o- i welche, statt M. und Metatorium das Mu-bspEvot, -rcapsjxeuaaav sp/irpoafkv xou p.ixa-1 tatorium für die richtige Lesart haltend,xeoptou ijtcfoc y.ax’ auxoü ''upviTiaat xat y.xxa i das letztere im Sinne von Vestiarium,xyjc Y.z<pxkr i i Eu'fTjiJ.öju opprjaai. 1 Die Ricli- j dmoSuxVjpiov, Camera paramentorum als dentigkeit der Schreibweise M. angenommen, Ort erklären, an welchem einerseits derbleibt die Etymologie des Wortes im Dun- Bischof und seine Kleriker die Cultkleiderkein. Viel zu künstlich und gezwungen an- und auszogen und die Umkleidungist der etymologische Versuch des J. Goar (vestium mutatio) Vornahmen, anderseitsin seinen Anmerkungen zum griechischen j die kirchlichen Gewänder aufbewahrt wur-Euchologium, wonach ptxaxdiptov von piv- den. Vgl. Philostorg. Hist. eccl. VII 3;

a °c. mensa, abzuleiten und eine Corruptionvon ptvaaxcupiov wäre. Goar fasst dann dasP-waa-uuptov als ein Gemach in der Nähedes Altares auf, wo Tische mit Brod undWein zur Erfrischung der ermüdeten Can-tores aufgestellt gewesen wären. DieserAnsicht schloss sich auch "Suicer Thesaur.eccles. s. v. pexarcopiov seu puxaxcupiov an;nur wollte er die Tische nicht für Speisen,sondern für Kirchengeräthschaften be-stimmt wissen. Zu einem annehmbarenResultate gelangt Dufresne Comment. inPaul. Silent. 595. Dieser nimmt M. = me-tatorium und leitet letzteres von metatum(psxctxov) ab, worunter man in der spätem crotarium neben den Kirchen,römischen Zeit eine an den öffentlichen Secretaria.

Bingham Origin. eccl. III 267; BinterimDenkw. IV, 1, 143; Augusti Denkw. XI402. Diese letztere Erklärung von M. undMetatorium wird denn auch heutzutagefür die richtigste gehalten. Dass übri-gens der Umkleidungsort für Bischof undKleriker zu Ende des lang andauerndenGottesdienstes ein passender Ort zumAusruhen war, bedarf keines weiternNachweises. Das M. (Mutatorium) bil-dete neben dem Salutatorium s. Recep-torium, dem Diaconicum magnum, demGazophylaeium s. Sceuophylacium und derDocania eine Abtheilung des grossen Se-

S. d. Art.krüi.i,.