Mythologie.
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cult angehört haben,gemäldeläge
der Katakomben konnte hier Entscheiden- jdes zu Tage fördern. Zwar hatten schon iSettele und Rösteil den Gegenstand ins Auge !gefasst. Garrucci hatte in seiner werth- 1vollen Abhandlung ,Les mysteres du syn-cretisme phrygien dans les Catacombes de |Pretextat 1 (in Cahier et Martin Melangesd’archeol. etc., Paris 1854, IY 30 f.) nach-gewiesen, dass die im vorigen Jahrhundertan der Appischen Strasse, nahe bei demKirchlein Domine quo vadis aufgedecktenGrabkammern mit dem Gastmahl des Vin-centius, dem Raub der Proserpina unddem Gericht der Yibia, nicht, wie manauf Bottari’s Auctorität hin geglaubt, einechristliche Grabstätte gewesen, sonderndass dieselben einem plirygischen Misch-Gerade diese Wand-bildeten aber eine Hauptgrund-des Systems von R.-Rochette (vgl.Prem. Mem. sur les antiq. ehret. 55 f.;Piper I 204; Kram R. S. 2 228. 271). End-lich hat de Rossi auf Grund seiner Beob-achtungen sein Urteil abgegeben. Schonin der allgemeinen Einleitung zu der,Roma sotterranea 1 (I 67) hatte er dasSystem Rochette’s als von ,Uebertreibungenund Irrthümern 1 nicht frei erklärt; imII. Bd. der R. S. 351 f. geht er dann aus-führlicher auf die Frage ein. Eine Ueber-treibung findet er darin, dass der fran-zösische Forscher jenen heidnischen, vonden Christen adoptirten Typen eine zugrosse Bedeutung beilegt; als Hauptirr-thümer bezeichnet er, dass Rochette denKreis dieser Typen zu weit ausdehnt undmehrere Beispiele und Fälle als geradezucharakteristisch darstellt, welche nur Aus-nahmen sind oder gar verdächtig erschei-nen; endlich dass Rochette Thatsachen ganzverschiedener Zeit und verschiedenen Cha-rakters mit einander vermengt. Die Prü-fung des Gesammtcomplexes der altchrist-lichen Denkmäler überzeugte de Rossi, dasswenigstens bis Constantin die Gläubigen,wie sie in der classischen Schule aufge-wachsen waren, das gesammte System derDecoration der römischen Kunst beibeliiel-ten ; dass sie weiter einige ihnen passendeTypen übernahmen; dass sie endlich inNachahmung des römischen Stils Sujetsund Gruppen erfanden, welche von demGeiste der neuen Religion unmittelbar ein-gegoben oder auferlegt -waren. Bei diesemdreifachen Geschäft verfuhren sie indessenin verschiedener Weise. In der Decorationübten sie grosse Freiheit in Nachahmungund Variirung dessen, was ihnen die pro-fane Kunst als Vorbilder gab, und siebedienten sich unbedenklich auch mancherFormen und Bilder, die ursprünglich einenidololatrisclien Charakter hatten, diesenaber im Laufe der Zeit ganz verloren und
nur noch als Ornamente vorkamen. Un-terschied doch selbst Tertullian (Adv.Marcion. II 22) zwischen Darstellungen,welche idololatriae causa vom mosaischenGesetz verboten seien, und solchen, welchenon ad idololatriae titulum pertinebant,welche Simplex ornamentuni seien. Mitviel grösserer Vorsicht nur entschloss mansich seitens der alten Christen, gewisseheidnische Typen zu adoptiren, indem manihnen einen christlichen Sinn unterlegte.Eigentlich polytheistische Bilder warenhier ausgeschlossen, und überhaupt ge-langten diese Darstellungen nie zu grosserBeliebtheit und kamen namentlich in denunterirdischen Wandgemälden selten vor,bei Herstellung welcher der Künstler vielfreier und unabhängiger war, als bei Ar-beiten, -welche aller Welt zugänglich wa-ren. Endlich war die Erfindung, Auswahlund Ausgestaltung der biblischen undallegorisch - christlichen Sujets und dieSchöpfung der der neuen christlichen Kunsteigentümlichen Gruppen und Typen aus-schliesslich von der in der hl. Schrift be-gründeten und von den Tagen der Apo-stel her überlieferten symbolisch-christ-lichen Auffassung geleitet und keineswegst von heidnischen Traditionen abhängig,
! noch durch die sklavische Nachahmungdieses oder jenes griechisch-römischen'Vorbildes gebunden, wenn auch Anleh-j nungen an solche und gelegentliche Be-j nutzung verwandter Typen und Formeni nicht geleugnet werden soll.
Es steht nichts im Wege, die auf christ-lichen Wandgemälden auftretenden Meer-ungeheuer, Delphine (R. S. II, tav.X. XXV 4 - 5 - XV 8 ), Oceanusköpfe (ib.tav. XXVII. XXVIII, 268. 358), Fische,;Seepferdchen, Tritonen, Nerei'-| den, gleich gewöhnlichen Vögeln, gleich] dem Pflanzenornament, Weinlaub| u. s. f., dem von der antiken Kunst iiber-] nommenen, rein decorativen System ein-zuordnen , bei welchem weder Künstlernoch Publicum ein bestimmter symbolisch-allegorischer Gedanke vorschwebte. In-dessen kann man doch zugeben, was de| Rossi R. S. II 358 hervorhebt, dass einej symbolische Beziehung von Fischen, Del-| phinen, überhaupt von Emblemen aus dem! Cyclus marinus, wie auch des Weinlaubslauf die Geheimnisse der Eucharistie, derTaufe u. s. f. sich nahe zu legen scheint.Man vgl. d. Artt. Delphin, Oceanus, Wein-laub.
Die römische Kunst des 2. und 3. Jahrh.
| hat sich mit Vorliebe einer Anzahl alle-gorischer und symbolischer Darstellungen,besonders sepulcraler Natur, bedient, wel-che dem Gedanken an ein Fortleben nachdem Tode und an eine Wiedervereinigung