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Mythologie.
ren aufs Genaueste angepasst ist und siemehr oder weniger deutlich ausdrückt, zuden M. gerechnet ward, ergiebt sich ausder bekannten Thatsaclie von der Aus-treibung der Katechumenen und allerNichtchristen beim Beginne des feierlichenTheiles des Gottesdienstes.
9) Hauptsächlich seiner Form halber,nicht gerade wegen seines Inhaltes, wurdedas Symbolum zu den M. gerechnet. Dess-halb wurde es erst im Competentenunter-richte, ja im Abendlande ganz zuletzt,kurz vor der Taufe, den Einzuweihendenmitgetheilt (traditio symboli). Dabei wares strenge verboten, es aufzuschreiben,damit der Wortlaut ja nicht den Heidenzugänglich werde. Nur vom Hören undNachsprechen musste es gelernt werden(s. gegen Kiessling Hist, de usu symb. s. 1.6. 7. 8, p. 27 sqq. u. A. Ambros. De Cainet Abel I 9, 35. 37; Chrysolog. Serm. 56.58. 61; Rufin. Expos, symb. introd. n. 2;Cyrill. Hieros. Y 12; Sozom. I 20; Aiuj.Serm. 212, 2; De symb. ad catech. I 1, 1;Cassian. Incarn. YI 11; Sacram. Gelas.bei Muratori I 540). Ygl. Bened. XIV Desacrif. missae n. 149; Langemack Hist,catech. I 143 f.; King Hist. symb. apost.I 16, Basil. 1750, 16 sq.; vgl. auch d. Art.Katechumenen n. 11.
10) Ebenso wurde das Vaterunser be-handelt. Merkwürdig ist nur, dass diesesGebet, das doch in den allgemein zu-gänglichen hl. Schriften steht, im Abend-land kurz vor der Taufe, im Orient erstnach derselben bekannt gegeben wurde.Entweder hielt man hier bloss den Sinndes Gebetes für gelieimnissvoll, oder manbetrachtete die Verschiedenheit der beiden
Jahrhundert Giovanni Marangoni zur Ab-fassung seines jetzt noch geschätzten undgesuchten Werkes Delle cose gentileschee profane trasportate ad uso ed adorna-mento delle Chiese, Boma 1744, 4°. Inunserer Zeit hat der französische Archäo-loge Raoid-Rochette diesem Thema seineAufmerksamkeit zugewendet und sowol indem Discours sur les types imitatifs quiconstituent l’art du christianisme, Paris1834, als in seinem Tableau des Cata-combes, Paris 1837, und besonders in dengehaltreichen drei Memoires sur les anti-quites chretiennes des Catacombes, Paris1838 (Mem. de l’Acad. des inscr. et belles-lettres XIII, p. I etc.), den Nachweis zuliefern gesucht, dass alle wesentlichenTypen der altchristlichen Kunst der heid-nischen entlehnt seien: ,le premier faitque nous aurons ä constater, c’est quedes productions si differentes de genieet d’intention, mais ä peu pres contem-poraines, offrent, de pari et d’autre, lameme disposition generale, le meme goütde decoration, le meme choix d’ornementset de symboles; enfin, ce qui est plusremarquable encore, une partie des memessujets, puises aux sources du paganismeet appropries, sans presquo aucun ehange-ment dans la composition et dans le cos-tume, aux idees du nouveau culte. IIsemble, ä vrai dire, que des les premierspas que nous faisons dans les Catacombesde Rome, nous nous y retrouvions entsoresur le terrain de l’antiquite; et nulle part,peut-etre, la transition d’un Systeme decivilisation et de croyance ä un Systemecontraire ne se produit ä des traits plussensibles et d’une maniere aussi frap-
Relationen bei Matthaeus und Lucasals absichtliche Veranstaltung, um Unein-geweihte über den Wortlaut im Ungewissenzu lassen , oder es waren beide Gründedabei massgebend. Genug: auch die Ora-tio dominica ward, und zwar kraft kirch-licher Gesetze ( Chrgsost. Hom. in Matth.19, al. 20, 5), als Mysterium betrachtet,( Chrgsost. Hom. in Rom. 14, 2; Ambros.Cain et Abel I 9, 35—37; Zezschivitz Ka-techumenat I 206 ff.).
Litteratur: Probst Kirchl. Diseiplinin den ersten drei Jalirh. 339—350; TUeissAltkirchl. Pädagogik 11—27, und bes. d.Art. Neophyten. weiss.
MYTHOLOGIE der christlichenKunst. Die YVahrnehmung, dass Resteheidnischer Monumente und heidnischerCultgegenstände nicht selten zu christ-lichem Gebrauch verwendet wurden, ein-zelne heidnische Kunstvorstellungen auchEingang in den christlichen Bilderkreisgefunden, veranlasste schon im vorigen
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Nach II.-Rochetto hat F. Piper seine,Mythologie u. Symbolik der christl. Kunstvon der ältesten Zeit bis ins 16. Jahrli.*geschrieben, von der indessen nur dererste Thcil, die ,M. der christl. Kunst*,in zwei Abth., Weimar 1847—51, erschie-nen ist. YVenn dieses von ausgiebigsterBelesenheit zeugende und auch jetzt nochunentbehrliche Werk durch die eingehendeBerücksichtigung der mittelalterlichen undRenaissance-Kunst eine umfassendere undvon allgemeineren Gesichtspunkten getra-gene Behandlung des Thomas- anbahnte,so hat es anderseits den uns hier nurbeschäftigenden Kern der Frage, das Y r er-liältniss der altchristlichen zur griechisch-römischen Kunst, nicht völlig klargelegt.Die Rücksicht auf und das Hereinziehenspäterer und ganz verschiedener Cultur-epochen konnte der Lösung des Problemsnicht förderlich sein. Erst die Wieder-aufnahme der monumentalen Studien inRom selbst und die erneute Erforschung