Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Nativitas.

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mit dem Pedum, es liegt auf einem ziemlichhohen tischähnlichen und mit einem Tuchbedeckten Bett; Ochs und Esel erscheinenim Hintergrund. Auf anderen (eb. I, tav.XXII [Garrucci tav. CCCXXXIY], II, tav.LXXXVI [Garrucci tav. CCCLXXXXVIII],beide bei Schnitze Arch. Stud. = 10. 15,S. 213 f.; III, tav. CXCIII) ist die Scenemit der Anbetung der Weisen verbunden(s. d. Art. Magier) und das Jesuskind liegtim Yordergrund eines Tugurium, einer Artvon aus Weiden geflochtenem Korb. Hierwie auf zwei anderen Sarkophagen (Schnitzea. a. 0. n. 30. 33. S. 217) sitzt Maria ab-seits auf einem Felsstück. Audi zweiSarkophage von Arles stellen die N. dar;der eine (Le Blant Sarcoph. d’Arles n. 24,pl. XVIII') zeigt das Kind in einer Krippe,die nach der vollständigen Zeichnung Pei-rescs aus Tegulae und Imbrices zusammen-gesetzt war. Die Mutter sitzt rechts aufeiner Kathedra, links eine durch das Pe-dum als Schäfer bezeichnete Person; Ochsund Esel sind auch zugegen. Der zweiteSarkophag (ebd. n. 28, pl. XXI) giebt dasKind auf einer ähnlichen, auf Füssenstehenden Krippe, rechts den durch dasPedum charakterisirten Schäfer, links dieMadonna stehend, die Köpfe der beidenYierfüssler links von dem Kinde hervor-schauend.

Ygl. noch die Sarkophage bei Gar-rucci tav. CCCLXXIV 1 (= Schnitze n.30 a). CCCLXXXXVIII 5 . CCCXVI 1 (—Schnitze n. 34). CCCXXXIV 3 . CCCXX 2 .■CCCLXXX 4 (— Schnitze n. 14 u. 32).•CCCLXXXIY 2 , dazu die entsprechendenn. 52—60 bei Lehner und dessen unedirten. 61.

Einigemal kehrt das Sujet auf ge-schnittenen Steinen wieder. EinePaste des 6. Jahrh., halbkreisförmig (diezweite Hälfte war verloren), stellt dieeben entbundene Jungfrau, auf einemLager liegend, hinter ihr das Kind, dar.Hinter letzterm sieht man die Köpfe von'Ochs und Esel; in der Ecke links sitztsinnend der hl. Joseph, gleich Maria mitdem Nimbus, rechts in der Ecke einigeHirten oder die Magier; über dem Sternsteht: H rENNHCHC (sis), unter ihm: III’llAllANTll 1HPA (??) MH-upoc XPHCTON,was sich wahrscheinlich auf die auf dem

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Fig. 321. Paste (uacli Venuti).

fehlenden Theile dargestellte Scene bezog(Venuti Accad. di Cortona YII 45; unsereAbb. Fig. 321 nach Martigny 2 494). Einanderer, von Veitori (Num. aer. explic. 37)publicirter Stein giebt das Kind wie dieMutter auf einer gerüstartigen Krippe ru-hend, Maria halb sitzend mit dem Nimbus,das Kind mit Kreuznimbus; Joseph, eben-falls mit Nimbus, sitzt links in der Eckenachdenklich. Ochs und Esel schauen ausdem Hintergrund in die Scene hinein; derStern flammt auf Jesus zu, links erscheint

Fig. 322. Paste (nach Vettori).

der Mond als Andeutung der Nacht (un-sere Fig. 322 nach Martigny; auch ab-gebildet bei Müller u. Mothes Illustr. arch.Wörterb. 445).

Etwas häufiger begegnen wir der Sceneauf Elfenbeinen. Zu nennen sind: dasMindener Elfenbein (Hahn Fünf Elfen-beingefässe, Hannover 1862, Taf. XI 3 ;Garrucci tav. CCCCXXXVII 4 ), wo die un-gläubige Salome den Arm, Heilung be-gehrend, emporstreckt, während sie nebender von Ochs und Esel umgebenen Krippesteht; die Verdener Elfenbeinschachtel(Garrucci tav. CCCCXXXVIII *) mit Ma-ria, Joseph, Ochs und Esel; die Pyxis ausRouen mit Ochs und Esel und zwei Hir-ten (ib. 2 ); der Buchdeckel im Domschatzzu Mailand aus dem 6. Jahrh. (Westwood38), ebenfalls mit Ochs und Esel; einedieser verwandte Platte im South Ken-sington-Museum (ebd. 42) und zahlreichemittelalterliche Werke, welche Wes Wood(Index S. 521) verzeichnet.

Endlich ist die N., ganz ähnlich wie aufdem römischen Sarkophag von 343, aufeinem Monzaer Fläschchen (Garrucci tav.CCCCXXXIII s ) dargestellt.

Malereien mit der Scene kannte manbis vor Kurzem aus dem Alterthum nicht.Man wusste nur, dass dieselbe in einerKirche des 6. Jahrh. in Gaza gemalt war,wie Choricius Gaz. (Oratt. ed. Boissonade91—96) berichtet. Erst 1877 fand sich inder Katakombe des hl. Sebastian ein Fresco,