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Odysseus.
tecostes wurde bei den Griechen als einbesonderes Fest zu Ehren aller Mar-t v r e r (xupiaxf] xüiv af(<ov itavvow pap-topr)-jdvTiuv) gefeiert, weil deren blutige Siegegleichsam ein geschichtliches Resultat derPfingstthatsache waren (s. Guericke Archäo-logie, 2. Aufl. 183). Von Chrysostomusbesitzen wir eine eigene Homilie auf diesesFest. Die römischen Ordines kennenkeine Octava Pentecostes; die Pfingstfeierendigte sich in alter Zeit mit dem siebentenTage, dem Samstage, und der darauf fol-gende Sonntag hiess in dem römischenLectionarium: Dominica prima postOctavasPentecostes oder post Pentecosten. Alsim 10., 11. und 12. Jahrh. das von denGriechen nicht recipirte Festum Trinitatissich in Belgien, Frankreich und Deutsch-land einzubürgern begann und im 14. Jahrh.auch in der römischen Kirche Anfnahmefand, wurde dieses Fest auf die eigent-liche Octava Pentecostes, d. i. auf denSonntag nach Pfingsten verlegt, und vonda an bedeutete der Ausdruck OctavaTrinitatis, Octava Pentecostes, DominicaOctava Pentecostes soviel als: die Pfingst-octav, welche ist der Trinitätssonntag (vgl.Binterim Denkw. V 1, 209 ff.; Marznhl undSchneller Liturgia sacra IV. Th. 56B.) Der1. Jänner erscheint in alten Kalendarien,Sacramentarien, Martyrologien als OctavaDomini oder Octava Nativitatis Domini undwar nach den Acta martyr. Almach. beiBoiland, sub 1. Ianuar. ein den Römernbekannter Festtag; erst später wurdedie Octava Nativitatis Domini zu einemFeste Circumcisionis Domini, worüber derArt. Beschnei düng Christi nachzu-sehen ist. KBÜLL.
ODYSSEUS. Wenn das Bild des Orpheusseine Aufnahme in den christlichen Bilder-kreis einer dogmatischen Reflexion ver-dankte, so war es eine moralische Bezie-hung, welche eine andere, der Mytho-logie angehörende Figur, den ()., in den-selben einführte. Die Sage berichtet, dassauf einer Insel im westlichen Meere Jung-frauen hausten, welche durch ihren lieb-lichen Gesang die Vorbeifahrenden herbei-lockten, dann aber ins Verderben stürzten.Sie sitzen auf blumiger Wiese, umgebenvon Menschengebeinen. Homer nimmtzwei Sirenen an, bei Spätem sind es drei;die Sage dachte sie sich oberhalb als Jung-frauen, unten als Vögel; einige kleine In-seln an der campanischen Küste am Vor-gebirge Misenum galten als der ehemaligeAufenthalt derselben. Als O. an ihnenvorbeifuhr, verklebte er seinen Gefährtendie Ohren mit Wachs, er selbst aber Hesssich an den Mastbaum festbinden und ent-kam so der Gefahr; die Sirenen aber stürz-
ten sich ins Meer, da sie nach einer Weis-sagung nur so lange leben sollten, bis Je-mand, unverlockt von ihrem Gesänge, anihrer Insel vorübergefahren sei.
Man sieht, in diesem heidnischen Mythuslag auch für den Christen so viel Beleh-rendes, zumal inmitten einer Welt vollLaster und Verlockung, dass wir uns wun-dern müssten, wenn nicht der eine oderandere von den Kirchenvätern gelegentlichauf ihn hingewiesen hätte. In der Thatfehlt es an solchen Stellen nicht. Der hl.Maximin von Turin in seiner ersten Homi-lie über das Kreuz des Herrn erzählt zu-nächst die Sage und fährt dann fort: (Seit-dem Christus der Herr an das Kreuz ge-heftet ward, fahren wir mit verstopftenOhren an den Verlockungen der Welt vor-über. Der Baum des Kreuzes trägt nichtallein denjenigen, der denselben umschlun-gen hält, in sein Vaterland, er beschirmtauch durch die Kraft seines Schattens dieGefährten, die sich um ihn sammeln. Wasder Mastbaum im Schiffe, das ist das Kreuzin der Kirche, die allein unverletzt mittenan den Gefahren und Versuchungen derWelt vorüberzusteuern weiss. Wer alsoin diesem Schiffe der Kirche das Holz desKreuzes umfasst hält und seine Ohrendurch die Lehre der hl. Schrift verschlos-sen hat, der hat nichts zu fürchten vonden verlockenden Angriffen der Sinnlich-keit ... Christus der Herr ist an das Kreuzgeheftet worden, um das ganze Menschen-geschlecht aus dem Schiffbruch dieser Weltzu retten. 1
Lange vor Maximin von Turin hatte be-reits der hl. Iustinus Mart, denselben Ver-gleich gebraucht, indem er in seinem Aoyo?rpoxpcTTTizÄc die nachfolgende Mahnung aus-spricht, die wir um so lieber anführen,weil sie von den Archäologen bisher nichtbeachtet worden zu sein scheint: ,fliehenwir schlechten Umgang (ttjv auvrjftetav) -wiedie gefährliche Klippe, wie die Sirenen derFabel: das ist eine verderbliche Insel, vollvon Gebein und Leichen. Dort sitzt dielockende Buhlerin, die Wollust. Lass ihr,o Schiffer, ihre Leichen; der Geist Gotteswird dir helfen vorüberzusegeln. Beachtenicht den Gesang: er bringt dir den Tod.Wenn du nur willst, wirst du dem Ver-derben entrinnen, und an das Holz ge-heftet , wirst du gelöst sein von allemVerderben. Der Logos Gottes wird deinSteuermann sein und der hl. Geist wirddich zum Hafen des Himmelreichs bringen.Dort wirst du Gott schauen und hören,was kein Ohr gehört hat, was in keinesMenschen Herzen gedrungen ist 1
In ähnlicher Weise wendet den VergleichHippolyt in seinen Philosophumena (VII 1)an mit Beziehung auf die Gefahren, welche