Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Neophyten.

zianz kurz auch an die N., ebenso Gregorvon Nyssa in einer am gleichen Tage ge-haltenen Rede (Par. 1638, III 366—381).Ob seine fünf Reden vom Gebete, woruntervier (2—5) das Vaterunser auslegen, ausKatechesen an IST. hervorgegangen sind,ist ungewiss, aber wol glaublich (vgl. auchCotelier Monum. eccl. graecae I 410 überGregor von Nazianz). In der Kirche vonApamea hielten am weissen Sonntage (tr,vsa zupiGtxTj toü osutspoo Tzdayjx) die Pres-byter eine Katechese an die N. (yzj.vff/rpvirwv vso<ptoTi , 3T(ov j Epist. cleri Apam. adConc. Const. 536, act. 5 ap. llardouin II1377. Die grosse Schwierigkeit, dass da-bei die Diakonen den Exorcismus überdie ,vso!pdmaToi‘ sprachen, hat verschie-dene Erklärungen hervorgerufen, die un-haltbarste von Binterim 1, 1, 156; siemuss wol ungelöst bleiben). Was Ephremim Leben des hl. Abram von dessen langefortdauerndem Unterricht sagt, kann sowenig wie das bei Chrysostomus Erzählte(s. d. Art. Katech. Unterricht n. 21. 22)hierher gezogen werden, da es sich dortum Nachholung des vor der Taufe unter-lassenen Unterrichts handelt. Dass dieNachricht von N.-Katechesen Theodors vonMopsuestia nur auf Irrtlium beruht, s. ebd.Dagegen wissen wir wieder von Porphyrius(Marcus Diac. Vit. c. 9, 74), dass er sowolvor als nach der Taufe viele Tage langkatechisirte. Das Werk von Marcus Erem itaaber über die Taufe ( Galland. III 36—55),sowie die 13. Rede des Abtes Isaias (Gail.VII 292) gehören nicht hierher, sondern,wenn sie überhaupt katechetischenZweckendienten, eher zum Unterricht vor der Taufe.

5) So wenig zusammenhängende Redenwir auch für diesen Punkt von Chryso-stomus besitzen, so wissen wir doch ausseinen eigenen Worten (Hom. in Genes.33, 1; vgl . Montfaucon II 375 sq., III 48 sq.,XIII 118 sqq.), dass er für die N. im J. 388in Antiochia die ganze Osterwoche hin-durch Vorträge hielt. Sonst sind von ihmnur einzelne unzusammenhängende Redenmoralischer Art erhalten: die Hom. deresurr. Dom. (III 443—446), Concio in s.pascha (III 755—757), die vierte Hom. inprincip. apost. (UI 58—96, wozu man vgl.III, app. 758—774 und XIII 119), Hom. 1in Act. apost., Hom. 23 in Act. apost.(IX 10—14. 188), und besonders die vor-treffliche Hom. de loseph et continentia(VI 299—301). Vgl. auch Palladius Vita(XIII 34). Dass aber auch Chrysostomusnicht bloss auf moralische Ermahnungensich einschränkte, sondern auch von denMysterien, zumal der Eucharistie, hierbeiredete, ergiebt sich klar aus Ilom. 40, 3in Act. apost. und Catecli. 1, 1 ad illu-minand. Unter den ihm zugeschriebenen,

aber angefochtenen Reden gehört hierherder •/aTY]-/r]Tixo; eic to ayiov -cer/a (VIII,append. 250, für dessen Echtheit abermalsMai Nova PP. bibl. V, 3, 24 sqq. einge-treten ist) und die Homilie auf den hl.Apostel Thomas (VIII, append. 207—213).Ob die Auslegungen der Oratio dominica(III 25—32; VIII, append. 149.150), hier-her zu rechnen sind, ist nicht sicher.Endlich erfahren wir aus Augustinus (C.lulian. I 6) und lulian von Eclanum ( Gar-nier Opp. Marti Merc. I 152 sq. 323; Inhist. Pelag. diss. I 7, 2 und diss. V) voneiner andern Rede an die N., aus welcherspäter eine auf die Erbsünde bezüglicheStelle Gegenstand vielen Streites gewordenist. Hierher können dann noch vom Pa-triarchen Proclus die 12. (am Charsamstagnach der Taufe gehaltene) und die 14. Redeauf Ostern ( Galland . IX 659. 663), zweiReden, angeblich von Athanasius, in derTliat von Basilius von Seleucia (CombeßsAuct. II 531—551) und von Gregor vonAntiochia (zw. 600—700), in der Bibliotli.Lugd. XII 823 sqq., gerechnet werden.

6) Aus dem Abendlande haben wir eineweit grössere Anzahl und weit wichtigereBeispiele für diese Art von Reden. Völliggleich an Inhalt und Einrichtung mit denKatechesen Cyrills sind die unter demNamen des hl. Ambrosius auf uns gelang-ten sechs ,Libri de sacramentis 1 , welcheöfter, nicht ohne dass auch dagegen grosse. Bedenken obwalten, dem hl. Maximus vonTurin beigelegt werden. Auf keinen Fallsind sie, wie Oudin will, von Ambrosiusvon Cahors aus dem 8. Jahrli., da siezweifellos über das 7. Jalirh. hinaufreichen.Die erste Katechese, am Dienstag (falschbei Ceillier VII 489 am Sonntag) gehaltenüber Joh. 5, 1, und die zweite, am Mitt-woch nach Ostern über Röm. 6, 1 ge-sprochen, handeln von der Taufe undE r b s ii n d e. Die dritte vom Donnerstagüber Jes. 11, 2 redet von der Firmungals einem besondern, über die Taufe hin-ausgehenden Sacrament, dem Saeramentder Vollendung, durch welches der heiligeGeist mitgetheilt wird, sowie von derFuss-waschung. Die vierte, am Freitag (IV 6)über I Kor. 12, 4 (?) (nach VI 2) gehal-ten, bespricht den unauslöschlichen Cha-rakter der Taufe, die Lehre von der wah-ren und wirklichen Gegenwart Christiin der Eucharistie durch Verwandlung,sowie vom Opfer, mit kurzer Erklärungder Messliturgie, aus welcher hervor-geht , dass der Canon missae bereits da-mals genau wie jetzt lautete. Diese Er-klärung, verbunden mit einer kurzen Aus-legung der Oratio dominica und einerAnleitung zur Communion, setzt er fortin der fünften vom Samstag (IV 6) über