Nadeln, Nadelbüchsen — Namen.
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Kenaissance begegnet. Zudem werden diese 'Bilder nach dem Frieden der Kirche stets :seltener; in den Katakomben war ein et-waiger schlimmer Eindruck durch die ge-ringe Beleuchtung und durch die unmittel-bare Nähe aller der modernden Leichen ;paralysirt. Wir sehen davon ab, dass jdurch das, was damals den Blicken der!Christen in und an den öffentlichen Ge-bäuden und in jedem heidnischen Hausesich aufdrängte, diese Gemälde in den JKatakomben und die kleinen Reliefs auf \den Sarkophagen nichts Auffallendes haben 1konnten. Diese Thatsache erklärt nament-lich auch, wie man die decorativen nack-ten Genien unbedenklich aus der heidni-jsehen Kunst herübernahm und wie mannach dem Frieden der Kirche heidnische jSarkophage mit bedenklichen mythologi-schen Darstellungen als Trophäen des Sie- jges über das Heidenthum zur Beerdigungvon Christen verwendete, und wie in heid-nischen Gebäuden, die man in christliche *Kirchen verwandelte, solche mythologische ’Scenen von hohem Kunstwerthe erhalten !wurden (wol aber mit Vorhängen bedeckte), jz. B. der Raub des Hylas durch die Nym-phen in der Kirche S. Andrea in Barbara{' Ciampini Vet. mon. I, tab. XXIV, p. 60;de Rosst Bull. 1871, 28). Ganz mit Un-recht würde man aber hieraus schliessen, 1das sittliche Gefühl der ersten Christensei für das Anstössige abgestumpft ge-wesen oder habe das in dem gefallenenZustande der Menschheit ethisch Hässlichedes nackten menschlichen Leibes gleichmanchen modernen Aesthetikern verkannt.Wenn selbst die Heiden über den ver-derblichen Einfluss unanständiger Gemäldeund Statuen unwillige Klage führten ( Pro-pert. Eleg. II 5. 19—26), so erhoben sichdie christlichen Schriftsteller noch viel■energischer gegen die Greuel solcher Nu-ditäten; sio erklärten deren Anblick unddie Erinnerung daran als Sünde ( ClemensAlex. Cohort. ad gent. n. 4; Äug. De civ.Dei II 7) und betonten, dass die Men-schen , für welche die Künste arbeiten,,nicht Eisen oder Stein sind, sondernFleisch und Blut, das von der Begierdeleichter ergriffen wird, als das Stroh vonder Flamme 1 (Chrysost. Hom. adv. eos quieeclesia relicta ad ludos et ad thoatratransfugerunt n. 2). In gleichem Sinne ge-bot die Trullanische Synode (692, c. 100):oculi tui recta aspiciant, et omni custodiaeerva cor tuum, iubet sapientia (Prov. 4,-3. 25). Corporis enim sensus facile inanimam effundunt. Picturas ergo quae•oculos praestringunt, sive in tabulis, sivequovis alio modo fiant, et mentem cor-rumpunt, et ad turpium voluptatum mo-vent incendia, nullo modo deinceps ex-
primi iubemus. Si quis autem hoc facereaggressus fuerit, deponatur. Der Aus-spruch des Herrn: ,welie der Welt umder Aergernisse willen, wehe dem Men-schen , durch den Aergerniss entsteht 1(Matth. 18, 7), war der Kunst und denKünstlern der ersten christlichen Jahrhun-derte nicht unbekannt. Vgl. die Abhand-lung ,Ueber die Darstellung des Nacktenin der altchristl. Kunst 1 in ,Organ derchristl. Kunst 1 IV. Nr. 9. 11. 12; V. Nr.12. 13. 14; Jahrb. des Vereins von Alter-thumsfr. im Rheinl. XIII 154. heuser.
NADELN, NADELBÜCHSEN, in Kata-kombengräbern gefunden, s. I 588 f.
NAIM. Der Jüngling von N. (Luc.
7, 11—15) soll sich nach Garrucci I 381sehr oft (piü e piü volte) auf altchrist-lichen Bildwerken dargestellt finden. DieBelege dafür hat er nicht gegeben. Inder That ist die Scene in der ältern christ-lichen Kunst sehr selten; sie fehlt wahr-scheinlich ganz auf den Katakombenbildern,höchstens konnte man sie bei Garrucci tav.XLIII 1 finden. Auf Sarkophagen des 4.und 5. Jahrh. begegnet sie uns einigemal(ib. tav. CCCXIX\ zweifelhaft; CCCLII 2 ,zweifelhaft; CCCLXVII *. CCCLXXVI \CCCLXXIX ’• 4 . CCCLXXX 6 (?). CCCC),wo der Auferstandene sich von der Lecticaaufrichtet und sitzt, wie auf einem Stuhl;
1 nur einmal, tav. CCCLXXVI 4 (vgl. unsere' Fig. 50, I 104), wo der Jüngling sich von! einer förmlichen Bahre erhebt, unter derI die flehende Mutter auf den Knieen liegt.
, Ausserdem bietet der Evangeliencodex in
■ Cambridge ein Beispiel aus dem 6. Jahrh.
| (Garrucci tav. CXLI *). Das Sujet ist; dann in die Kunst der romanischen Pe-riode übergegangen; vgl. Kraus Die Wand-
j gemiilde der St. Georgskirche auf der Rei-j chenau, Freib. 1884, 9. kraus.
! NAMEN. I. N., welche die erstenChristen sich selbst beilegten.
; Diese waren verschieden, selbst dann noch.
; als der Name Christiani sich als Terminus| technicus gebildet hatte. Allen diesen N.lag der Gedanke einer besondern Bezie-hung auf Gott, die Idee der Liebe zu den; Mitmenschen und die der eigenen Ileili-' gung zu Grunde. Entschieden mieden esdie ersten Christen, sich nach einem Men-schen, und mochte er auch noch so hochstehen, zu benennen. Daher sagt der hl.Gregor von Nazianz (Orat. XXI): Petrumhonore prosequor, nec tarnen Petrianus! vocor, et Paulum, nec tarnen Paulianus| nominatus sum. Non fero me ab horni-
■ nibus nomen ducere, quia a Deo sum1 creatus.
Die N. unserer christlichen Vorfahren30*