Phelonion — Phiala.
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bracht ist. Und wir werden kaum fehlgreifen, wenn wir in gedachtem Bilde einenLeuchtthurm sehen, der in dunkelnNächten den Schiffern auf dem Meereglückliche Landung insichern! Hafen winkte.Diese Ansicht wird be-stätigt durch die denLeuchtthurm begleiten-den Symbole. Das Epi-taph der HORIA mit demgleich folgenden Bildedes P. nach Martigny 2640 ist zwischen einerPalme und einer Kroneangebracht (beides Sym-bole glücklichen Gelin-gens). Auf einem andernMonumente ist ein Schiffdargestellt, das mit vol-len Segeln auf den P.lossteuert (Mamachi Orig.III 91; Boldetti Osserv.372; Perret Catac. Y, pl.XLI 10 ). Wenn das Schiff(s. d. Art.) das Symbol derSchiffahrt des Lebens ist, so will das aufden Leuchtthurm zueilende Schiff auf demEpitaph eines Verstorbenen sagen, dassderselbe nach zurückgelegter Lebensschiff-fahrt glücklich den Hafen der Seligkeiterlangt habe. Deshalb trägt das Bild desSchiffes zuweilen den Namen des Ver-storbenen , wie auf einem Grabsteine inder Sammlung Passionei’s (Iscriz. antich.125). Das Gesagte wird weiter illustrirtdurch einen von de Rossi (Bull. 1868, 42,n. 2) im Coemeterium Callisti gefundenenGrabstein, der den P. in nachstehenderWeise mit der Aufschrift AOPATA, d. i.Unsichtbares, zeigt, wenn man nämlichdie Buchstaben nach den Richtungen desMonogrammes Christi gekreuzt liest. Diesesymbolische Darstellung, mit der vorigencombinirt, ergiebt den Sinn: wer im Hafender Seligkeit glücklich gelandet ist, wirdgeniessen, was irdische Augen nie ge
Fig.393. Pharus, nachMionnet (De la ra-rete et du prix desmed. rom. I 218. 226.241).
schaut. I640 2 ).
Kor. 2, 9 (vgl. Martigny Dict.
Der Name P. kommt seit dem 5. Jahr-hundert auch noch als Bezeichnung ge-wisser Leuchter vor, welche die Gestaltvon Leuchtthürmen haben und auf wel-chen die Kerzen aufgestellt wurden. Siestanden auf schalen- oder nachenförmigenUntersätzen (Canthari). An letzteren hingenvermittelst Kettchen als Delphine gestal-tete Lampen, oft in grosser Anzahl. Die-ser P. als Leuchter hing vor dem Altäreund sollte sein wie ein Sinnbild der Freude(ad signum laetitiae demonstrandum: Hie-ronymus Adv. Vigil. 7), so ein Symboldesjenigen, der im Sacramente wohnt und
gekommen war als Licht der Welt (loh.1, 9; Luc. 2, 32). Wie der P. der irdi-schen Häfen, so sollte der P. in der Kircheden im Meere der Zeitlichkeit von allenStürmen des Schicksals und der Leiden-schaften umhergetriebenen Menschen dierettende Bucht zeigen, wo sie endlichRuhe und die Fülle der Gnaden findenwürden. Vgl. Freib. Christi. Kunstbl. 1870,100; Melanges d’arcli. III 1—4; Mittheil,d. k. k. Central-Comm. 1860, V 309; Laibund Schwarz Studien über den christl.Altar 40. münz.
PHELONION, Planeta, s. Kleidung II201 f.
PHIALA. Es ist unter Art. Bad I 108darauf hingewiesen worden, dass in derNähe der Basiliken Brunnen oder Bäderangelegt wurden. Diese Brunnen hiessenP., auch Cantharus. Nach Euseb. H. e.X 4 (Kirche zu Tyrus) waren die Lavacravor dem Vestibulum der Basilika einge-richtet. Vgl. Paulin. Natal. 9. 10. Ep.XII. XXXI. Hier heisst das Bad Can-tharus ,fastigiatoque solido aere tholo 1tectus. Dazu Anastas. In Anastas. II undIn Symmacho. Canthari kommen auch beiUlpian Leg. 41, § 11 vor. P. = Nym-phaeum hat Anastas. In s. Hilario. Paalin.Nat. 10. P. heisst auch das ganze Ge-bäude, welches das Receptaculum oder denCantharus (d. h. xo epßaoov -/cd xov Tcollpsvaxrjc tpiaÄ7)c, so Constantin. 39; £pßdxr]C,Theophan. Euchol., v.o-vupßsiov bei beiden) ein-schloss.
Die P. stand mittenim Atrium oder derArea, Euseb. X 4: cpiaXr|psaiadXov xrjc ly.y.XrjXi'x;,
XouT7]p psaiaoXov (Eu-chol. graec. 449. 465;
Paulin.Sü. II 177). Siewar aus kostbarem Ma-terial , zuweilen auslaspis, mit Hallen um-geben und spie ausLöwenköpfen das Was-ser aus, daher auchXsovxdptovgenannt (Ano-nym. Const. Basil. Ma-ced. fil. 55).
Die Benediction die-ser Fontes fand an Epi-phanie statt (Euchol.gr.). Daher voaöiv d-s-Xaoxt/.al, oaip^vcov cpuya-fku-r/at in Const. Ap., Eap.axiy.ov ij/uycov xaia(opdx(ov, dpapx7jpdx(ov Xuxijpiov, Euchol. gr.Paulin. Sil. berichtet von dem Wunder derP. im Atrium der Sophienkirche, wo ohne
Fig. 394. Phiala.