Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Oblatio.

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{offerunt Deo domino sacerdotes nostripapa romanensis et reliqui . . .), endlichdie Oratio post nomina, welche diese Be-zeichnung daher bekam, dass die Namender Geber oder Opferer recitirt wurden:offerre nomina fidelium. Schon bei Cy-prian Ep. 10: ad communionem recipiun-tur et offertur nomen eorum, und Ep. 27:communicando cum lapsis et offerendooblationem eorum, d. i. eorum nomina indiptychis recitando. Ygl. Innoc. I Ep. 1.ad Decent.: prius sunt oblationes com-mendandae et tune eorum nomina, quorumsunt oblationes edicenda (s. d. Art. Dip-tychen). Interessant ist die Vergleichungdieser Gebete unter einander, z. B. derrömischen, gallicanischen und mozarabi-schen; man erkennt die Abhängigkeit unddie Weiterentwicklung der einen aus derandern. Zur Deutung namentlich der pro-phetischen Ausdrücke in den Oblations-gebeten und den Secreten s. Bona II 9,n. 3; Kossing Liturg. Vorlcs. 399; Le BrunExplic. de la messe III 6, 2; Gihr Mess-opfer, 1. Auf!. 461 f. und besonders Bickella. a. 0. 108.

5) Verwendung derO. a) Zunächstwurde, wie bereits angegeben, aus denOblationen die Elemente von Brod undWein für die Eucharistie durch den Dia-kon entnommen. Diese Sitte bestand sehrlange. Cypr. De op. et eleem. c. 15: quaesumis (sc. als Communion), quod pauperobtulit; ähnlich Augustin. Enarr. in Ps.129, § 7: der Priester nimmt von dir das,was er opfert, für sich. Caesarius Arel.(502) Serm. 66, § 2: bringe Oblationen,welche auf dem Altar consecrirt werden.Joh. Diac. Vita Gregor. II 21; Ordo Rom.III (9. Jahrh.), § 13; Mabiüon Mus. Ital.II 57, wo es heisst: archidiaconus sumitex oblationibus et ponit tantas super altare,quantae possint populo sufficere, und gleichhernach: accipiat (diaconus) ex ipsis ob-latis quantum ei videtur et ponit desuperaltare ( Hardouin I 50; Hincmar. Capit. I 7).

b) Solange die Agapen bestanden, wur-den diese mit den Oblationen bestritten;daneben dienten die Opfergaben den ver-schiedensten milden Zwecken und zurDeckung kirchlicher Bedürfnisse. Seit demapostolischen Zeitalter besitzen wir fort-laufende Zeugnisse darüber, dass zu mil-den Zwecken geopfert wurde. So vonIustinus Apol. I 67 und die beredte Stellebei Tertullian Apol. c. 39, wo er die ver-schiedenen Zwecke, für die geopfert werde,nennt: die Oblationen sind ihm die ,de-posita pietatis 4 ; aus späterer Zeit Caesa-rius Serm. 77, § 2 und Serm. 76, § 2 (esist Sache des guten Christen, wenn erzur Kirche kommt, zu opfern je nach sei-ner Fähigkeit Geld oder Lebensmittel für

die Armen) und Isidor. Ep. ad Leudefr. 12.Der 4. apost. Kanon sagt mit Rücksichtauf die im 3. Kanon erwähnten Wein-trauben: jede andere Frucht werde weg-geschickt di olxov (= Gazophylacium oderdie Domus ecclesiae bei Possid. Vit. Aug.c. 24) als Primitiae für Bischof und Prie-ster , aber nicht auf den Altar gelegt.Nicht selten wurde aus den Opfergabenauch ein Mahl für Arme veranstaltet ( Pau-lin. [405] Carm. XX 67. 317. 389). Ob-lationen für Kirchengeräthe, Osterkerzenu. dgl. s. Strabo De reb. eccl. c. 18. Auchdie Kosten für Beerdigung Armer (obla-tiones mortuorum genannt) wurden ausden Altargaben bestritten ( Tertull . Apol.c. 39). Alle Gaben wurden dem Bischof,dem eigentlichen Verwalter alles kirch-lichen Eigenthums, anvertraut. Iustinus1. c. sagt: das, was gesammelt wird, legtman vor dem Vorsteher nieder. Daherdie Can. apost. 39 u. 41 das Eigenthumder Kirche in die Hände des Bischofslegen, dass er davon die Armen, die Kle-riker und sich selbst erhalte, was dieConstit. apost. II 25 weiter ausführen (s.Ratzinger Kirchl. Armenpflege 37 ff. u. ö.) —Ueber die Vertheilung der Oblationenhat die Kirche sehr oft Bestimmungenerlassen, z. B. das Conc. Aurel. I (511),c. 14 u. 15, wonach der Bischof von dem(in seiner Kathedrale) Geopferten die eineHälfte und der Klerus die andere Hälftebekam; von den Oblationen in den Pfair-kirchen aber fiel dem Bischof nur einDrittel zu. Die Synode von Dovin in Ar-menien (527) bestimmte, dass die Priesterzwei Theile, die Diakonen IV 2 Theile, dieniederen Kirchendiener und Wittwen einTlieil erhalten (can. 1. 2. 14. 24 u. 27).Die übrigen spanischen und fränkischenVerordnungen, nämlich das Toletan. IV,c. 33; XVI, c. 5; Tarragon. c. 8 u. 10;von Lerida c. 14; Xaintes c. 21; Francof.(794) c. 48, s. bei Itefele Conc.-Gesell, ii 2663. 718; III 2 20 u. 693. In der römi-schen Kirche sollen die Oblationen undsonstigen Einkünfte der Kirche nach alterVorschrift in vier Theile getheilt wer-den: der erste dem Bischof zur Ausübungder Gastfreundschaft, der andere demKlerus, der dritte den Armen, der viertezur Erhaltung der Kirche ( Gregor. M. Ep.1. XI, ep. 64; vgl. 1. IV, ep. 11 u. a.).

6) Aufbewahrung der Reste: a) derconsecrirten. Die Praxis war hierinim Morgen- und Abendlande verschieden.Es bestand längere Zeit die Uebung, einenTheil an Abwesende zu überschicken ( lu-stin. Apol. I 67) und den andern Theilden anwesenden Communicanten mit nachHause zu geben, damit sie dort sich selbstcommunicirten (Tertull. De orat. c. 14 u.

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