Neophyten.
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Cant. 1, 1 oder 5, 1, oder Ps. 22 (?).Die sechste beschliesst am Sonntag (IV 6)über I Tim. 2 (Jes. 23?) diese Reihe miteiner scharfen Unterscheidung der dreiSacramente: Taufe, Firmung und Eucha-ristie, sodann einer Wiederholung deswichtigsten christlichen Lehrpunktes vonder Dreifaltigkeit, endlich einem ausge-zeichneten Unterricht über das Gebet,wobei abermals die Oratio dominica er-läutert wird.
7) Genau den nämlichen Inhalt, mitebenso bestimmter, nur kürzerer Dar-legung der wichtigsten und geheimniss-vollsten Lehren der Kirche, hat der Liberde mysteriis s. de initiandis des hl. Am-brosius. So kurz wie hier waren indessdie Vorträge sicher nicht, wie denn über-haupt Ambrosius seine Reden später inKürzungen zu Büchern verarbeitete. Dassdie N. über die Taufe und über dasOpfer des Altars belehrt wurden, sagtdieser auch sonst (Expos, in Ps. 118, pro-log. n. 2).
8) Einen Unterricht über die Firmungin der römischen Kirche setzt voraus Hip-polyt (De Susanna, Galland. II 444). YonLeo d. Gr. haben wir eine N.-Katechesein Serm. 76 (al. 74) auf Pfingsten, dieLehre vom hl. Geiste behandelnd, viel-leicht auch in Serm. 77 (75) und 71. 72.75 (al. 69. 70. 73). Yon dem Serm. 8,Append., war schon die Rede unter demArt. Katechet. Unterricht n. 24.
9) Von Petrus Chrysologus gehört hier-her Serm. 73, lediglich paränetisch, undvielleicht Serm. 83, dieser aber jedenfallsnicht auf Ostern, sondern später, mög-licherweise auch als Vorbereitung zurTaufe auf Pfingsten gesprochen. Gauden-tius von Brescia (f um 410) hat uns zehnReden hinterlassen, von denen neun hierzu nennen sind (die erste betr. s. d. Art.Katechet. Unterricht n. 24). Nachdem erdie erste unmittelbar vor der Taufe ge-halten, erfolgte augenblicklich nach der-selben, noch in der Nacht der Vigilie, diezweite, der die Katechumenen nicht bei-wohnten , über die Eucharistie, wobei erabermals sowol die Wesensverwand-lung (de pane efficit proprium corpus,de vino sanguinem suum) als den Opfer-charakter hervorhebt. In der dritten,am Ostertage gehaltenen (nach Tract. 5),bei der auch die Katechumenen zugegenwaren, und den folgenden, von denenaugenscheinlich jede auf je einen Tag derOsterwoche trifft, bespricht er mehr mo-ralische Gegenstände; im siebenten Vor-träge, am Donnerstag, mahnt er vor Um-gang mit Häretikern; im achten, amFreitag, bei dem er von der bisher fort-gesetzten Erklärung von Exod. 12 abgeht
und über Joh. 2, 1, die Hochzeit zu Kana,redet, handelt er von Ehe und Jungfräu-lichkeit, dem häuslichen und Familienlebenund der Abtödtung. Damit fortfahrend,behandelt er am Samstag im neunten Vor-trag die Jungfräulichkeit Mariae auch nachder Geburt und die Mittheilung des hl.Geistes sammt seinen Gaben; endlich imzehnten, am weissen Sonntag, den Ab-schluss aller Dinge und die künftige Auf-erstehung, wobei er wieder auf Exod. 12,15. 16 zurückkehrt. So lehrmässig, wieviele andere dieser Reden, sind die seinenallerdings nicht, aber das wegwerfendeUrteil von Dupin verdienen sie auch nicht.Auf gleicher Linie damit stehen etwa diesieben N.-Reden Zeno’s von Verona (lib. II,tr. 38—44), kurze moralische Ansprachen,oder vielmehr blosse Skizzen und Notizen,die man nach seinem Tode aus seinenPapieren zusammenstellte, wie die Balle-rini richtig sagen. Nur eine kurze An-spielung auf die Eucharistie findetsich in der ersten und in der dritten aufdie Beichte und Sündenvergebung, dienatürlich im Vortrage selbst ausführlichergegeben ward. Die ehemals dem hl. Au-gustin (VI, append. 288), später Maximusvon Turin beigelegten drei Tractatus debaptismo ( Bruni 709. 720), zu denen nachTract. 2 ein zwischen dem ersten und zwei-ten ausgefallener vierter gehörte (welchenIvo von Chartres noch gekannt haben muss),sowie die Hom. 57. 58. 59, der Serm. 33und der vielleicht auch hierher zu rech-nende Serm. 36 des Maximus bieten allenichts besonders Hervorzuhebendes.
10) Was des Hilarius von Poitiers ver-loren gegangener Liber mysteriorum ( Hie-ron. Vir. illustr. c. 10; vgl. Mai Script,vet. III, 2, 165; Nova PP. bibl. I, 1, 472.497) gewesen ist, ob ein Werk ähnlichdem des Ambrosius, oder, wie Döllinger(K.-Gesch. I 250) unwahrscheinlich genugglaubt, ein Codex der Liturgie und derSacramente, muss dahingestellt bleiben;ebenso, ob seine Abhandlung über denAnfang des Johannes-Evangeliums ( MaiNova PP. bibl. I 484—489) ein N.-Unter-richt war. Auch seine Andeutungen überPs. 64, n. 15; 52, n. 21; 63, n. 7. 10 ge-ben nicht viel Licht. Ganz ausgezeichnetist die anonyme moralische Rede überPs. 149 (bei Galland. V 93—95) aus sei-ner Zeit. Caesarius von Arles mit Serm. 66(Aug. V, append. 436), Serm. 67 (V, ap-pend. 438), wozu etwa noch Serm. 1 (V 6),Serm. 9 (V 33, nach Orig. Hom. 9 inExod.) und der Serm. 168 append. (V 292,auch als Serm. Mar. Taur. 33 bei Bruni485 sq.) zu rechnen sind, bieten ebenfallswenig Bemerkenswerthes. Unter den Frag-menten des Avitus von Vienne sind deren