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Zweiter Band. I - Z.
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Presbyter.

ham VI 187—197; Neben, a. 0.130. 241 f.).Aber auch andere Aeusserungen, wie Be-zeugungen von Rührung und Schmerz durchThränen, Seufzen, Schlagen an die Brust,Erheben der Hände zum Himmel, warennicht selten ( Ghrysost. Hom. 56 [V]; Aug.De doctr. Christ. IV 53; Ilieron. Ep. 2 adNepot. c. 8; Ep. 22 ad Eustoch. e. 15).Auch das kam vor, dass, wenn der Red-ner eine bekannte Schriftstelle zu citirenanfing, die Zuhörer sie fortsetzten odermitsprachen {Aug. Serm. 36).

Litteratur. Bernardin. Ferrar. Deritu sacrar. eccl. vet. conc., Utrecht 1692,Verona 1731. Id. Lib. III de vet. Christ,conc., Mail. 1621, Utrecht 1692. J. Hilde-brand De vet. conc., Heimst. 1661. Bing-ham VI. Harnack Gesch. u. Theorie derPred., Erlangen 1878. Augusti Handb. II240—289. Moale Christ. Oratory of thefirst four Centuries, Cambr. 1864. ProbstLehre und Gebet der drei ersten Jahrh.36—39. 200—228. Hers. Katech. u. Pred.v. 4. bis 6. Jahrh., Bresl. 1884. krieg.

PRESBYTER. 1) Der Name (dessenSchreibung in den Inschriften sehr variirt:Presboiter, Praisbiter, Praesbiter al.) sollnach Isidor. Hisp. De eccl. offic. II 7 undPseudo-Anaclet Ep. 11, c. 22 nicht sowoldas Alter als die gereifte Weisheit (sa-pientia) andeuten: quod si ita sit mirumest, quod insipientes constituantur. SchonOrigenes Hom. 4, § 3 in Ps. 36 deutet dasWort auf die geistige Reife, die für dasPriesteramt erfordert werde: unde et nosoptare debemus non pro aetate corporisneque pro officio presbyterii appellari pres-byteri et seniores, sed pro interioris ho-minis perfecto sensu et gravitate constan-tiae. Von den Zeiten der Apostel (demN. Test.) an ist die Benennung technischgeworden, doch so, dass es bald den ge-sammten Priesterstand (ordo sacerdotii)mit Einschluss des Bischofs, bald nur undso gewöhnlich den zweiten hierarchischenGrad bezeichnete ( Clem. Rom. Ep. ad Cor.c. 44 u. 47; Fast. Herrn. Vis. II 4; Const.apost. II 25). In ähnlicher Weise wurdedas lateinische Sacerdos bis ins 5. Jahrh.für Bischof und Priester gesetzt, dochhäufiger zur Bezeichnung des erstem (Aug.De civit. Dei XX 20). Das Epitaph aufDamasus bei Gruter 1164, 11 hat als hier-archische Stufen Lector, Levita, Sacerdos(= Bischof und Priester). Doch wird imAbendlande, wohin auch das Wort P. mitdem Christenthum gekommen war, nichtselten bei Sacerdos genauer unterschiedenund finden sich, um Priester im engernSinne zu bezeichnen, die Ausdrücke: se- ieundi sacerdotes (Haenel Corp. leg. antelustin. latorum 241, n. 1183); secundi or- i

dinis sacerdotes bei Leo M. Serm. 48 (47),c. 1; minoris ordinis sacerdotes bei Greg. M.Hom. 1 in Ezech. (lib. II, Hom. 10, c. 13);inferioris gradus sacerdotes im sog. Conc.Carthag. IV, c. 27; ordo secundus beiFredegodi Vita s. Wilfr. c. 8 (Migne 132,987); ol Ix tou öeo-tspoo fipovoo (Ep. Con-stant. bei Euseb. H. e. X 5); presbyterosin secundo sacerdotio constitutos {Optat.Milev. Contra schism. Donat. I 13); end-lich bei Innoc. I Ep. ad Dec. (von 416):nam presbyteri, licet sint secundi sacer-dotes, pontificis apicem non liabent.

2) Natur des Priesterthums imengern Sinn oder Stellung des Presby-ters zum Bischof. In welcher Weise derP. im apostolischen und nachapostolischenZeitalter (denn von der Mitte des 2. Jahrh.steht dies fest) in die hierarchische Ordnungsich eingliederte, lässt sich nur schwerangeben, obschon das N. Test, eine ver-häitnissmässig grössere Anzahl von Beleg-stellen für die Sache bietet. Die Schwie-rigkeit liegt darin, dass die hl. Schrift anmehreren Stellen Bischöfe {lrdcv.or.oi) undP. unter sich gleichzusetzen scheint. Dieverschiedensten Hypothesen sind zur Lö-sung dieser Schwierigkeit aufgestellt wor-den ; doch gehen die Akatholiken gewöhn-lich von dem Satze aus, dass sich anfäng-lich, d. h. bis herab in das 2. Jahrh., dieBischöfe und P. völlig gleich waren, indemes nur zwei hierarchische Grade, Bischöfe(P.) und Diakonen, gegeben habe. EinCollegium von ,Aeltesten‘, ähnlich dem desJudenthums, leitete nach dieser Ansichtdie Gemeinde (Presbyterialverfassung); imLaufe der Zeit schied sich der Vorstanddes Collegiums als besonderer priester-lieber Grad aus: der Bischof, der bishernur ,primus (presbyter) inter pares“ war,trat in Gegensatz zu den übrigen Pres-bytern, die jetzt ,sacerdotes secundi or-dinis 1 wurden. Neuerdings hat Ediv. Hatchin der Schrift The Organisation of theEarly Christian Churches (Oxford 1882;deutsch von A. Harnack Die Gesellschafts-verfassung d. christl. Kirchen im Alterth.,Giessen 1883) eine eigenthümliche These zuvertheidigen unternommen (s. auch dessenArt. in Smith’s Dict. i. v. Priest). Danachhätten die ,Aeltesten‘ (P.-Colleg) ursprüng-lich nur die Handhabung der Diseiplinund die Jurisdiction in Privatstreitigkeiteninne gehabt, während die ,Episkopen‘, ana-log den weltlichen Finanzbeamten (lwp.e-XrjTai) in Kleinasien und Syrien, die ,Ge-meindevorstände 1 für Verwaltung«- undFinanzsachen gewesen wären, denen dieDiakonen als Unterbeamte zur Seite stan-den. Im 2. Jahrh. habe sich der Präsidentdes Aeltesten-Collegs an Würde über die P.erhoben und sein Name imevoroi sei ein