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Predigt.
während -/.Yjp'jcjaew für das ,Verkünden 1(Ausrufen) der feierlichen Formeln, dasdem Diakon vor und nach der P. oblag,gebraucht wird (s. den Art. Hpovooc). Soentzieht das Conc. Ancyr. (314) c. 2 demgefallenen Diakon den Dienst des x?]-puaasiv (vgl. Const. apost. VIII 5 u. 12).In den Clementinischen Homilien kommtnoch der Ausdruck •/.7]pu-| , [xaTa vor und zwargleichbedeutend mit ojiiXiat und SiaXsäjsitfür Lehrvorträge. Irenaeus bei Eus. H. e.V 20 nennt die einfachen Ansprachendes Polykarp SiaXs;stc und noch bei Chrys.De sacerd. V 1 steht 6tdXsi;is für Volks-rede. Die wichtigste Benennung aber ist6p.tXia, liomilia (auch homelia, omelia,humelia). Bis auf Origenes bezeichnetdas Wort jene einfachen, kunstlosen An-sprachen vorherrschend paränetischenCharakters, wie sie vor den versammeltenGläubigen als Cultus-P. im Gegensatzzur Missions-P. gehalten wurden. Dieseältere Form der Ilomilie lehnte sich immeran die Schriftlesung an, nahm von daihren Ausgang, ihre Trostgründe und denGeist des Gotteswortes, ohne sich strengan den Text zu halten oder nur schrift-auslegend zu sein. So bezeichnet jetztop-iXia die gottesdienstliche P. überhaupt,wie Conc. Ancyr. c. 1 6p.tXsTv, lehramtlicheThätigkeit, dem -poacpspeiv, Thätigkeit desPriesters, gegenübergestellt ist. Treffendhat Photius Bibi. 174, 1 die alte Homiliebeschrieben als jene Predigtweise, bei dersich der Redner in populärer Anspracheunmittelbar an das Volk wendet und sichgleichsam mit ihm unterhält (SpuXetv =colloqui, sermocinari), Fragen stellt undin vertraulichem Conversationstone dieBedürfnisse der gläubigen Gemeinde be-spricht, ohne dass inhaltlich eine Einheitund Ordnung der Rede, noch in formellerHinsicht eine Abrundung herrscht. DieseForm der Homilie war die allgemeineForm der gottesdienstlichen P. bis aufOrigenes, welcher das Wort zur technischenBezeichnung der commentirenden (schrift-auslegenden) Predigt (niedern Homilie)machte. Doch bestand die ältere Formdaneben fort und noch Macarius d. Aelt.nennt seine Ansprachen an Mönche opuXiaiund ebenso heissen auch die Lehrvorträgedes Pseudo-Clemens. Das Wort ist Act.20, 11 (i'f D-avov 6p.tXi-vac, Vulg. allocutus)grundgelegt; bei den Lateinern ist Sermo(bereits bei den Classikern in ähnlichemSinne) Uebersetzung, bez. Aequivalent desWortes opiXia in der alten Bedeutung,während Tertull. De anim. c. 9, an dieVulgata sich anschliessend, Allocutio setzt(scripturae leguntur, aut psalmi canunturaut allocutiones proferuntur). Das ein-fachere Locutio bei Gregor M. Ilom. 5 u. 9.
Cypr. De mortal. c. 1: sermone de dominicalectione concepto, beides für opulia. AuchAugust. Prooem. in Enarr. Ps. 118 bezeugtdie Gleichwerthigkeit von ou.'.Xia. und Sermo:statui per sermones id agere, qui profe-rantur in populis, quas Graeci op-iXiacvocant. In nachbiblischer Zeit treffen wirdas Wort ojjuXia im alten Sinne bei Igna-tius (Ep. ad Polyc. c. 5). In der altenHomilie oder dem einfachen Sermo wardie Erbauung und Tröstung so sehr Zweckder Rede, dass Origenes sagt: Ttpo^rj-sia(P.) nennt Paulus, wenn Jemand . . . zurErbauung, zum Tröste und zur Ermahnungredet. Origenes begründete die jüngereForm der Homilie, die sich strenger anden Schrifttext hält und diesen Vers fürVers oder analytisch erklärt (biblischerCommentar in P.-Form und eigentlichesoterische P.). Für diese P.-Weisewurde bei den Abendländern das WortTractare, Tractatus gebräuchlich, das ur-sprünglich (aus tractare verbum Dei,II Tim. 2,15, entstanden) noch für Predigenüberhaupt stand. So Tertull. De resurr.carn. c. 2: haeretici ex conscientia infirmi-tatis numquam ordinarie tractant (= prae-dicant). Aehnlich in dem von de Bossientdeckten Gedicht (auf Liberius oderMartin I ?) V. 29: quis te tractante suanon peccata reflebit? Ambros. Apol. Da-vid. II 1: per fragilitatem vocis omnemseriem non possum explere tractatus. Vgl.Vita Ambros, (von Paulinus) c. 17. 18. 26u. ö.; Vita August, (von Possidius) c. 5(potestas praedicandi ac tractandi). Cypr.Ep. 52 u. 56 redet von ,tractantes epi-scopi‘. Dann wurde aber das Wort be-sonders von schrifterklärenden Predigten(Homilia) und Tractatus (popularis) imGegensatz zur künstlichen Rede gebraucht.So heissen hauptsächlich die Tractate desAmbrosius und Augustinus. Hieronymussagt von Origenes: mille et eo ampliustractatus (= 6p.iXiac) in ecclesia locutusest. Siehe August, in Ps. 118 und Dedoctr. Christ. ( tractatio scripturarum, Ge-schäft oder Amt der P.), Optat. Milev.Contra Parm. 1. IV u. ö. Das Conc.Vas. II (529) c. 2 wechselt mit Homiliaesanctorum patrum und Expositiones san-ctorum patrum. In ähnlichem Sinne be-gegnet uns auch die Bezeichnung disputare,clisputatlo, die indess häufiger Name für dielehrhaften, dogmatischen Vorträge oderControvers- und apologetischen Reden ist(s. d. Art. Disputatio I 372; Aug- T ra °*-89 in Joh.; Conf. V 13; Hieron. Ep. 2_.(al. 13) ad Eustoch. c. 15; Bingham VI2 u. 105). Der Bischof wird ausser Doctor,Praedicator auch Disputator und Tractatorgenannt (Aug. Serm. 18, § 5; Ambros.Ep. 37), was die Griechen zutreffend mit