Nymphaeum — Oblati.
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Symbol des Leibes Christi im hl. Sacra-ment und die im MA. weiter entwickelteAuffassung als Symbol der Mutter Christinahegelegt wird:
,si placet inspiciamus adhuc mysteria regni,tres patriarcha sibi trina legit arbore virgas,spirantein storacis laevem platano, nuce flrmam.Spiritus in platano est, virgo in storace, innuce Christus.
Nam patulos platanus ramos expandit in um-bras,
sanctus in umbrata formavit virgine ChristumSpiritus, et storacis puto virgo sit arbore David.Prompsit adoratum quae virgo puerperaflorem.Virga nucis Christus, quoniam in nucibus cibusinttis,
testa foris et amara super viridi cute cortex.Cerne Deum nostrum velatum corpore Chri-stum,
qui fragilis carne est, verbo cibus , et cruceamarus,
dura superficies, verbum crucis et crucis escaest,
coelestem Christi claudens in carne medullam.'
Hier erklärt der hl. Paulinus die N.,weil deren innerer Kern von einer hartenSchale und bittern Rinde umgeben ist,als Symbol Christi, dessen Gottheit ver-hüllt ist von dem menschlichen Leibe,welch letzterer zudem den bittern Kreuzes-tod erduldete. Aber dieser verhüllte Got-tessohn ist durch sein Wort eineSpeise. Und in der überschatteten Jung-frau hat der hl. Geist den Leib Christigebildet, wie, so setzten mittelalterlicheSchriftsteller hinzu, der Kern der N. sichin der unverletzt bleibenden Schale bildet(Mandorla).
Wenn Martigny (Dict. 2 502) schreibt,dass Gregor d. Gr. [richtiger müsste esheissen Pseudo-Gregor] (In cantic. c. 6)u. A. die N. als Symbol der Vollkommen-heit ansähen, so hat er Recht; aber für
Fig. 333. Nuss aus Bernstein mitdem Opfer Isaaks (Boldetti 298,tav. I»).
irrig halte ich seine Ansicht, dass dieersten Christen durch Anbringung vonKüssen an Gräbern die vollendete Tugend-haftigkeit der dort Begrabenen hätten an-zeigen wollen.
Die hier in Fig.
333 abgebildeteN. aus Bern-stein fand Bol-detti (298, tav.
1 10 ) aussen aneinem Loculus: (s. d. Art.) der| KatakombenI angebracht. Siej zeigt auf einerj Fläche das Opfer Abrahams, der mit der1 Rechten das Messer erhebt, um den zu: seinen Füssen knieenden Isaak zu tödten.Das Opfer Isaaks war Vorbild des blu-| tigen Opfers Christi am Kreuze. Die N.
! sowol (durch ihre harte Schale und bit-| tere Rinde symbolisirend den gekreuzig-ten Leib Christi) als das Opfer Isaaks| wollten sagen, dass hier Jemand begraben\ liege, der seine Hoffnung (auf Auferste-hung) auf den erlösenden KreuzestodChristi setze. ■ münz.
XVMPHAEUM heisst zuweilen die imi Vorhof der Kirche stehende cpidXv) (vgl. d.Art. Basilika I 122). Der Ausdruck istj hergenommen aus der antiken Architektur,wo N. oder Nympheum (vup-^otTov, vup<psiov)i eigentlich ein den Nymphen geweihtesGebäude (Plin. Hist. nat. XXXV 12, 43)[bezeichnet, meist einen hohen Rundbau,
! in dessen Mitte ein Quell frischen Wasserssprudelte ( Liban. Antioch. 372). Die Nym-[ pheen, deren P. Victor (Urb. Rom.) meh-rere in Rom aufzählt, standen meist mit| den Thermen in Verbindung; vgl. die Be-| lege bei Puch s. v.
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OBDOBMIVIT IN DOMINO. Diese vonder Vulgata Act. 7, 59 von Stephanus’Hinscheiden gebrauchte Formel ist deraltchristlichen Epigraphik fremd, bildetaber häufig den Schlusssatz späterer Le-genden und kann insofern als ein An-zeichen einer nach dem 6. Jahrh. hinaus-liegenden Redaction betrachtet werden.
OBITUARIEN', s. Nekrologien II 48G.Der Terminus Obituarium (Obitarium) istmittelalterlich; s. Ducange i. v.
OIJLATA, s. Oblatio.
OBLATI. Pueri o., auch donati oder
; nutriti genannt, waren Kinder, welche vonden Eltern schon in frühester Jugend Gott; geweiht und der Kirche oder einem Klo-ster übergeben wurden, um zu Klerikernoder Mönchen erzogen zu werden. AlsVorbild diente das Nasiräat, zu welchemi der jüdische Vater seinen Sohn, ehe er13 Jahre alt war, für längere oder kür-zere Zeit oder auch für immer gelobenkonnte (Mischna Sota III 8), wie es beiSamson (Jud. 13, 5 f.), Samuel (I Sam.1, 11), Johannes dem Täufer (Luc. 1, 15)der Fall war. Auch die allerseligste Jung-frau Maria soll nach Evodiits ( Nicephor.Hist. eccl. III 3) von ihrem dritten Lebens-