Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Piseis — Plebanus.

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scina evident, wenn wir Stellen wie fol-gende berücksichtigen. ,Wir Fischlein/sagt Tertullian (De bapt. c. 1), ,werdennach dem Vorgänge Jesu Christi, unseresFisches im Wasser, geboren. 1 Noch deut-licher heisst es bei Optatus Milev. (Adv.Parmen. IEI 2): ,das ist der Fisch, derauf unsere Anrufung bei der Taufe inden Brunnen herabsteigt, damit das, waseinst Wasser war, von dem Fische auchFischteich (Piscina) genannt werde.' Dererste, der den Ausdruck Piscina bethsaidafür Taufbrunnen anwendet, ist Hippolyt(Can. arab. 15; vgl. Probst Sacram. 115).Früher nannte man Sidonius Apollin. (Ep.1. II ad Domit.) als den, welcher Piscinabethsaida für Taufbrunnen zuerst ge-braucht habe (vgl. Binterim Denkw. IV 1,112; VII 1, 41) [und Bingham III 257.Bemerkenswerth ist auch, dass die Acta«. Silvest. die Taufe Constantins geschehenlassen in palatio lateranensi ... in piscina(vgl. Bull. 1878, 66). K.]. Die Piscina,weil die Taufe im christlichen Alterthummeistens durch Untertauchen gespendetwurde, war oft so gross, dass ein in diePiscina des Papstes Damasus gefallenesKnäblein erst nach einer Stunde gefundenwerden konnte. Wegen ihrer Grössenannte man sie auch Alveus baptisterii(Bertoli Ant. di Aquil. 39), xoIujißVjSpa(Joh. 5, 2), Natatorium {Socrat . Hist. eccl.VII 17), Iordanes. Sie waren daher viel-fach an Quellen, Bächen oder Wasserlei-tungen angelegt. Papst Damasus liess zuseiner Piscina eine eigene Wasserleitunglegen ( Baronius Ad a. 384); die Piscinazu Aquileia war an dem Flüsschen Alsa(Bertoli 1. c.). Die Piscina im Coemete-riumPontiani erhielt ihr Wasser von einemunterirdischen Bächlein. Die heute ge-bräuchlichen Taufsteine sollen nach Otte(Kunstarchäol. 210) erst im 8. und 9. Jahrh.aufgekommen sein.

3) Den Namen Piscina erhielt im MA.•endlich jene Vertiefung zum Wasserablaufin der südlichen Wand des Chors nebendem Altar, wohin das Wasser nach demLavabo in der Messe abgegossen wurde.Diesen Namen (Piscina) bekam gedachteNische, weil der Priester sich beim Hände-waschen an die in der Taufe erhalteneReinheit (von Sünden) erinnern solle {Du-rand. Ration. I 1, n. 39). Sie hiess auchflaXaasi'Stov und Fenestella. münz.

[Ihrer wird bereits im Missale Gothico-Gall. (bei Mabillon Lit. Gail. 1. III, tit. 12)und im Ordo Rom. (tit. Ordo bened. eccl.)gedacht. Zwar hat de Caumont (Aböcdd.d’archeol. relig.) die Behauptung aufge-stellt, dass diese Piscinen nicht über das13. Jahrh. hinaufgehen und alle gothischseien; indess folgt daraus, dass keine älte-

ren erhalten sind, nicht, dass es in frü-herer Zeit keine gegeben habe. Leo IV(Coli. Conc. ed. Sirm. XXX 470) verord-nete 847 ausdrücklich: locus in secretarioaut iuxta altare sit praeparatus ubi aquaeffundi possit, quando vasa abluuntur, etibi linteum nitidum cum aqua dependeat,ut ibi sacerdotes manus lavent post com-munionem. Weiter hat Ilincmar die Ein-richtung von Piscinen in der Nähe desHochaltars eingeschärft, und die bis ins9. Jahrh. hinaufgehenden Goutumes de Clu-gny erwähnen zweier Piscinen beim Altar,beide aus Backstein. Vielleicht bestandendiese älteren Piscinen, wie Viollet-le-Duc(Dict. rais. d’archit. VII 189) vermuthet,nur aus beweglichen, hier und da wolauch aus Metall gearbeiteten Vorrichtun-gen, die dann verschwanden, als seit demEnde des 12. Jahrh. die Piscina einenBestandtheil des Gebäudes zu bilden an-fing. Vgl. auch Mailet Cours elem. d’Arch.relig., Paris 1883, 113 f. kraus.

PISCIS, s. Fisch I 516.

PISTORES, s. Spottnamen, Namen II470.

11I2T02, s. Fidelis I 506.

PLANETA, s. Kleidung II 201 f.

PLANETEN. Die Himmelskörper undspeziell die P. spielen zwar in gewissengnostischen Systemen, welche dem Oriententlehnt sind, eine bedeutende Rolle {Iren.Adv. haeres. I 30 u. ö.); doch lässt sichin der altchristlichen Kunst eine beson-dere Darstellung der P. nicht nachweisen,wenn man dahin nicht die Tafel des ophi-tischen Systems mit Einzeichnung der P.rechnen will {Orig. Contra Cels. VI 25).Der von Boeckh C. I. Gr. n. 2895 (II 568;Mai SS. vet. nov. coli. V 28, 2) publi-cirte Stein in Milet mit den sieben P.wird kaum Anspruch auf christlichen Ur-sprung erheben können; und ebenso dürftedie Aeusserung bei Gregor. Naz. Vit. Ma-crin. (Opp. II 179) wol nicht auf die P.,sondern auf die Elemente gehen. Vgl.Piper II 221 f. und d. Art. Sterne.

PLASTIK, altchristliche, s. d. Artt. Sar-kophage und Sculptur.

PLAÜTINA PUOSAPIA, s. Spottnamen,Namen II 470.

PLEBANUS hiess der Priester, welchereiner bestimmten Kirchengemeinde (Plebs,s. d. Art.) als kirchlicher Obere Vorstand:P., dominus plebis, presbyter, qui ple-bem regit {Baibus bei Ducange i. v.), alsoder Pfarrer, später wird auch manchmalder Dechant so genannt. Diese Benen-

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