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Zweiter Band. I - Z.
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Predigt.

tona (zwischen 670—673), Diöcese Lyon,c. 18, welche den Bischöfen das Predigenan Sonn- und Feiertagen zur Pflicht macht(vgl. Conc. Tolet. XI, c. 2 und den ein-gehenden c. 19 des Trull.). Allerdings hatschon ein Can. apost. (57 oder 58) den Bi-schof und Presbyter, der die Belehrung desVolkes verab-säumte , mitAbsetzung be-droht. NurRom soll imAlterthum ei-ne Ausnahmegemacht ha-ben, indem So-zomen. VII 19berichtet: inRom lehrt we-der der Bi-schof noch einAnderer inder Kirche(Itt’ ixxXrpi'ag).

Dies könntejedenfalls nurfür die Zeitvor Leo d. Gr.gelten. Alleinnicht einmaldies ist richtig. Denn nicht nur widersprächeder Mangel der P. im römischen Cultus derPraxis der gesammten alten Kirche, son-dern es stehen directe ältere Zeugnisse beilustin, Tertullian, sowie das neu entdeckteGedicht (auf Liberias oder Martin I) ent-gegen, wo V. 29 te tractante (— praedi-

Fig. 403. Jesus im Tempel. Elfenbeindiptychon des 5. Jahrh. im Domzu Mailand (Bugati Mem. di S. Celso, App. tav. II).

Ambros■ De virgin. III 1 hat uns die An-sprache aufbewahrt, welche Papst Liberius(352—366) bei der Weihe der Marcellina,Schwester des Ambrosius, hielt. Prudent.Peristeph. XII 225 erwähnt bei der Schil-derung der Basilika des Hippolyt in Romauch die Kathedra (Tribunal), von der

aus der Bi-schof (Anti-stes) zum Vol-ke rede. End-lich beruftsich Probst P.u. Katech. 139auf das Leo-nianische Sa-cramentar,woOrationen dieP. deutlich be-zeugen ( Mu -ratori Liturg.Rom. 358 u.433). Alleinwir kennen jadas Alter die-ser Gebetenicht und fürdie Zeit Leo’ssteht die P.ohnehin fest,zur Erklärung der Stelle beiden Ausdruck Sie’ ixxXijmajder circa 40 Kirchen Roms,Kathedrale (Pu-möge man die~ _ Wie

Probst willSozomenus

auf eine der circanämlich auf die altedentiana) beziehen; hierEucharistie ohne P. gefeiert haben,dem auch sei, es wurde auch in Rom

Fig. 404. Ein Prediger auf seinem Sessel, vor ilim eine Frau und ein Schaf als Andeutung der Gemeinde.Grabstein aus S. Priscilla (Perret V, pl. XXII).

cante) laut genug redet. Auch die Con-stitution des Papstes Evaristus (108) sprichtgegen Sozomen. (s. unten); ferner schreibtPapst Innocenz I (406) in dem bekanntenBrief an Chrysostomus: reich an Bei-spielen sind die Texte der hl. Schrift,die wir den Gemeinden vortragen.

zu allen Zeiten gepredigt. Nicht seltenfolgten mehrere Predigten aufeinander;von den anwesenden Priestern und Bi-schöfen sollte jeder seinen Theil zur Er-bauung und Belehrung der Gemeinde bei-tragen. Die Reihenfolge war die, dasszuerst die Presbyter und zuletzt der Bi-