Presbyter.
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ihm allein zustehender Amtsname gewor-den; ebenso gewinnen die P. einen Vorrangüber die Diakonen (man sehe bei Harnack17 ff. 51 ff.). Diese Hypothese ist alsbaldund von fast allen Seiten als unhaltbarabgewiesen worden. In früherer und nochin neuerer Zeit (dort Vitringa De synag.vet. 1. III, hier besonders Lechler DieKirche im apostol. u. nachapostol. Zeit-alter 81 f.) wurde die Ansicht vertheidigt,dass die irpEaßoxEpot des N. Test, an dieStelle der alttestamentliclien (zeke-
nim) getreten, bez. eine Weiterbildung derjüdischen Aeltesten oder des Synedriumsgewesen seien, also Laienbeamte, die mitder Verwaltung und Diseiplin der Ge-meinde betraut waren (s. oben).
a) Was die behauptete Identität derBischöfe und P. betrifft, so finden sichim N. Test, und bei einigen, aber sehrwenigen Schriftstellern der ersten Hälftedes 2. Jahrh. Stellen, die dieser Auffas-sung günstig zu sein scheinen, indemdie Apostel resp. Bischöfe den NamenTcpsaßo-repoi erhalten und umgekehrt P. ge-legentlich imaxoTioi benannt werden. (Nichtganz richtig wird Real-Encykl. i. v. Bi-schof gesagt, dass die Bischöfe auch P.genannt würden, aber nie umgekehrt.)Der Name P. erscheint in der Apostel-geschichte, den Briefen Petri, Johannisund Jacobi, bei Paulus nur in den Pasto-ralbriefen, wo er hauptsächlich Anlasshatte, über das P.-Amt zu reden. I Petr.5, 1 nennt sich der Schreiber einen crop.-upeaßuTEpoc gegenüber den Mitaposteln bez.Mitbischöfen als den TipEaßoxEpoi (Vulg.:seniores, consenior), ein Ausdruck, derdem auvsp-foc und aoaxpaxuuxir]C, welche Pau-lus. Phil. 2, 25 dem Epaphroditus beilegt,gleich steht (vgl. Philem. 1 u. 2); auchJohannes nennt sich II Joh. 1 upEjßuTEpo;,und Paulus ertheilt Vorschriften bezüg-lich der irpEaßÖTEpot, ot xaXük TrpoEaxiöxEC,namentlich wenn sie auch im Lehramtethätig sind (I Tim. 5, 17). Sind hier un-ter P. die Apostel und Bischöfe zu ver-stehen, so werden die P. dagegen deut-lichvon ihnen unterschieden in den Ver-handlungen zu Jerusalem (Act. 15, 2—23;
.» “■)■ Dort handeln sie gemeinsam
rn '^■Posteln und nehmen eine ähn-liche Stellung ein, wie auf den Syno-den der ersten Jahrhunderte die Priesterzu den Bischöfen, während wiederum int * r j. 1 ^-J^hißdsrede des Apostels zu Milet(Act. 20, 17. 28) die versammelten Vor-s ande bald P., bald Episkopen heissen,ine Erklärung giebt schon Irenaeus Adv.aeres. III 14, § 2, indem er sagt: derApostel rief die Bischöfe und P. vonpP’iesus und den benachbarten Städten,ur beide Klassen des Priesterthums wen-
det er den Gesammtnamen -pexßuxspQi an.Irenaeus bezeichnet anderwärts als Nach-folger der Apostel die Bischöfe und Prie-ster (IV 26, § 2; III 3, § 1). Probst Dis-ciplin der drei ersten Jahrh. 31 behauptet,P. sei Ehrenname für jene Bischöfe ge-wesen, welche von den Aposteln aufge-stellt worden, oder welche die von denAposteln selbst gegründeten Kirchen re-gierten. Dieser Sprachgebrauch scheintuns aber für das N. Test, nicht überallzu gelten. Wie dem auch sei, im aposto-lischen Zeitalter und noch kurze Zeit nach-her war die Benennung Iraaxoiroj und mehrnoch -itpsaßuxEpoi fliessend; während erstereauch den Priestern gegeben werden konnte,um ihre Function, das iiriaxonEiv, inner-halb ihres Amtskreises zu bezeichnen, warder Name P. längere Zeit zugleich Ehren-name für Bischöfe und Priester, bis erals Amtsname letzteren allein verblieb (umdie Mitte des 2. Jahrh.). Wie I Tim. 5,17 (oi TupoEoxiöxsc upEjßoxEpot) , scheintbisweilen dem P., wenn es einen Bischofbezeichnen sollte, eine nähere Bestimmung
(■f) 700 |X£V 0 C, TTpOEUXUK, TTpOiaXapEVOj) beige-fügt worden zu sein, welche allmälig alleingesetzt ward: der Vorstand, Präsident =Bischof. So konnte Irenaeus bei Euseb.H. e. V 24 die römischen Bischöfe zpsa-ßuxEpot oi tt p o axdvxE t xrjc lxxXir]aia?nennen. Noch Tertull. Apol. c. 39 sagt:praesident apud nos probati quique senio-res. — Im nach apostolischen Zeit-alter ist Clemens Rom. Ep. ad Corinth. (ge-schrieben um 97) der erste Zeuge. Ob-wol er c. 40 das dreifache Amt der Ho-henpriester: Bischöfe, P. und Diakonen,unterscheidet, nennt auch er noch die P.bald £ra'axoi:ot, bald TtpsoßoxEpot (c. 1, 40 sqq.57). Als Thätigkeiten des Presbyters führter c. 44 den Opferdienst und die Leitungder Gemeinde an. Wenn die Didache c. 15(yEtpoxovijaaxs imaxoiiouc xat Staxovooi) undPolycarp. Ep. ad Phil. c. 6 nur von Epi-skopen und Diakonen reden, so dürfenwir mit Recht vermuthen, dass mit erstermAusdruck der priesterliche Stand,also Bischöfe und Priester oder das Sa-cerdotium gegenüber dem Ministeriumder Diakonen, gemeint ist. Ganz zuver-lässige und unzweideutige Zeugnisse fürdie Verschiedenheit des P.-Amtes vondem der Bischöfe und Diakonen besitzenwir seit Ignatius (zwischen 100—120); soim Briefe an die Philadelphier c. 7 : xiö
ETUJXOTClp TtpOJEyEl Xdl Xiö -pSoßuXEpi'lp Xdl
Siaxovoii. Ep. ad Smyrn. c. 8: ixavxsc xiöE-ixxoTip dcxoXoufkTxE xal xiö -psdßuxEpiip xalxou; 8k oiaxovooi IvxpErEa&s. Ep. ad Polyc.c. 6: oi oiroxajjopiEvoi xiö £~idxo-ip, itpsi-ßoxEpoit xal Siaxovotc. Vgl. Ad Trull. c. 7und besonders die gehaltvolle Stelle Ad