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Numismatik — Nuss.
einer ordinatio loco fundata (Ep. 92 ad j welcher uns vielleicht während der Nacht-
Rustic. c. 1); doch beweisen gerade diesewiederholten Einschärfungen, dass wolauch Ausnahmen vorkamen. Der Termi-nus N. ist übrigens mittelalterlich.
NUMISMATIK, altchristliche, s. d. Artt.Medaillen II 384 und Münzen II 432.
NUNC DIMITTIS. Dieses Canticum Si-meonis (Luc. 2, 29—32), welches der ehr-würdige Greis im Tempel sprach, als ergewürdigt worden war, den Erlöser derWelt, das Licht zur Erleuchtung der Hei-den und zur Verherrlichung des VolkesIsrael, zu erblicken und auf seinen Armenzu tragen, finden wir schon in den dreiersten Jahrhunderten bei dem Abendgebetder Christen im Gebrauch. Die Constit.apost. VII 48 enthalten folgendes Abend-gebet: ,lobet den Herrn, Kinder, lobetden Namen des Herrn (Ps. 112). Wirloben dich, wir preisen dich, ehren dichwegen deiner grossen Herrlichkeit, Herr,König, Vater Christi, des unbeflecktenLammes, das hinwegnimmt die Sündender Welt; dir gebührt Preis, dir gebührtHerrlichkeit, Gott dem Vater durch denSohn in dem allheiligen Geiste, von Ewig-keit zu Ewigkeit. Amen. Nun entlassestdu deinen Diener, Herr, nach deinemWorte im Frieden, weil meine Augen deinHeil gesehen, welches du bereitet hastvor dem Angesichte aller Völker, ein Lichtzur Erleuchtung der Heiden und zur Ver-herrlichung deines Volkes Israel. 1 Ob die-ses Gebet öffentlich in der Kirche odernur in der Familie verrichtet wurde, lässtsich nicht feststellen; jedenfalls zeigt dieFassung, dass es ein gemeinschaftlicheswar. Nachdem durch den hl. Benedict dieComplet als besondere Tageszeit in dasBrevier eingeführt worden war, erhieltdieses Canticum im römischen Ritus seineStelle in diesem Tlieil des Officiums, wäh-rend das Officium monasticum ihn nichtaufnahm, sondern sich auf die drei vomhl. Benedict vorgeschriebenen Psalmen be-schränkte. Deshalb haben die Benedic-tiner, Cistereienser und Karthäuser dasN. d. auch heute noch nicht in der Com-plet. Dieses Canticum ist seinem Inhaltnach sehr passend beim Abendgebet. Anjedem Tage erblickt der Christ den Er-löser in den zahllosen Erweisen seinerLiebe, in der Erleuchtung seiner Wahr-heit, in dem Tröste, den er uns spendet,in_ der Hülfe, die er uns gewährt auf demV'ege zur Anschauung im Himmel. Da-rum ist auch für uns der Ausdruck derGesinnungen Pflicht, welche den hl. Si-meon erfüllten, besonders am Abend vordem Schlafe, diesem Bilde des Todes,
ruhe bevorsteht. Dieses Canticum ist dennauch eine Erinnerung, dass wir immermehr und vollständiger uns selbst abster-ben und nur für den Herrn leben und ini seinem Lichte wandeln sollen, um in sei-nem Frieden hinüberscheiden zu können.Nach der hl. Communion sprach diesesGebet die hl. Maria von Aegypten (f um525), vielleicht auch in Vorahnung ihresan demselben Tage (2. April) erfolgtenTodes (Acta SS. Apr. I 82).
Seit im 5. Jahrh. das Fest Mariae-Licht-mess mit seiner Kerzenweihe und Pro-cession eingeführt wurde, erhielt das N. d.auch in die Liturgie dieses Festes Auf-nahme und wird an demselben noch jetztbei der Austheilung der Kerzen, bei derProcession und in dem Evangelium derMesse gesungen. Vgl. Probst Lehre undGebet 347; Bingham Orig. VI 47; MeratiObserv. ad Gavanti Comm. t. III, sect. V,c. VI; Bona Div. Psalmod. c. XI. iikuser.
NUNDINAE (a-fopaji'at) an den Festen derMärtyrer zu halten, verbietet schon Basil.Regul. maior. qu. 40 mit Bezugnahme aufdie Austreibung der Händler aus demTempel, welche der Herr einst vorgenom-men hatte.
NUSS. Der süsse Kern der Mandel-N.ist nicht allein von einer harten, holzigenSchale, sondern auch von einer bittern,fleischigen Haut umgeben. Den Väternwar aus diesem Grunde die Mandel- (nichtdie sog. welsche) N. (vgl. Kreuser K.-BauII 307, 2. Aufl.) ein Symbol Christi (llie-rongm. In lerem. c. 1; In Eccles. e. 12;Pseudo-Gregor. M. Super cantic. cant. c. 6,n. 12; Basil. In Hexaem. c. 5). Die bitteregrüne Hülle bedeutete Christi (gekreuzig-tes) Fleisch, die harte Schale seine Ge-beine , der Kern seine Gottheit. Diesspricht, allerdings etwas gesucht, der hl.Augustinus Serm. de tomp. (Dom. ante Nat.)in folgenden Sätzen aus: ,nux trinam ha-bet in suo corpore substantiae unionem:corium, testam et nucleum. In corio caro,in testa ossa, in nucleo interior animaj comparatur. In corio nucis, carnem signi-ficat Salvatoris, quae luibuit in se asperi-tatem vel amaritudinem passionis; in nu-cleo, interiorem declarat dulcedinem dei-tatis, quao tribuit pastum, et luminissubministrat officium. In testa, lignuminterserens crucis, quod nos discrevit id,quod floris, et intus fuit; sed quae ter-rena et coelestia fuerunt, niediatoris ligiiiimpositione saciavit.* Eine ganz ähnlicheIdee spricht der hl. Paulin von Nola (Innatal. IX s. Fel. v. 274 f.) in folgendenWersen aus, in denen auch die N. als