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Noe.
Vetri 2 tav. IIwo die Taube fehlt). DieArche hat regelmässig die Form einerviereckigen Kiste, ähnlich derjenigen, inwelcher die mit ihrem Sohne Perseus ins
Fig. 329. Arche Noe’s (Boldetti 363).
Meer gesetzte Danae auf einigen heidni-schen Monumenten erscheint ( GarrucciVetri 2 27, n. 2) und jener, welche aufMünzen des am Fusse des Ararat gelegenenApamea aus der Zeit von Antoninus Piusbis Philippus N. und seine Frau trägt iund mit NOE bezeichnet ist (Näheres überdiese Münze bei Garrucci 1. c. 27, n. 2).Auf dem vorerwähnten Sarkophag vonMailand ist die Arche sechseckig; aufdem Gemälde bei Aringlii R. S. II 285 \hat sie die Gestalt einer runden Kufeund ist mit einer Verzierung von Löwen-köpfen umgeben. Zuweilen gleicht sieeinem mit Zahlenzeichen versehenen Wür-fel (de Rossi Mus. epigr. tav. XIV 9 ; Maf-fei Mus. Veron. 279; Boldetti 363; Bottaritav. CLXXII). Bald erscheint die Kistemit aufgeschlagenem Deckel, bald ohnoDeckel. In dem vorerwähnten Gemäldebei Bottari ist die Arche nur durch diedarauf sitzende Taube mit dem Oelzweigcharakterisirt, in dem Sarkophage beiAringhi R. S. I 335 durch einen in ihr;
Flg. 330. Arche Noe’e. Von einem Wandgemälde derKatakomben.
stehenden Oelbaum. Die Arche schwimmtmeistens auf dem Wasser, oft auch stehtsie, zuweilen auf Füssen, schon auf demBerge (Genes. 8, 4). Mit Ausnahme der
beiden vorerwähnten Monumente zeigenalle entweder N. selbst als bärtigen Mann,oder einen Jüngling, einige eine weiblicheFigur, in der Arche stehend, die Armeentweder der Taube mit dem Oelzweigentgegenstreckend oder in der Weise derOranten ausgebreitet. Die Taube ist mei-stens heranfliegend dargestellt; in demSarkophag bei Aringhi I 333 sitzt sie aufeinem entlaubten Baum, eine Erinnerungan die Verwüstung der Sündfluth, in demGemälde bei Aringhi II 187 auf der HandNoe’s. Auf einem in Algerien gefundenenRelief erblickt man neben N. in der Arche,welchem die Taube den Oelzweig bringt,mehrere Leichen auf der Erde liegend, andenen ein Rabe frisst (Revue archeol. ser.I, pl. CXV). Auf einem Sarkophag zuTrier ( Braun Erkl. eines antiken Sarkoph.,Winckelmann-Progr. Bonn 1850) erblicktman ausser N. auch dessen Frau, sowiedessen drei Söhne mit ihren Frauen, undausser der mit dem Oelzweig heranflie-genden Taube noch zwölf andere Thiere,welche, mit Ausnahme des vor der Archesitzenden Raben, auf dem Rande dersel-ben sitzen.
Schon die Form der Arche zeigt, dassnicht eine historisch treue, sondern einetypische Darstellung beabsichtigt w r ar; de-ren mystische Bedeutung ist eine mehr-fache :
1) Anknüpfend an die hl. Schrift (I Petr.3, 20) erklären die hl. Väter einstimmigdie Arche als ein Symbol der Kirche, inwelcher die Gläubigen die Nachlassungihrer Sünden und den göttlichen Friedenvon dem hl. Geist erhalten und so vonder Sündfluth, welche die Welt ins Ver-derben stürzt, gerettet werden. Quem-admodum" enim post aquas diluvii, quibusiniquitas antiqua purgata est, post baptis-mum, ut ita dixerim, mundi pacem coe-lestis irae praecO columba terris adnun-tiavit dimissa ex arca et cum olea rever-tens, quod signum otiam apud nationospaci praetenditur: eadem dispositione spi-ritalis effcctus terrae, i. e. carni nostraeemergenti de lavacro post vetera delictacolumba s. Spiritus aderat, pacem Deiofferens, emissa de coelis, ubi ecclesiaest arca figurata ( Tertall . De bapt. c. 8-;Hippolyti Philos. IX 2, ed. Cruire 444;vgl. Hieron. Dial. orthod. et Luciferiani:arca Noe ecclesiae typus fuit. S. AleandroNavis eccl. symb. 16; Aringhi R. S. II,lib. V 9 de Noemo; de Rossi R. S. II 327).Aus dieser Auffassung floss diese Compo-sition der christlichen Künstler; dieselbefindet sich bereits in einer der aposto-lischen nahen Zeit (de Rossi Bull. 1865,43 sq.) und ist also nicht von der vielspätem Münze von Apamea entlehnt wor-