Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Ninivitenfasten — Noe.

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den Gläubigen das hl. Kreuz zeigendePatriarch mit einem solchen Kimbus aus-gezeichnet ist; ebenso auf einer Miniaturdes Sacramentarium Gregors d. Gr. in derBibliothek der Kathedrale zu Autun, wodie Figuren des Subdiakons und die Trä-ger der Tier niederen Ordines den rundenHeiligenschein haben.

Der N. ist zuweilen auch auf christ-lichen Bildern nur Andeutung eines Vor-zugs: so auf den Münzen christlicherKaiser {Garrucci Vetri 141 f.; Eckhel VIII504; auch Traian auf dem Relief des Con-stantinbogens hat den N. (vgl. den Art.Münzen), sowie in den erwähnten Fällen,auf dem Mosaikbilde Iustinians d. Gr. inS. Vitale zu Ravenna ( Richter Mos. 5, 87,dazu 107) und in S. Maria maggiore, woin den Mosaiken aus der Zeit Sixtus’ IIIH e r o d e s den N. hat, oder auf dem va-tieaniselien Rotulus, wo Josue mit demN. erscheint. Es giebt aber eine Reihevon Fällen, wo nicht ein blosser Vorzugangedeutet werden will, so auf den Dar-stellungen der Taufen zu Aquileia {Ber-toü Antich. d’ Aquil. 396 u. 579) und aufdem von de Rossi (Bull. 1876, 9, tav. I)zuerst nebst jener publicirten Goldglas,wo in beiden Fällen der Taufende denN. hat.

Man vgl. noch Richter a. a. 0. 10. 11.28. 40. 49. 85 (N. Christi). 32. 45. 63. 76.78. 83. 103. 108 (N. der Heiligen). SchützeArch. D. Stud. 63. 205. 208. 216.

Dass der N. noch im christlichen Alter-thum im Anschluss an die Antike mehr-fach als ein die ganze Person umstrah-lender Lichtglanz gefasst wurde, zeigendie Acta s. Petri Vercellenses c. 2, wo dieErscheinung des fliegenden Simon Magusbeschrieben ist: subito pulvis in coeluma longe visus est tamquam fumus cumradiis eminus refulgens; und dem hl. Gre-gor. Thaumat. (Symb. s. expos. fidei) er-scheint bei Betrachtung des Geheimnissesder Trinität des Nachts ein ehrwürdigerGreis in Begleitung einer von Licht um-flossenen Frauengestalt (nach gemeinerAnnahme der hl. Jungfrau, vermuthlichdie Personification der göttlichen Weis-heit, wie auf Taf. NIX des Cod. Rossa-nensis). Im MA. hat sich die Anwendungdes N. zur blossen Auszeichnung hervor-ragender Personen zwar mehr und mehr,aber nicht ganz verloren: merowingischeKönige und Karl d. Gr. wie Leo III führ-ten ihn zu ihren Lebzeiten.

Zu dem einer etwas spätem Zeit an-gehörenden quadratischen N. nochlebender Personen vgl. Garrucci Storia I«6, tav. CCLXXIX 2 . CCLXXXII, zu dempolygonalen ebend. tav. CCLXXX 2 ).Einen mit Edelsteinen besetzten giebt ebd.

tav. CCLXXXXII. Auf einer Miniaturdes 10. Jahrh. kommt sogar, ironisch, einTeufel mit dem N. vor. Man vgl. für diemittelalterliche Geschichte des N. DidronIconogr. ehret, hist, de Dieu 1—146, des-sen Chronologie des N. aber mit Vorsichtzu benutzen ist.

Der mandelförmige Strahlenkranz, wel-cher den Herrn auf den Bildern der ro-manischen Kunst umgiebt, tritt erst gegenAusgang unserer Epoche auf Mosaiken{Garrucci tav. CCLXXXIV. CCLXXXXIII)und Werken der Kleinkunst (ebend. tav.CCCCXX 4 . CCCCXXX 5 - 10 . CCCCXXXV 1 ,Fläschchen von Monza) auf. Die Bezeich-nungen desselben als mystische Man-del, Mandorla, Vesica piscis,Osterei gehören dem MA. an. Vgl. Otte 4Wörterb. s. v. 867. K.] de waal.

JiTXIYITEXFASTEN. Dieses Fasten be-obachten nach Gregor. Barhehr. (Ethicade virtut. et vitiis animi et corp. I 6, beiAssemani Bibi. Orient. II 304) die Mor-genländer vom Montag der drei Wochen,die der Quadragesima vorausgehen, biszum Morgen des Donnerstags; Gregor fügthinzu, die Abendländer beobachteten das-selbe bis zum Morgen des Sonnabends.Da im Uebrigen im Abendland dies Fastennicht vorkommt, wird es sich hier nur umeine locale Sitte handeln können. Vgl.Augusti Hdb. III 484.

XISIBIS, s. Schulen.

>’OE. I. N. in der Arche in dem Augen-blick, wo die Taube mit dem Oelzweigzurückkehrt (Genes. 8, 10), ist eine sehrhäufige Darstellung der ersten christlichenJahrhunderte. Sie findet sich in Gemäldender Katakomben ( Aringhi R. S. I 529. 551.565; II 67. 71. 101. 105. 109. 187. 271.283. 285. 315; de Rossi Bull. 1874, 151,tav. VII). Der hl. Ambrosius liess dieseScene in seiner Kirche zu Mailand malen(Puricelli Basilic. Nazar. 285). Sie findetsich auch auf vielen Sarkophagen zu Rom(.Aringhi R. S. I 325. 331. 333. 335. 619;II 143. 355. 395; de Rossi Mus. epigr.crist. Pio-Lateran. tav. XV), zu Mailand{Allegranza S. monum. tav. V 12 ), zu Ve-rona ( Maffei Mus. Veron. 279) und zuArles (Rev. archeol., Paris 1879, October223); auf Grabsteinen {de Rossi R. S. II327, tav. XLVII 42 ; Mus. epigr. Pio-Lat.tav. XIV 9 . XV > 5 - 16 ; Perret V, pl. XL 142 .LXXXVII 8 ); auf einer Lampe {BelloriAnt. lucerne part. III, tav. XXIX; deRossi Bull. 1870, tav. I); auf einem ge-schnittenen Stein {Polidori Pesce, Amic.catt. I 252), auf einem Bronce-Medaillon{Ciampini III 226; Buonarruoti Vetri tav.I ‘) und auf einem Goldglase {Garrucci

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