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Zweiter Band. I - Z.
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ripolteafjua — Provineia.

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ponirt -wurden. Ob die P. zur Rechtenoder Linken des bischöflichen Bema sichbefand, darüber streiten die Archäologen.Die von Bingham (Orig. III 172) nach demPlane von Beveridge gegebene Zeichnungeiner altchristlichen Kirche besitzt die P.auf der linken Seite des Altars, ,links'von dem mit dem Gesicht zum Altar ge-wendeten Beschauer genommen, obwolBeveridgds Worte (in c. 11 Conc. Nie. I;Smith Dict. II 1740) das Gegentheil an-zudeuten scheinen. Die P. fehlte nie, aus-genommen in armen Kirchen, wo die Ob-lata alsbald auf den Altar gelegt wurden.Fach dem Evangelium begab sich derPriester zur P., untersuchte die Oblata,hüllte sie, wenn er sie als tauglich erfand,in Leinwand und legte sie auf die Patene.Hier wurde die Euyl] itpo&E<jE<oc ver-richtet, in welcher der Sohn Gottes ge-beten wurde,sich des Bro-des und Wei-nes anzuneh-men (Iirfipavov

TO irpojOJITOV <JOOIm täv apTovxoüxov v.at littxd itoxrjpta xaü-xa), wobei dasVolk antwor-tete : .er istFleisch gewor-den durch denhl. Geist 1 ( Re-naudot Liturg.Orient., Fran-cofurt. 1847, I130). Unter P.verstand mansodann auch

I'ig. 414. Uebertragung der Oblata. ( ] j q feierliche

Uebertra-gnng der Oblata vom Credenztisch zumAltar, sie hiess ptixpa ei<jo8oc, im Gegen-satz zur p-E’/aXT; eujoooj , bei welcher dasEvangelium getragen wurde. Der Priesteroder Diakon legte, wie unsere Fig. 414zeigt, die Patene auf das Haupt (dvEXopts-seil, xd 8tüpa, litt xijc y.etpaXTjc), sprachdie Doxologie und brachte sie in feierlichemAjige unter den Kniebeugungen und demGesang der Geistlichen (xat auxot d’Sooatvxai itpouittitxouatv auxtp) zum Altar. Mit be-sonderer Feierlichkeit war diese Ueber-tragung bei der Kaiserkrönung verbunden,»puren dieser Ceremonie haben sich in

TVi- 2 ^° ner Liturgie erhalten (MartignyGlCt. 689). BELLESHEIM.

IJP08E2MIA, admonitio, die Zeit, welchezwischen der Androhung und der Aus-sprache der Excommunication lag. Nesto-

rius beklagte sich, dass ihm nur eine zehn-tägige n. gewährt sei. Vgl. Hahert Ar-chier. 739 ex epist. Ioan. Antioeh. adNestor. Bingham VII 81.

I1PQT0I heissen Primaten und Metro-politen ( Can. apost. c. 37). Vgl. die Artt.,auch Bingham I 209.

nPQTOriAIlAI und Protopapades heissendie Chorbischöfe und Presbyter bei Bal-samon Comment. in c. 59. Vgl. BinghamI 77 f.

nPQTOHASXlTAI , eine kleine, in An-tiochien sich bis ins 4. Jahrh. fortsetzendePartei, welche an dem jüdischen Gebrauchhinsichtlich der Osterfeier festhielt. Vgl.Chrysost. Hom. sic xouc xd itpwxa iraayavrjoxEoovxa; ; Epiph. Haer. 50, § 1. Dazud. Art. Osterfest.

PROYINCIA. Zur Zeit der Einführungdes Christenthums zerfiel das römischeReich in mehrere Theile, deren jeder, erstnach völliger Unterwerfung dem grossenGanzen einverleibt, den aus pro (= anteoder procul; vgl. Forcell. s. h. v.) undvincere gebildeten Namen P. erhielt. DieProvinz war dann wieder in Bezirke ein-getheilt, deren jeder eine grössere Stadtzum Mittelpunkt hatte, wo der Magistratbei seinen Rundreisen sich aufhielt, ineinem für ihn eigens besorgten Praetoriumwohnte (vgl. loh. 18, 28. 33; 19, 13) undzu Gerichte sass. So hatte jede Provinzihre eigene Administration und schloss sichals einheitliches Ganzes dem grossen Welt-reiche an.

Obgleich die Apostel auf ihren Missions-reisen an staatliche und bürgerliche Di-strictsgrenzen nicht gebunden waren, somusste es ihnen doch vortheilhaft er-scheinen, zuerst die Hauptstädte der Pro-vinzen aufzusuchen und von dort aus dasChristenthum in dieDistrictsgebiete dringenzu lassen. Denn zuerst waren die Wegeund Verkehrsmittel in dieser Richtungangelegt, ein Umstand, der das Reisenüberhaupt nur in dem angedeuteten Sinnemöglich machte. Sodann geleitet von demGrundsätze, sich zunächst an das VolkIsrael zu wenden, wurden die Apostel so-zusagen genöthigt, den ersten Schritt indie Hauptstädte zu thun, weil in diesendie im Reiche zerstreuten Juden in grosserAnzahl wohnten, ein anerkanntes Gemein-wesen für sich bildeten, mithin unter demSchatten der Synagoge die Gründung einerChristengemeinde ermöglichten, als be-deutungsvollen Grundstock, um den sichder Same des Evangeliums in immer wei-teren Schichten ansetzen liess. Verfuhrendie Apostel auf diese Weise, dann wurde die

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