Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Oel.

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Frist Memorie storiche di Monza, Milano1794, I 24, tav. IV. V. Garrucci tav.CCCCXXXIII f.; uns. Fig. 336). Sie tra-

Fig. 336. Oelfläscliclien aus Monza.

gen griechische Umschriften, z. B.: EAEON(= eXatov) HTA01 ZQHC TQN APIQN XPI-CTOT T01IQN, ETAOr KYP10Y TQN AE1QNT0I10N, und waren wol ein Geschenk,welches Theodolinde aus Jerusalem erhal-ten hatte. Nach dem von derselben Handwie die Papierinschriften geschriebenenKatalog: NOTA DE OLEA SCORUMMAR-TYRUM QUI ROMAE IN CORPORE RE-

QUIESCUNT.QUAE OLEA SCA

TEMPORIBUS DOMINI GREGORII PA-PAE ADDUXIT IOHANNES INDIGNUSET PECCATOR DOMINAE THEODO-LINDAE REGINAEDE ROMA, enthaltendie anderen Gefässe 0. von den hl. OrtenRoms. Dieser Katalog, welcher auch da-durch von grossem Interesse ist, dass erdie betreffenden hl. Stätten Roms in topo-graphischer Ordnung auffiihrt (de RossiR. S. I 1335; Bull. 1863, 44) ist von Ma-billon (Praef. in Act. SS. ord. Bened.Diss. II De cultu SS. ignotor. ed. Trident.1724, 631. 648; vgl. Mus. Ital. ed. Par.1724, I 14, c. 28), Muratori (Anecd. lat.II 191 f.), Ruinart (Act. martyr. 543),Gori (Thes. vet. Diptych. II 222), besservon Frist (Mem. della chiesa Monzese II 62;Mem. stör, di Monza I 20, II 1), am bestenvon Marini (Papiri dipl. 377 f.) herausge-geben worden, welch letzterer auch dentopographischen Werth des Actenstiickeserkannte, der dann durch de Rossi (R. S.I 134) in sein rechtes Licht gerückt wurde.Es findet sich darin auch ,oleum de sedeubi prius sedit S. Petrus' (im ostriani-schen Coemeterium) aufgeführt (de RossiBull. 1867, 37); die Säule, auf welcher dasGefäss mit diesem letztem 0. in dem

genannten Coemeterium stand, ist wahr-scheinlich die einem steinernen Bischofs-stuhle gegenüberstehende, von M. Armel-lini (Scoperta della cripta di s. Emmeren-ziana 41, tav. II) wiederaufgefundene inder Krypta dieser Heiligen. Derselbefromme Gebrauch bestand auch in anderenTheilen der Kirche. Durch das 0. ausden Lampen am Grabe des hl. Nicetiuszu Lyon wurden Blinde geheilt und Be-sessene befreit (Greg. Turon. Hist. Franc.IV 37); ähnliche wunderbare Heilungengeschahen durch das 0. aus den Lampenan dem Grabe der hl. Genovefa (Mirac.s. Genov. § 14), des hl. Severin (Transl.s. Severini auet. Ioann. Diac.).

Wenn wir von den O.-Gefässen zu Monzaund von einem, welches auch 0. von demGrabe des hl. Petrus, Erzbischofs von Ale-xandrien, des ,letzten Märtyrers', enthaltenhaben wird (de Rossi Bull. 1872, 25. 30,tav. II 4 ), absehen, so sind solche Gefässenur von dem 0. am Grabe des hl. Mär-tyrers Mennas, aber diese in grosser An-zahl, bis jetzt aufgefunden worden. Die-selben tragen auf der einen Seite die In-schrift: EYAOl’IA TOY AHOY MHNA, undzeigen auf der andern das Bild diesesMärtyrers in kriegerischer Kleidung undin der Haltung eines Betenden, zu seinenFüssen zwei Kameele, das Sinnbild derWüste, weil er für Libyen und seine Wüsteim Leben und nach seinem Tode als be-sonderer Beschützer galt; zuweilen zeigensie die Inschrift: 0 ATIOC MHNAC oderIOY AHOY MHNA bei dem Bilde des Hei-ligen. Diese Ampullen sind nach der Artdes Thons und ihrer gelblichen Farbe alleägyptischen Ursprungs, und somit Erin-nerungszeichen der äusserst zahlreichenWallfahrten zu dem neun Meilen westlichvon Alexandrien gelegenen Grabe jenes

Fig. 337. Oelflüschchen des lil. Meonas.