Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Mönchthum.

wähnt (Vita Anton, c. 3) in der zweitenHälfte des 3. Jahrh. ein Parthenon. Aehn-lioh setzt Pseudoclemens (Ad virg. II 4)ein besonderes Local für die Frauen vor-aus. Nach Socrates (Hist. eccl. 111) wurdeder im J. 325 schon hochbejahrte BischofPaphnutius in einem äjx-qTijptov erzogen.Nach der pseudophiionischen Schrift Devita contemplativa (vgl. Lucius Die Thera-peuten, 1880) lebten gegen Ende des3. Jahrh. Männer und Frauen, Thera-peuten und Therapeutriden, in einem Ver-ein (vgl. Euseb. Hist. eccl. II 17). DieKirche ertheilfce der Lebensweise ihre Bil-ligung ; denn überall wurde dieselbe hoch-geschätzt, nirgends verworfen. Aber siewollte auch, dass die Uebung aus reinenMotiven erfolge. Sie bedrohte daher die-jenigen, die sich ihr aus Verachtung gegendie Materie unterzogen, ou 8i’ aay.rpiv,dAAcc 5id ßosAoptav, wie es Can. apost. 51(50) heisst, mit Strafen. Ebenso miss-billigte sie es, wie Ignatius von Antiochienzeigt (Polyc. c. 5), so hoch sie auch dieLebensweise schätzte, wenn sich Jemandderselben selbstgefällig rühmte. Und nochmehr musste sie einschreiten, und erhobauch, wie die Synode von Gangra zeigt,laut ihre Stimme, als Eustathius von Se-baste und seine Anhänger aus der Ascesestatt eine freiwillige Uebung ein Gesetzmachten.

Der Geist, der diese Ascese ins Lebenrief, führte im 3. Jahrh. in Aegypten zumEremitenthum oder Einsiedlerleben. An-tonius gab, wie uns Athanasius in sei-ner Lebensbeschreibung erzählt, an derenEchtheit zu zweifeln wir keinen hin-reichenden Grund haben (vgl. Hase DasLeben des hl. Antonius, in Jahrh. f. prot.Theol. 1880, 418—448), um das J. 270sein Besitzthum dahin, um nach der Ver-heissung des Herrn (Matth. 19, 21) einenSchatz im Himmel zu haben, und führtenach dem Beispiel eines in der Nähe seinerHeimat wohnenden greisen Asceten eineArt Einsiedlerleben. Eine Zeit lang hielter sich sogar, um sich noch mehr abzu-tödten, in einem Grabe auf. Wenn dieVita s. Pauli von Hieronymus insoweitGlauben verdient, so zog sich Paul vonTheben schon zur Zeit der decischen Chri-stenverfolgung aus der menschlichen Ge-sellschaft zurück, um fern von derselbenin der thebaischen Wüste einsam sein Lebenhinzubringen. Wie es sich mit dieser Frageverhalten mag: jedenfalls zogen sich, dauns Dionysius von Alexandrien davon be-richtet (Euseb. II. e. VI 42), in jenerZeit viele Christen in die Wüste und dasGebirge zurück (der Bischof Narcissus vonJerusalem brachte nach Eusebius II. e. VI9sogar schon etwas früher viele Jahre in

der Einöde zu), und wenn sie je allenach der Rückkehr des Friedens sich wie-der nach Haus begaben, so nahm dagegenAntonius einige Zeit später einen bleiben-den Aufenthalt in der Einsamkeit. Inseinem 35. Lebensjahr, um das J. 285,begab er sich auf einen entlegenen Bergund brachte dort 20 Jahre in völliger Ein-samkeit in einem verfallenen unbewohntenCastell zu, indem er so lange den Ortnicht verliess noch Jemanden bei sich Zu-tritt gewährte. Wol verlangten Mancheden frommen Mann zu sehen und Wortedes Trostes und der Erbauung von ihmzu vernehmen. Er hielt sich verschlossen.Nur zweimal im Jahre fanden sich Be-kannte bei ihm ein, um ihn mit Brod zuversehen, das nach thebaischer Sitte ge-backen ein ganzes Jahr sich zu erhaltenvermochte. Endlich aber konnte er demAndrange der Leute nicht mehr längerwiderstehen, die sich unaufhörlich bei demCastelle einfanden. Er trat zu ihnen her-aus, und Viele entschlossen sich, zu blei-ben und gleich ihm und nach seiner An-leitung ein Einsiedlerleben zu führen. Esentstanden so mehrere Eremitenzellen aufdem Berge und Antonius führte die Auf-sicht über die Schüler, die sich ihm an-schlossen. Doch blieb er selbst nur einigeZeit in dieser Umgebung. Um sich derBewunderung und dem steten Zulauf derMenschen zu entziehen und wieder einengeeigneteren Ort zu Gebet und Betrach-tung zu erhalten, zog er sich auf einenentferntem Berg zurück und hier brachteer die meiste Zeit zu, wenn er auch inVerbindung mit jener Ansiedlung blieb(Athanas . Vita Anton, c. 1—43).

Indem Antonius Schüler um sich sam-melte, nahm das Eremitenthum eine neueGestalt an. Es bildete sich ein Vereinvon Anachoreten unter einem gemeinsamenFührer und Leiter. Bald darauf that un-abhängig von ihm der hl. Pachomius einenweitern Schritt. Derselbe schloss sich nachseinem Uebertritt zum Christenthum umdas J. 314 zunächst gleichfalls an einenalten Einsiedler, Namens Palämon, an undwidmete sich unter dessen Anleitung 10 bis12 Jahre seiner eigenen Vervollkommnung.Endlich aber fühlte er den Drang, auchdem Heile des Nächsten zu dienen, under gründete auf der Nilinsel Tabennae inOberägypten einen Verein von Gleich-gesinnten mit einer bestimmten Verfassung.Der ersten Ansiedlung folgten bald andere,und sie heissen in der Vita Pachomii theilsCoenobia, theils Monasteria. Andere Aus-drücke sind cppovxuTTnjpiov (Theodor. Relig.hist. c. 8; Euagr. H. e. I 21) und p.avooo(Nil. Ep. II 62). Ihre Bewohner oder dieCönobiten werden nach und nach allein