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Predigt.
zweite Tlieil des ,Evangeliums* sein. Aus-drücklich gedenken ausser Anderen Cae-sarius von Arles bei Mabill. Liturg. Gail.15, § 8 und die Vita s. Eligii von An-doenus c. 22 (cumque inter missarumsolemnia evangelica iuxta morem lectioneexpleta divina Eligius populo praedicaretmandata) der P. zwischen Evangelium undOpferung. Chrysostomus sagt: psxa xf,vrrapaivsjiv suOeuk eu yf r
3) Inhalt der P. Die Missions-P. hattevorzugsweise die Heilsthatsachen (Evange-lium) oder die Heilsgeschichte zumGegenstände; sie war also Geschichts-erzählung, Person und Werk Christi, derenMittelpunkt, wie wir aus der Apostel-geschichte ersehen und Paulus I Kor. 15bestätigt (V. 11: oox<o •/.r l p'jjc 7 op.£v. undV. 12 : Xpiaxic v.rßA-z-'j.'. , nämlich vorAllem, dass Christus gestorben für unserejSünden, aber wieder auferweckt ist). Chri-stus machte sich selbst zum Inhalt undGegenstand seiner P. und ebenso thatendie Apostel. Aber auch die exoterischeP. vor den Gläubigen hatte Christus unddas Gottesreich zum Ilauptgegen stand,und insofern er durch den A 070 ; tou f}soügeoffenbart ward und selber der Xoyoc ist,war das ,AVort Gottes 1 Object ihrer P.(Act. 6 , 2). Der Apostel bekennt I Kor.2 , 2 : ,ich nahm mir vor, nichts vor euch(den Gläubigen von Korinth) zu wissenals allein Jesum Christum, und diesen alsden Gekreuzigten . 1 Ganz besonders beruftsich der Apostel I Kor. 15 auf den Inhaltseines Kervgma und der Cultus-P. Inden nächsten Jahrhunderten war die P.vorherrschend theils geschichtlichen, theilsund mit der Geschichte zusammenhängendpariinetischen Inhaltes, wie die verschie-denen Synonyma der Parakiese und Ter-tullian Apol. c. 39 bezeugen: fidem sanctis Ivocibus (biblischen Lesungen) pascimus, jspem erigimus, fiduciam figimus etc. Ab- ;gesehen von der religiösen Belehrung und iAVeiterfiihrung der Gläubigen in der Christ-1liehen Lehre (StSoEszsiv), musste der Pre-diger den ,milites Christi“ Trost, Aufmun-terung, Bestärkung im Glauben undStandhaftigkeit predigen zu ,innerer Er-,bauung des Leibes Christi“. Seitdem die i,Unmündigen“ im Katechumenate einen'besondern Unterricht genossen, der haupt-sächlich dogmatisch belehrend und unter-weisend (o'MT/.itii) war, konnte die ,IIo-milie“ im alten Sinne noch mehr aufmoralische Stoffe und die Paränese sichbeschränken. AVo die A r erhältnisse esgestatteten, scheint sogar längere Zeiteine Arbeitstheilung insofern eingetretenzu sein, dass der Bischof die gottesdienst-liche Paränese, die Presbyter und Diako-nen den Lehrunterricht und die damit
verbundene Handhabung der Disciplinübernahmen.
Natürlich wechselte der Inhalt nachden Zeit- und Ortsbedürfnissen, aber erlehnte sich in engerer oder freierer AA r eisean die Lesung an; kurz, Quelle der alt-christlichen P. waren die Schrift und kirch-liche Tradition, weit weniger als im MA.die Geschichte und Natur. Bingham VT160 ff. hat Recht: sermones (patrum) sem-per de arduis et gravibus materiis; diealtchristlichen Prediger wollten nicht unter-halten , sondern (in der Homilie) haupt-sächlich belehren, trösten und erbauen,(in dem freien Xo^oj) den zahlreichenGlaubens- und sittlichen Irrthümern weh-ren. Der ganze christliche Lehrbegriffkam so in der P. zur Behandlung. DenHauptinhalt, den jeder Kirchenbesucherzu erwarten habe, geben Greg, von Naz.De fuga (X 070 ; dixoXoy.) c. 35 u. 36 undChrysost. Ilom. 24 de baptism. (II 366)an. Jener nennt als Hauptaufgabe desPredigers, den wahren Lehrbedarf (xoüX 0700 xo si-rjpiTO'.ov) auszuinitteln und mitder AA'ahrheit der christlichen Lehren rich-tigen Haushalt zu führen (0 iv.ovojj.Av h y.pGsit(v aXfjkiciv tiöv rj|AST£p(ov öoyp.ax(uv), undführt als solche o'/jpiaxa ausser der Lehrevon der Trinität und den Erlösungsthatenauch die über die AVelt (Kosmologie) undden Menschen (Anthropologie) an. Dementspricht das Schema, welches Chrysosto-mus 1. c. für die P. aufstellt. Vgl. Desacerd. HI 12 u. IA r 2 u. 3. Desgleichengiebt Aug. De doctr. Christ. IA r 4 an, waszu lehren sei. Vgl. ib. I 39 u. 40.
Hinsichtlich des Schriftgebrauchslassen sich von den Anfängen des Chri-stenthums an zwei Predigtweisen unter-scheiden, beide von Jesus und den Apo-steln grundgelegt. In den gottesdienst-lichen Versammlungen reden Christus undebenso die Apostel im Anschluss an die,Prophetie“, d. i. die alttestamentlicheSchriftlesung nach der Sitte der Synagoge,in welcher die Lesung immer die Sub-stanz des A’ortrages abgab. Daneben je-doch, und zwar vorzugsweise ausser demCultus, treffen wir im N. T. eine freiereForm der P., die zwar Schrifttexte in dieRede einflicht, aber sich nicht so eng andenselben anschliesst; so die Berg-P. DieIlauptstellon für die erste P.-Gattung sindMatth. 4, 23 ff.; 13, 54 ft'.; Luc. 4, 16 ff-;Act. 13, 15—27; 15, 21; II Kor. 3, 15.Dies drückte der P. der nächsten Jahr-hunderte ihren Stempel auf. Zwei Artenvon religiösen A r orträgen im Cultus gehenparallel: die schrifterklärende und die
freiere, sich nicht streng an das Schrift-wort bindende P. Jene ist belehrende underbauende Paränese (Homilie), diese theils