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Zweiter Band. I - Z.
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Paradiesesflüsse — Hapctfj.ovapiOf.

V. Das epigraphische Formular hatfür die Aufnahme ins P. eine Reihe vonAusdrücken, welche zum Theil bereits obenII 54 zusammengestellt sind, zum Theilmuss dafür auf die Artt. Purgatorium, Re-frigerium verwiesen werden. Eine für diespätere mittelalterliche Kunst bedeutsambleibende Formel ist die in SINY ABRA-HAE. So bei Muratori Thesaur. 1825 ’:

QYIESCENTI IN SINY ABRAHAE ISACET IACOB; bei Marini Pap. 244: INGREMIO ABRAHAM, dem Sinne nachgleichbedeutend mit jener andern, welcheuns einmal auf einem Steine von S. Cal-listo begegnet: ACCERCITVS AB AN-GELIS {Fabretti 581, LXXXYI). Wietief übrigens diese Anschauung im MA.gewurzelt, zeigen nicht bloss die zahlrei-chen Darstellungen von Abrahams Schossin romanischen Reliefs, sondern auch Aeus-serungen wie die der Ann. Quedlinb. (M. G.

SS. III 78), wo es zu 1002, zu Otto’s IIITode, heisst: ... in gremio Abrahae pa-triarchae magni, angelicis transvectus ma-1 (s. Fig. 362).nibus, collocatur. kraus.

dem das Agnus Dei über den ausströmen-

den vier Flüssen erscheint. Eine andereAuffassung zeigt Hirsche, die an denParadiesesflüssen ih-ren Durst stillen (s.d. Art. Hirsch I 666).

Das Sujet wird aucherwähnt in der Be-schreibung , welchePaulin. Nol. (Ep. 32ad Sever.) von sei-nem Bau giebt, undes war auch im MA.nicht ganz aufgege-ben. Man vgl. Flo-rus Mag. bei MabillonAnalect. ed. Paris.

416. Spon (Rech, cu-rieuses 34) berichtetvon einer Darstel-lung derselben in

Mosaik am Fussboden des Rheimser Do-wo die Flüsse personificirt waren

KRAUS.

Fig. 362. Paradiesesflüssezu Christi Füssen.

PARADIESESFLUSSE. Nicht selten sieht jman auf altchristlichen Monumenten das !Lamm Gottes oder Jesus Christus in Person j(Bottari tav. XYI; Millin Midi de la Fr. jpl. LIX etc.) dargestellt auf einem Felsen, ;welchem vier Flüsse (Genes. 2, 10) ent- jspringen. Die Ausdeutung der P. bei den jKirchenvätern ist eine doppelte: entwedersehen sie darin die vier Cardinaltugen-jden ( Ambros. De parad. c. 3), oder die jvier Evangelien ( Cypr. Ep. 73 ad Iu- jlian.; Beda Expos, in Genes. 2) symboli-sirt. Letztere Auffassung liegt ohne Zwei-fel dem von Marangoni herausgegebenen,seinerzeit in Anagni befindlichen Gra b-stein aus S. Priscilla zu Grunde (s. uns.Fig. 361), wo Christus zwischen Petrusund Paulus auf dem Hügel steht, unter

HAPAKAHTIKH heisst bei den Griechender im Laufe der Zeiten stark vermehrteOctoechos (<3xt<u7]-/os, Octotonus) des Joh.Damascenus, in welchem die acht Tonides letztem ursprünglich nur enthaltenwaren. Seinen Namen hat das Buch nachL. Ällatins von dem hauptsächlichen In-halt, der theils tröstlicher, theils invoca-torischer Natur ist. Ygl. Nilles Kalendar.manual., Oenip. 1879, XLYII.

PARALYTICUS, s. Gichtbrüchiger I 603.

I IAPAM0NAP102, der, wird Conc. Chalc.c. 2 unter den Beamten des Bischofs auf-geführt {Laibe IY 755). Die alte Ueber-setzung des Dionys. Exig. giebt dafür Man-sionarius, und in einer Marginalglosse wirdder Ausdruck mit Ostiarius übersetzt. Ei-nige Gelehrte, wie Bevereg. Not. in Conc.

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Fig. 361. Grabstein aus S. Priscilla in Anagni (Marangoni Act. s. Victorini).