Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Nola — Nomina offerre.

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•den. Um diese Bedeutung noch deutlicher Ihervortreten zu lassen, steht bei Aringhi\R. S. II 101 die Arche in einem Schiff,,ebenfalls einem Bilde der Kirche (s. d.Art. Schiff), während letzteres Symbol da-'durch verstärkt wird, dass dem Schiffe jdes Jonas (z. B. auf einem Kölner Gold-glas, Jalirb. der Alterthumsfr. im Rheinl.XLII, Taf. V) und dem von einem Fischgetragenen Schiffe des Petrus auf einem,geschnittenen Onyx (Aringhi II 475; Per- 'ret IY, pl. XVI) die Taube von der Arche 1beigegeben ist. X. in der Arche ist einBild der durch die Kirche Geretteten, !aber auch als der neue Stammvater derMenschheit ein Bild Christi, der durchdas Holz des Kreuzes und das Wasser,welches mit dem Blute aus seiner Seitefloss, der Stammvater eines neuen, in demWasser der Taufe wiedergeborenen Ge-schlechtes wurde ( lustin. Dial. c. Trypli.e. fin.; Ioan. Damasc. Hom. de Sabb. s.).

2) Hie häufige Zusammenstellung mitdem vom Fische ausgeworfenen Jonas,die Aehnlichkeit der Darstellung des ausdem Rachen des Fisches herausragendenJonas (s. d. Art. Jonas) und des halb ausder Arche hervorragenden X. lässt schonin letzterer Scene ebenfalls eine Hinwei-sung auf die Auferstehung vermuthen.Diese Bedeutung findet sich auch bei denhl. Vätern bezeugt, welche hervorheben,dass X. durch den Bau der Arche sich 'ein neues Leben bereitete: Niüs xißtuvöv;xateorxeuasiv saora -aXiy'cvETia; ~ü> o ixsuo ;ip 7 a!tf|ASvoc oixai ( Epiphan . Ancor. c. 96).Auf Sarkophagen und Grabsteinen ist also .X., dessen Xame ,Rulie‘ bedeutet (Genes.;5, 29), der Ausdruck des Wunsches derewigen Ruhe, also gleichbedeutend mitIn pace (s. d. Art.). Dieser symbolische ,Sinn tritt noch deutlicher hervor, wo inicht X., sondern ein Jüngling oder eine ;Frau in der Arche steht, also der Ver-storbene dargestellt wurde. So bei AringhiR. S. I 551. 565; II 71. 105. 109. 315;auf einem Sarkophag im Lateran-Museum,wo auch der Xame der Verstorbenen (IV-LIAXE) der Figur beigesetzt ist; aufeinem Grabstein des Mus. Kircher. {deRossi It. S. II 327) und auf einem andernGrabstein (ebd. tav. XLYII 4J ), wo dasallein noch übrige 0 beweist, dass nichtder Xame X. dort stand. Hierher sindauch wol alle die Darstellungen zu zählen,'wo die in der Arche stehende Person inder Haltung der Oranten (s. d. Art.) undnicht in der X. entsprechenden Kleidung,sondern mit gestreifter Tunica erscheint.Hier ist also die in der ersten Bedeutung,■welche die Kirche ja auch mit Bezug auf<lie Rettung von dem ewigen Tode durch<lie Arche symbolisirt, bereits eingeschlos-

sene Beziehung besonders betont, dassder Christ, weil er als Glied der Kircheund im Frieden mit ihr gestorben, auf-ersteht, um ewig zu leben, während die,qui sine pace recesserunt, zum ewigenTode werden auferweckt werden (Epiph.1. c.). Die der Arche gegebene Form,welche einem Sarkophage viel ähnlicherist, als die Gestalt der wirklichen Arche,mag auch mit dieser symbolischen Be-deutung Zusammenhängen. Xicht minderdeutet auf die Auferstehung und das ewigeLeben die Kufenform der Arche bei AringhiII 285. Die Trauben .sind ein bekanntesSymbol der Christen. Ihr Auspressen inder Kufe ist ein Sinnbild der Trübsaledieses Lebens, durch welche der Christder glorreichen Auferstehung würdig wird.Uebrigens ist auch hier die erste Bedeu-tung nicht ausgeschlossen, indem die Kufeauch ein Symbol der Kirche ist ( Theodoret.Ad psalm. VIII 1; vgl. St/idas v. Irp6i).Auf das himmlische Paradies, in welchesder Christ eingeht, wenn er aus der Archeder mit den Wogen der Welt streitendenKirche an den Ufern der Ewigkeit ent-lassen wird, deutet wol auch der auf demi Sarkophag bei Aringhi I 335 heranwach-. sende Baum (s. d. Art. Baum), obgleich' auch hier der durch den Oelzweig derTaube symbolisirte Friede, welcher durch1 die Verdienste Christi und die Gnaden deshl. Geistes in der Kirche uns zu Theilwird, dargestellt sein kann.

II. Die in Genes. 9, 21 ff. berichteteScene aus dem Leben Xoe’s findet sichin der Wiener Genesis aus dem 5. Jahrh.dargestellt (s. d. Art. Xacktheit, wo auchdiese Verspottung Xoe’s durch Cham alsVorbild der Verspottung unseres Erlösersnachgewiesen ist). heuser.

h’OLA. für Glocke, s. d. Art. I 622.

NOMIXA OFFERRE, ein Terminus deraltchristlichen liturgischen Sprache, ist zuunterscheiden von nomina dare. Dies letz-tere bezeichnet eine Xamensangabe vonSeite der Träger der Xamen selbst; soz. B. gebraucht Augustinus (Serm. 131; Decura pro mort. c. 12) das nomina darevon den Katechumenen, welche, nahe da-ran, die hl. Taufe zu empfangen, ihreXamen angeben mussten, um diese mitden Xamen der sponsores s. susceptores(dvaooyot) in die kirchlichen Register ein-tragen zu können. Diesem lateinischen,nomina dare 1 entsprach das griechische.dzoYpa^sjfkv (med.) bei Cyrill. Hieros. Pro-catech. n. 13 und Pseudo-Dionys. Hierarch.eccl. c. II, n. 4 etc. Das X. o. aber standin ganz spezieller Beziehung zur eucha-ristischen Liturgie. Diejenigen Gläubigen