Predigt.
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quos notariis ut comperi latenter adpositis(von den Arianern) ... interruptos et semi-plenos ... quorundam studia colligere prae-sumpserunt. — Die Sprache, in wel-cher gepredigt wurde, war selbstverständ-lich immer die Landes- oder Volkssprache;dies gilt auch von der frühmittelalterlichenP. in Deutschland und Gallien (vgl. CruelGesch. der deutschen P. im MA., 1879, 8.213). Dass die Missionäre, um welchesich unsere Präge vor Allem dreht, sich,so gut es ging, der Landessprache bedie-nen mussten, zeigt die Geschichte. Es istgewiss nicht bloss die Grösse und Bedeu-tung der Stadt Lyon, wenn Polykarp dieMissionäre Pothin u. A. zuerst nach die-ser Stadt schickt, wo die zahlreichen Vor-nehmen und Gebildeten allgemein Grie-chisch und Latein verstanden. Ein direc-tes, bisher wenig beachtetes Zeugniss vonIrenaeus steht bei Epiphan. Haeres. 31:oux £-i£r]-Leiste Se irap’ rjp.äiv t<üv Iv KeXtoT?Statpißovxujv y.al itspl ßapßapov öiaXsy.-xov tö uXsTutov ds^oXo ojaeviov Xoyu>v ~iy-vrjv. Irenaeus lernte also Keltisch, umauch dem niedern Volke predigen zukönnen.
7) Aeussere Umstände bezüglich derZeit und des Ortes, a) Zeit. An wel-chen Tagen fand P. statt? Abgesehenvon der Missions-P., welche nicht an Zeitund Ort gebunden ist, war der Sonntagder hauptsächlichste Tag der Cultus-P.Schon Act 20, 7 ist die Sonntags-P. be-zeugt. Der ,status dies 1 bei Plinius (105)ist wol sicherlich der Sonntag. Iustina. a. O. erwähnt ausdrücklich die P. imsonntäglichen Gottesdienst (vgl. OrigenesHom. 7, § 5 in Exod.; Hieron. Ep. 150ad Hedib.). Augustin aber bestätigt Serm.180, § 4: nunc autem cum die dominicodebito reddendi sermonis recitatur eademlectio . . . Daneben ward auch am Sab-bathe, wo er noch gefeiert wurde, P. imGottesdienste gehalten, und die Const.apost. schreiben dies vor VIII 33; vgl.II 59. Dass im Gottesdienste an denhöheren Pesttagen gepredigt wurde, ver-steht sich von selbst, da man für die ältere■^eit den Satz aufstellen kann: es wurdeso oft gepredigt, als Vorlesungen (imHauptgottesdienste) statt hatten. Dass anden Stationstagen Mittwoch und Frei-ing (feria quarta et sexta, r?) xsxpafit y.alHl • • • napauxEOT)) gepredigt wurde, sagtyon der alexandrinisclien Kirche SocratesV 22 (oi otSaaxaXot . . . ep|A 7 )veuou!ii, sc. dasVorgelesene); Tertull. De orat. c. 19 redetzwar nur von der Opferfeier an den ,Diesstationum'; jene schliesst aber wol sicher-lich die P. ein. Von der P. an anderenWochentagen redet Chrysost. Ilom. 4, § 2m Princip. Act. (III 83). Wie aus einerBeiil-EucyldopiLclie. II.
Aeusserung des Petr. Chrysol. Serm. 122hervorgeht, war es allgemeine Sitte, anden Natalitien der Märtyrer (und Be-kenner) zu predigen und zwar über denHeiligen. Während der Pastenzeit fandim Morgen- und Abendlande täglich P.statt und dies war wenigstens in der grie-chischen Kirche auch der Fall in derQuinquagesima oder Zeit von Ostern bisPfingsten, wo meist die Apostelgeschichteund seltener die Apokalypse den Stofflieferte (vgl. Chrysost. Hom. in Genes,und De statuis). Aber auch in anderenZeiten predigten einzelne Redner täglich.So redet Aug. Serm. 3 in loh. c. 1 voneiner pluvia exhortationum quotidianarum.,Täglich bist du eingeladen, zu den Was-sern des Wortes Gottes zu kommen, 1 er-mahnt Orig. Hom. 10, § 3 in Genes. Na-türlich beschränkte sich das ,täglich' aufgewisse Zeiten. Dass auch in ägyptischenKlöstern oft täglich und zwar posthoram nonam gepredigt wurde, erzähltHieron. Ep. 4 (al. 22) ad Eustoch.: psalmiresonant, scripturae recitantur ex moreet completis orationibus . . . medius quempatrem (Abt) vocant incipit disputare(ältere Form der Homilie). In Obigemist auch die Frage, wie oft gepredigtwurde, theilweise schon beantwortet: dasWort Gottes fand eine sehr reichlichePflege, begreiflicherweise eine regere inden Stadt- (bischöflichen) als in den Land-kirchen ( Chrysost. De martyr. § 1, II 651).Nicht nur dass manche Prediger Wochenhindurch täglich predigten, thaten siedies nicht selten sogar zweimal des Tages,wofür manchfache Belege sprechen. Sopredigte der eben genannte KirchenvaterMorgens und Abends (Hom. 10 de stat.,Hom. 32 in loh. und De mutat. nom.).Dasselbe that Augustinus, welcher, wieGaudent. Tract. 5, die Tageslection in zweiLesungen zerlegte und die eine Hälfte Mor-gens, die andere Abends recitiren liess undim Anschluss daran homilirte (Enarr. inPs. 88 und Expos. Ps. 56). Namentlich anden Vigilien, vorab an der Ostervigil,fanden Abendpredigten statt; ebenso oftan Sonn- und Feiertagen. Basilius ? RedenDe hexaem. sind Abendpredigten. Nimmtman die zahlreichen Casualreden hinzu,so erhält man ein Bild von der ungewöhn-lichen Pflege, welche das Wort Gottes inder P. fand. Ueberdies zeichnete sich dasVolk der griechisch-orientalischen Kirchedurch besondere Neigung, religiöse Vor-träge zu hören, aus. Der Eifer im Pre-digen lässt erst gegen Ende unsererPeriode etwas nach, daher die Massnah-men und Einschärfungen der Synoden vonVaison (529) c. 2, worin für die Land-P.Vorsorge getroffen ist, und der von La-ll