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Zweiter Band. I - Z.
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Mitra — Mönchthum.

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zweierlei Art: entweder ist er dargestelltin der Höhle, umgeben von den letzt-genannten symbolischen Thier- und Men-schengestalten, oder er ist dargestellt, wieer das Stieropfer vollbringt als Genius mitzwei langen Flügeln (so auf drei Terra-cotten im Mus. Kircherianum), oder, washäufiger ist, als Jüngling in orientalischerTracht. Er stösst dem Stiere das Messervon oben hinter das Schulterblatt; einHund, eine Schlange und ein Scorpionvermehren die Qualen des Stieres. Dasschönste Exemplar dieser Darstellungsartdürfte die Gruppe aus buntem Marmor imMuseum des Vatican sein (Sala degli ani-mali). Vgl. sonst noch Orig. Contra Cels.VI 21; Chrysost. Hom. 2 in Matth, c. 2;Porphyr. De abst. IV 367; Apul. Metam.XI 23; Pauly Real-Encykl. Art. Mithras,und Creuzer Symbolik. kellxek.

MITRA, s. II 211.

MITRELLA aurea, ein goldener odervergoldeter Kopfschmuck der gottgeweih-ten Jungfrauen, dessen Optat. Mil. ContraParmen. lib. VI, c. 96 gedenkt; vielleichthat des Eusebius (De mart. Palaest. c. 9:Ttapfiavia? 5-ep.paxi v.al aurf) xsxoap.EVT|) Aeusse-rung Bezug auf denselben Schmuck, wennman seine Worte nicht in übertragenemSinne auffassen will. Vgl. Bingham III104 f.

MODIUS, das Mass, der Scheffel,das römische Getreidemass, welches 16Sextarii zählte und den sechsten Theileines griechischen Medimnus ausmachte.Schon II 59 ist das Vorkommen diesesMasses auf christlichen Grabsteinen ver-merkt und das Epi-taph des VITALISPISTOR erwähntworden. Ein ande-res Beispiel hat Bol-detti (p. 371; vgl.unsere Fig. 223) aufdem Grabstein desGORGONIVS, einFi«. 223. Modtus vou dem < lrittes u ’ ld sehr be-

Grabflteiii des Gorgonius K&nntGS blötct JjUpi

(Boidetti 371). (Sev. Epit. 51, tav.

VIII') in dem Epi-taph des MAXIMINVS QV || I VIXITANNOS XXIII ]| AM IC VS OMNIVM (s.Fig. 224). Lupi und ihm folgend Martignysind sehr geneigt, in diesen Darstellungeneine Beziehung auf das volle ausgepressteMass des Evangeliums (Luc. 6, 28) zusehen; die in dem Scheffel liegenden Kör-ner hätten einen Bezug auf Joh. 12, 24;und gerade das Herauswachsen der Aehrenaus dem Mass auf dem letztgenannten Steindeute auf eine symbolische Beziehung, für

Real-Encyklopüdie. II.

die man sich auch auf das (missverstan-dene) Vorkommen des M. über dem Kopfeheidnischer Gottheiten als Symbol der

Fig. 224. Grabstein (nach Lupi Ep. Sev. 51.tab. Vni).

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Abundanz, frugum abundantia (PierhisHieroglyph. 406), und auf eine Darstel-lung Josephs des Patriarchen beruft, wodieser gleichfalls über seinem Haupte eineArt Scheffelmass als Anzeichen des überAegypten gebrachten Segens hat ( Mura -tori Rer. Ital. SS. II 215). Ich kann gleich-wol mich nicht entschliessen, in den be-regten Darstellungen auf Epitaphien einensymbolischen Bezug zu finden und sehein ihnen einfach die Andeutung des Be-rufs des Verstorbenen.

Ein M. war auch das in seiner Arteinzige Broncegefäss aus der Gegend vonBenfeld, welches 1870 mit der Strass-burger Bibliothek zu Grunde ging unddessen Inschrift lautete: SEPTIMIVST1IEODOLVS CORRECTOR VENETIAEET ISTRIAE EXACVor (vgl. Le BlautInscr. ehret, de la Gaule I. n. 350, pl. 244),ein Beispiel mehr dafür, dass auch reinprofane Gegenstände mit dem MonogrammChristi geschmückt wurden. kraus.

MÖNCHTHUM. Die Worte des gött-lichen Heilandes und der Apostel über dieVollkommenheit bestimmten von Anfangan viele Christen, der Enthaltsamkeit undanderen Entsagungen sich zu widmen.Schon lustin (Apol. I 15), Athenagoras(Legat, c. 33), Minutius Felix (Octav. c. 31)und Origenes (Contra Cels. VII 48) kennenviele Christen, die freiwillig auf die Eheverzichteten. Clemens Alex. (Paedag. II1, 11. p. 63; II 2, 20. p. 65) und Ter-iullian (De cultu fein. II9) sprechen ausser-dem noch von Enthaltung von Fleisch undWein. Man nannte die Lebensweise As-cese, dsy.Tjai;, ihre Freunde 'h'/.^za!, conti-nentes, und Anfangs wurde sie geübt, ohnedass die Einzelnen aus ihren gewöhnlichenVerhältnissen heraustraten. Später bilde-ten sich für die Asceten beider Geschlech-ter besondere Häuser. Athanasius er-

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