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Praecones — Praepositus.
apostol. II 57 das ,uiioßoXs6j‘ in seinerBedeutung von Cantor, P. mit Rechtfestgehalten. Auch Epiphanius Scholasticus,der Uebersetzer des KirchenhistorikersSocrates, giebt in der oben citirten Stelle:,iv tt) - aoxrj 'AXscjavopsia avayviüaxai y.al u ir o-ßoXsT? d3ia<popov •/.. x. X.‘ das uiroßoXst?durch ,psalmi pronuntiatores“ (s. o.) wie-der. Ygl. d. Artt. Cantores, Psalmodieund Phonascus. krüll.
PRAECONES (tspoy.Vjpuy.at), eine Bezeich-nung für Diakonen, die bei Synes. Ep. 67,224 (tspoy.rjpuy.iov) und Chrys. Ilom. 17 inIlebr. 9 (ed. Francof. VI 484: yrjpu;) vor-kommt. Ygl. d. Art. Diakon I 357.
PRAEFATIO, s. Liturgie II 316.
PRAEFECTI 4ALETUDINARI0EUM, die
Nosocorni, Verwalter der Hospitäler, s. d.Art. Wohlthätigkeitsanstalten.
PRAEFICAE (yuvaTxs; ftp^vtpoot), Klage-weiber. Aus den heidnischen und jüdischenBegräbnissriten gingen die Klagefrauenin das Christenthum über, welches siezwar duldete, insofern es die Trauernicht völlig verbot; gleichwol sah dieKirche diese antike Sitte der sog. Con-clamatio nicht gerne und war gegen allederartigen ausschweifenden und wildenKlageäusserungen. Als besonderer Gegnerder Klageweiber trat Chrysostomns auf, deröfter diese Unsitte der Heiden (der CeteriI Thessal. 4, 13) rügte: dXXA xal vüv p.sxaxtüv aXXojv xaxiüv xal xoüxo xiTjv yu v a t y. c~j v xövo3T||j.a y.paxst- £-(osi£cu yap Iv xoTc HpVjvoi?Trotoüvxai y.at xoTj xfi>xuT<ni yup-voüaat ßpayhjvac(Ilom. 62 in Ioan.; vgl. de Lazar. Y, § 2u. Ilom. 22. 31 in Matth.: du rufst heid-nische Klageweiber herbei — hprjvtooout'EXXrjvtoac yovaixat) und mit bitterem Tadelverfolgt er Ilom. 3 in Phil, dieses Hand-werk (xs'yvrp) der Klagen und droht sogarmit Excommunication. Die Christen fürch-teten sich überhaupt vor lauter Trauer,und Augustin (Confess. IX 12) scheute sichzu weinen beim Tode der Monica. Vgl.Cyprian De mortalit., besonders c. 20 sqq.( Migne IY 234.) krieg.
PRAEEATUS hat im christlichen Alter-thum noch keine engere Bedeutung, sondernsteht für Vorgesetzter überhaupt, dannspeziell für kirchlicher Vorsteher = Prae-fectus, Praeses, Praesul u. A. So bei Cy-prian De unit. eccles. c. 1, und vornehm-lich in Gregors d. Gr. Regula pastor., z. B.III 4; wie Gregor auch ,praeferre‘ für,praeficere‘ gebraucht ib. I 6, namentlichaber gerne das Synonymum Rector für Bi-schof, Priester und jeden geistlichen Obernib. I 9. Erst seit dem MA. steht P. fürKlostervorsteher überhaupt = Prae-
positus, Nova Gallia christiana III 836(ad ann. 902), dann insbesondere für denVertreter des Propstes, z. B. für Decan,Synode von Salzburg (799) c. 9; ferner fürAbt Conc. Suess. (853) c. 5. 6, daherdenn Praelata = Abbatissa; endlich fürPfarrer oder Rector einer Kirche. Du-cange s. v. krieg.
PRAEPOSITUS ist 1) allgemeiner Namefür Kirchenvorsteher überhaupt, wie Prae-latus (s. d. Art.), Praesul, Antistes, unddie griechischen Benennungen icposaxuK,irpöeSpo;, d. i. Bischof und Priester. DieVulgata übersetzt Ilebr. 13, 7 u. 17, 24das griechische riyoupsvoc mit P. WennTeriull. De fuga in persec. c. 11 sagt:ideo praepositos ecclesiae in persecutionefugere non oportebit, so hat er Bischöfe,Priester und Diakonen, die zusammen erunmittelbar vorher nannte, im Auge, meintalso Kleriker überhaupt. Aehnlich be-zeichnet Cyprian Ep. 21, 3 (Hartei) mitPraepositi den gesummten römischen Kle-rus : quarum cum causa audita praece-perunt eas praepositi tantisper (sc. sedevacante nach dem Tode Fabians) sic esse,donec episcopus constituatur.
2) Bezeichnung des Bischofs als desordentlichen Vorstehers der Kirche; sooft bei Cyprian in den Briefen, z. B. 27, 3(Hartei), wofür er sonst Sacerdos, Epi-scopus sagt. Augustin. Quaest. evang. inMatth. IV 11: praepositi ecclesiae aut . . .apostoli, und De civ. Dei I 9.
3) Name des bischöflichen oder kirch-lichen Verwalters, sonst Oeconomus domusecclesiae, so P. domus ecclesiae oderkurz P. ecclesiae ( Possid. In vita August,c. 24).
4) Name eines Klostervorstandes, Kloster-propstes, d. i. des nächsthöchsten Vor-standes unter dem Abte; dafür ward späterder Name Prior gebräuchlich. Von sol-chen Praepositi monasterii ist bei Gre-gor d. Gr. öfters die Rede und cap. 65 derRegul. s. Bened. handelt ausschliesslichvom P. monasterii ( Migne LXVI 891 ff.mit Commentar). Darnach war der P.Vertreter des Abtes, bei dessen Abwesen-heit oder Erkrankung: praepositus (prior)habens potestatem ordinandi abbate ab-sente omnia quae abbas praesens facit.Schon die Regel s. Basilii c. 45 setzt indiesen Fällen einen Vertreter des fjyoop-^ocein. Sodann sollte der Propst Beirath,Stütze oder Assistent des Abtes in allenschwierigen Anliegenheiten sein, worüberverschiedene Klosterregeln eingehende In-structionen geben (vgl. Migne 1. c. 893 ff.).Endlich wurde einem Abte, der seinesAmtes schlecht waltete, ein P. gewisser-massen als Vormund beigegeben. So