Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Predigt.

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(Act. 14, 12) x<öv -/patpiuv, interpres |sacrarum scripturaruin (Euseb. H. e. VII 30mit E;7j77]Tal tou Xo-you) wiedergeben (Greg.Naz. Orat. apol. c. 76; Chrysost. De sacerd.!IV 7), da die P. nach Inhalt und Form jnur Texterklärung und Textanwendung jsein sollte. Für Tractatus steht auch Ex- iplanatio, Expositio. Allgemeiner, schonim X. T. und später oft gebraucht sinddie Benennungen TuapaxATjou, jrapa-jj. u fl t a , napaivsat;, exhortatio , adhor-\tatio, consolatio (Ambros.) für die erbau-jliehen und tröstenden Ansprachen; vou-ftsoi'a (Vermahnung) xsl irpoyXif|aic bei!Iustin. Apol. I 67; namentlich war irapa-!xaXelv ein bevorzugter Terminus ( Const.lapost. II 57, wo das Wort für die eigent-licher. steht; ebenda 1158 das seltenere!TTposXaXsiv, zusprechen); Gregor d. Gr.wendet in der Reg. past. sehr oft ad-monere, admonitio für Belehrung über-haupt an. Die Bedeutung, welche dieKirchenväter in die "apd/X-rjaic (wofür auchTtpoyXrjeric, jedoch sehr selten begegnet,Iustin a. a. 0.) legten, entwickelte sichaus dem IST. T.; das Wort steht der neu-testamentlichen rpoyrpz'.a als einer beson-dern Art der P. am nächsten (vgl. RotheGesell, der P. 5 f.) Häufig gebrauchen diegriechischen Yäter die Benennung 8i8a-~ /.xX t a, wozu I Tim. 5, 17 (iv Xoyto xalStoaaxaXi'a, vgl. Röm. 15, 4) den Anlass gab,seltener die lateinischen doctrina; beideAusdrücke bezeichnen bald den Lehrvor-trag im Gegensatz zur paränetischen Ho-milie (Exhortatio), bald im allgemeinenSinne von Lehre (Äug. Serm. 122). Ins-besondere stellt Origenes a. a. 0. die di-daktische Doctrina (Prophetia) in Gegen-satz zur paränetischen Exhortatio. SchonI Kor. 12, 28 u. 29 heissen die Predigerdie ,Lehrer 4 x. I. (8i8daxaXoi, s. d. Art. I361), und so begegnet uns das Wort beigriechischen und lateinischen Vätern oft-mals ; Cyprian setzt dafür auch Presbvteridoctores (woraus der spätere Titel ,Doctor‘entstand) und meint damit Presbyter, dieeigens mit dem Amte des Lehrens be-traut wurden (vgl. Petr. Chrysol. Serm. 52;Vincent. Lerin. Common, c. 27; Gregor. M.Moral. XVIII 14). ’AirooroXoi xal 8i8dcrxaXoiheissen die Missionäre und Prediger imPastor Herrn, und epora-pu-fot affeXoi xoüihoü in der ,Doctrina Apostol. 4 Wo seitEnde des 3. und namentlich im 4. Jahrli.neben der erbaulichen und der schriftaus-legenden Ilomilie der freie Vortrag theilsals Panegyricus auf die Märtyrer und Ge-legenheits-P., theils als apologetische undpolemische Rede sich entfaltete, ward X 6-i? i Bezeichnung dieser neuen Art P., eini me, der auch für theologische Abhand-lm g gebraucht wird. So des Gregor von

Naz. Aoyot ähroXofqTixos; der A. xa-nrp/yi-ixocdes Gregor von Nyssa. Der Xoy<x , gewis-sermassen die exoterische Rede mitvorherrschend dogmatischem Inhalte, warein nach den Gesetzen der Dialektik undRhetorik ausgearbeiteter Vortrag mit ent-sprechend oratorischer Diction, die antikeOratio oder Kunstrede. Das Wort hoyosfür P. kommt erstmals für die Rede Hip-polyts am Feste Theophanie vor. DieserRedeform ward jetzt bei den Lateinernder Käme Sermo Vorbehalten, währenddie alte P.-Weise Homilia und Tractatushiess. Die lateinischen Väter gebrauchenniemals Concio und ebenso wenig Oratiofür P.; letzteres bedeutet in der kirch-lichen und patristischen Sprache immerentweder Gebet oder apologetisch-pole-mische Abhandlung und Denkschrift, z. B.Oratio adv. Iudaeos, adv. gentes u. dgl.Eigenthümliche, sonst nicht vorkommendeBenennungen sind püp.a Stxaiov (Wort derGerechtigkeit) und Xofoj 8i'xaioc im Past.Herrn. Vis. I, 3, 2 u. III, 7, 6.

2) Fragen wir nach dem Zeitpunkte,wann die P. (Homilie) neben der Missions-rede (suay^Xiov, x^pu'fljLa) fester Bestand-teil des Gottesdienstes wurde, so kannkein Zweifel sein, dass dies schon zur Zeitder Apostel und wol bald nach der Geistes-sendung geschah: die auferbauende undbelehrende P. vor den Gläubigen war dasGegenstück zur grundlegenden Heilsbot-schaft vor Juden und Heiden. Die 8i8a-/vj(Act. 2, 42) ist die Ansprache im Cultus(Eucharistiefeier) und zwar nahm die P.alsbald ihre organische Stelle nach derLesung und vor der eucharistischen Hand-lung ein. Auch die Stellen I Kor. 14,23—28 u. 33, Act. 20, 7 u. 11 sind vonder apostolischen Homilie oder Cultus-predigt zu verstehen. Zahlreiche Zeug-nisse aus ;Iem nachapostolischen Zeitaltersprechen dafür, dass die P. bereits wesent-licher Theil des Gottesdienstes war. Istauch die Aeusserung des Plinius Ep. X 97noch dunkel, so reden doch Ignatius Ep.ad Polyc. c. 5; Irenaeus bei Euseb. II. e.V 20; Iustin. 1. c. (Trauaapevou xoü avaYivw-axovxot o TrpostTTOK 8ta ).6yoo xrjv voulleatav xal-poxXrjcuv . . . -oislxai); Tertull. Apol. c. 39,vergl. De anima c. 9; Const. apost. II,c. 57 u. 58. V, c. 19. VIII, c. 5 (. . . ~apa-xaXetxcoaav oi TrpsaßuTEpot und TipoaXaXy;-aavxs;) laut genug; selbst die Secten, wiedie Ebioniten, hatten diese Uebung, wieaus den Clementinen Epitome de gestisPetri § 145, S. 797, ed. Cotel. erhellt. Dieordnungsmässigo Stellung der P. innerhalbder eucharistischen Feier war zwischenLesung und Oblation, was mehrere derangeführten Stellen bezeugen; die P. solltenur die Fortsetzung des Gotteswortes, der