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Mönchthum.
scheint im Alterthum nur bei diesem vor-zukommen. Die Sache kennen aber auchandere Yäter. Augustin z. B. erwähntDe opere monach. c. 28 monachos circum-euntes provincias, nusquam missos, nus-quam stantes, nusquam sedentes. Isidorvon Sevilla (De eccl. offic. II 16, 7), derdiese Worte wiederholt, nennt die bezüg-lichen Mönche Circumcelliones. Die Sy-node von Toledo (646, c. 5) spricht we-nigstens von monachi vagi, ordnet aberzugleich die Beseitigung dieser Lebens-weise an. Es mag hier auch der Secteder Messalianer gedacht werden, da siezum Theil wenigstens aus Mönchen be-stand und ihr Treiben mit dem der Gyro-vagen grosse Aehnlichkeit hatte ( Epiph.
H. 80; Theodor. H. e. IV 10).
Zu diesen vier Klassen von Mönchenkommen noch verschiedene Formen derzwei ersten Hauptarten. Die Anachoretengaben sich im Laufe der Zeit mit den an-fänglichen gewöhnlichen Bussübungen nichtmehr zufrieden. Sie suchten nach neuenArten der Abtödtung. Einige verschlossenoder vermauerten den Eingang zu ihrerZelle oder ihrem Häuschen, bez. den vierMauern, die ihnen zum Aufenthalt dienten,um zeitlebens eingeschlossen zu sein. An-dere brachten ihr Leben auf Säulen zu,die oben, um ein Herabfallen zu verhin-dern, mit einem Gitter oder aüch mit einerMauer umgeben, zum Schutz gegen dieWitterung bisweilen auch noch mit einemDach versehen waren und an welcheLeitern oder Treppen angelegt wurden,um den Asceten sich nähern zu können.Jene, xaflsipypivot, lYXExXEt<jp.svoi, Reclusioder Reclausi genannt, finden sich ziem-lich zahlreich im Orient wie im Occident(Ruf. II. monach. c. 1. 6; Pall. II. Laus,c. 43. 96; Theodor. Relig. h. c. 15—28;Greg. Tur. II. Franc. II 37; V 9. 10; VI6. 8), und nicht bloss Männer, sondernauch Frauen unterzogen sich dieser As-cese, letztere freilich viel seltener (Pall.
I. c. c. 5. 85; Theodor, c. 29; Greg. Tur.VI 29; IX 40). Diese hiessen Styliten,Säulenheilige, und der Urheber ihrerLebensweise ist Simeon der Aeltere oderder Stylite (f 459). Derselbe brachte inder Nähe von Antiochien 48 Jahre aufSäulen stehend zu und übte durch Wortund Beispiel einen grossen Einfluss aufseine Zeit aus (Anton. Vita Simeonis, inAct. SS. 5. lau.; Theodor. Ilelig. h. c. 26;Ettagr. II. e. I 13). Andere berühmte Sty-liten sind Daniel (f 489), Simeons Schüler,und Simeon der Jüngere (f 495), von denenjener bei Constantinopel, dieser ebenfallsbei Antiochien die Säule bestieg. Die As-cese findet sich auch noch in den folgen-den Jahrhunderten. In Syrien erhielt sie
sich bis ins zwölfte, in Mesopotamien bisins 15. Jahrh. Doch wurde sie im Ganzennur von wenigen Personen geübt. ImAbendland ist als Stylite nur der DiakonWulf laich in der zweiten Hälfte des6. Jahrh. bekannt und auch diesem wurdedie Lebensweise durch den Bischof vonTrier, in dessen Sprengel er sie übte, mitRücksicht auf die klimatischen Verhält-nisse und aus anderen Gründen bald wie-der untersagt (Greg. Tur. Hist. Franc.VIII 15).
Den Anachoreten sind ferner auch diesogen. Weidenden, ßouxoi, beizuzählen, die; in Palästina, Syrien und den angrenzen-den Ländern erwähnt werden. Sie er-hielten diesen Namen, weil sie den Thierenähnlich weder Wohnung hatten noch Brodund Gemüse oder Wein genossen, sondernfrei auf den Bergen lebend dem Gebetesich widmeten und sich von Kräuternnährten (Soz. H. e. VI 33; Euagr. H. e.I 21; Sulp. Sev. Dial. I 15).
| Weingarten (R.-E. f. prot. Theol. u. K.
1 X 788) stellt den Reclusi und Styliten alsanaloge Klasse von Mönchen die auf derj Synode von Chalcedon (Hardouin Actaj Conc. II 421) vorkommenden p.sp.opTxai undev jispoploi? -/.axotxoüvxEc als die in Grab-mälern Wohnenden an die Seite. Die Auf-fassung ist aber nicht richtig. Wie dernoch weiterhin vorkommende AusdruckpepopocpoXa; andeutet, bezeichnen jene Na-men nicht eine besondere Ascese, sonderneine bestimmte Function, und da p.ep.6ptovnach Ducange (s. h. v.) nichts Anderes be-deutet als das lateinische memoria, eineMartyrerkirche, so ist p.Ep.opi'xr|j der aneiner solchen Kirche angestellte Geistliche,p.Ep.opocpuXaij der Hüter einer Martyrer-kapelle.
Eine besondere Klasse der Cönobiten sinddie Akömeten, dxotpnfjroi, die Schlaf-losen, so genannt, weil sie, in drei odernoch mehr Chöre getheilt, Tag und NachtGott Hymnen sangen. Das erste Klosterdieser Art entstand um das J. 400 durchden Abt Alexander in Mesopotamien amEuphrat (Act. Marcelli ap. Sur. 29. Dec.),das berühmteste ist das Kloster Studiumin Constantinopel, das 462 durch den ehe-maligen Consul Studius gestiftet ward undnach dem die Akömeten auch Studitengenannt wurden (Niceph. II. e. XV 23;I. Müller, De Studio eoenobio Cpl., 1721).Eine ähnliche Einrichtung begegnet unsauch im Abendland, indem von dem bur-gundischen König Sigmund erwähnt wird,er habe zu Agaunum eine Gesellschaftununterbrochen singender (psallentium as-j siduum) Mönche gestiftet (Greg. Tur. Hist.; Franc. III 5).
Auch der sog. Lauren, Xaüpai, ist hier