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Tu^ixoi — Pyxis.
belegt. Die lateinischen Schriftsteller sub-summiren die iprjfSrai unter den allgemei-neren Namen Praestigiatores. krüll.
VYXIKOI, s. Spottnamen, Namen II 470.
I1TQX0TP0 < I ) EL4, s. d. Art. Wohlthätig-keitsanstalten.
PUDENS, s. d. Art. Basilika I 112 f.und Oratorien II 545.
PULPITUM, s. Ambon I 43 f.
PUPPEN und anderes Spielzeug, in denKatakomben gefunden, s. I 589.
PURGATIO CANONICI, s. d. Art. OrdalII 546.
PURIFICATIO, s. Marienfeste I 496.
PURIFICATORIUM, das leinene Tüch-lein, mit welchem der Priester nach derCommunion den Kelch abtrocknet (Caerem.episc. c. 12). Sein Gebrauch ist im christ-lichen Alterthum nicht bezeugt. Die Grie-chen bedienen sich nach Goar (Eucholog.151) statt dessen eines Schwammes(jTroyyof), mit dem sie die Altarmensaselbst, den Kelch und den Discus (die Pa-tene) abwaschen und dessen Inhalt siedann in den Kelch zurückschütten. Ygl.auch Ducange i. v.
Im MA. kommt der Ausdruck auch fürdas Gefäss vor, in welchem der Priester(nach Spendung des hl. Sacramentes) sichdie Finger abwascht (so in einem Invent.ms. tlies. s. sedis vom J. 1295 bei Du-cange i. v.).
Ill’AAJ, s. d. Art. Basilika I 122.
IIYAQP0I, s. d. Art. Ostiarii II 572.
PYXIS (auch Artophorium, Canistrum,Reservaculum, Theotheca genannt). I. ZurAustheilung der hl. Communion währendder Messe dienten die grösseren Patenen(Patenae ministeriales) die nach Gregor vonTours so gross waren, dass ein Graf vonBretagne seinen kranken Fuss durch einBad in einer Patene heilen zu können ver-meinte (Hist, franc. X 19). Was von denhl. Gestalten übrig blieb, wurde in denJahrhunderten der Verfolgung von Prie-stern und Laien mit nach Hause genommen,um daselbst, besonders bei ausbrechenderVerfolgung, communiciren zu können (vgl.d. Art. Viaticum). Mitgenommen wurdedie hl. Eucharistie in einer Art Körbchen(pi-iStov) (Matth. 14, 20; Joh. 6, 13), ausWeidengeflecht, Holz, Rinde, inwendig oftmit kostbaren Stoffen (Seide, Gold, Silber)belegt. So versteht sich die Stelle deslil. Hieronymus Ep. ad Itustic. c. 20: ,nihillllo divitius, qui corpus Domini portat vi-mineo canistro et sanguinein in vitro*.
Der hl. Cyprian nennt das eucharistischeBehältniss Area (De lapsis c. 13), indemer berichtet, dass eine in der Verfolgunggefallene Frau gehindert worden sei, denLeib des Herrn (sanctum Domini) zu neh-men, da beim Oeffnen der Area Feuerhervorgebrochen sei. Das hochwürdi^steGut lag nicht unmittelbar in dem puuätovoder der Area, sondern war noch einge-schlagen in einem feinen Linnen, Domini-cale, vom hl. Ambrosius Orarium genannt.Ob die Ansicht von Bottari und Pelliccia,manche Enkolpien (s. d. Art.) hätten zumAufbewahren der hl. Eucharistie gedient,richtig ist, lasse ich dahingestellt. Un-wahrscheinlich ist sie nicht, aber nichtgenug begründet.
Mit dem Aufhören der Verfolgungenhörte auch das Mitnehmen des hochwür-digsten Gutes in die Privathäuser auf, undes wurde behufs Austheilung desselbenan Kranke die fortwährende Aufbewahrungin den Kirchen angeordnet. Ausnahmen(von Ilauscommunionen in den Zeiten desFriedens) kommen indessen auch noch vor(vgl. Basilius Ep. 93; Hieronymus Ep. 50adv. Iovin.; Eusebius Hist. eccl. V 24).Die ersten Aufbewahrungsorte der heiligenGestalten nach dem Concil von Nicaeawaren die Sacrarien oder Secreta-jrien oder Artophorien oder Pasto-phorien (s. d. Art.). Das hochwürdigsteGut selbst war eingeschlossen in Büchsen(capsae cum sanctis, Ordo Rom. bei Ma-billon Mus. ital. II 8). Eine solche Capsamit daraufsitzender Taube (Symbol deshl. Geistes) sieht man auf einem altchrist-! liehen Sarkophag ( Bottari tav. IX). Vgl.unsere Abbildung im Art. Taube. Aehn-liclie cylindrische Gefässe sieht man aufMosaiken des 6. Jahrh. in der Apolli-nariskirche zu Ravenna ( Ciampini Vet.mon. II 2). Als der Brauch aufkam, dieEucharistie in und über den Altären auf-zubewahren und die Ciborienaltäre (s. d.Art. Ciborium) üblich wurden, hing diehl. Speise in einem Gefässe von der Formeiner Taube (s. d. Art. Taube, euchari-stische). Die oft sich widersprechendenAngaben der Alten, die auch in dem sonstso gediegenen Werke von Schmid überden christl. Altar nicht genug auseinander-gehalten sind, lassen sich wol vereinigen,wenn wir annehmen, dass in manchenKirchen die eucharistische Taube selbst dasGefäss des in feines Linnen (Mabillon) ein-gehüllten Lebensbrodes war und dann wolauch in einem Thurme (s. d. Art. Thiirm-chen) stehen konnte ( Schmid 112), dass inandern Kirchen aber die Taube nur dasäussere Behältniss war, in welchem einzweites eucliar. Gefäss (P.) eingeschlossenwar. Auf letzteres scheint mir nicht bloss